Google veröffentlicht Android-Update mit 129 Sicherheitslücken

Googles März-Patch behebt eine kritische Zero-Day-Lücke in Qualcomm-Chips, die bereits für Angriffe genutzt wird. Experten raten zur sofortigen Installation des umfangreichen Sicherheitsupdates.

Google hat ein umfangreiches Sicherheitsupdate für Android ausgerollt. Das März-Bulletin schließt 129 Schwachstellen – eine davon wird bereits aktiv ausgenutzt. Experten raten zur sofortigen Installation.

Besonders brisant ist eine kritische Zero-Day-Lücke in Qualcomm-Komponenten. Angreifer nutzen sie bereits für gezielte Attacken. Der Fehler mit der Kennung CVE-2026-21385 betrifft über 230 verschiedene Chipsätze und ermöglicht die Fernsteuerung des Geräts.

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Rekord-Patch gegen Remote-Angriffe

Das Update kommt in zwei Stufen. Der erste Patch vom 1. März behebt Fehler im Android-Kern. Darunter ist eine gefährliche Lücke, die Angreifern eine „Remote Code Execution“ erlaubt. Sie können so Schadcode einschleusen, ohne dass der Nutzer etwas merkt.

Der zweite Patch vom 5. März korrigiert Treiberprobleme bei Drittherstellern wie MediaTek, Unisoc und eben Qualcomm. Viele der behobenen Fehler wurden bereits im Vorjahr entdeckt – ein Zeichen für die langwierige Fehlerbehebung in tiefen Systemschichten.

Samsung reagiert mit eigenem Update

Während Pixel-Nutzer bereits geschützt sind, müssen Besitzer anderer Marken warten. Samsung kündigte ein eigenes Update für seine Galaxy-Reihe an. Es behebt 65 Schwachstellen, 60 davon stammen von Google, von denen fünf Samsung-spezifisch sind.

Das Update rollt zunächst für die Flaggschiffe wie die Galaxy S26-Serie aus. Ältere und Mittelklasse-Geräte folgen später. Doch die Abhängigkeit von Hersteller-Updates bleibt ein Problem: Millionen Geräte sind oft wochenlang ungeschützt.

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Da viele Android-Smartphones aufgrund verzögerter Hersteller-Updates oft wochenlang ungeschützt bleiben, sollten Nutzer selbst aktiv werden. Das kostenlose Sicherheitspaket bietet praxistaugliche Checklisten für geprüfte Apps und automatische Prüfungen, um Sicherheitslücken zu minimieren. Kostenlosen Android-Leitfaden jetzt anfordern

Parallel: Kritische Lücken in Chrome

Fast zeitgleich patchte Google auch seinen Browser Chrome. Drei kritische Schwachstellen (CVE-2026-3536 bis 3538) bedrohen Desktop-Systeme. Bereits der Besuch einer präparierten Webseite könnte die vollständige Kontrolle über den Rechner erlauben.

Die parallelen Notfall-Updates für Android und Chrome zeigen die vernetzte Bedrohungslage. Cyberangriffe zielen heute auf ganze Ökosysteme.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Checken Sie umgehend die Systemeinstellungen Ihres Smartphones. Installieren Sie das Sicherheitsupdate manuell, sobald es verfügbar ist. Bei Geräten ohne Support ist erhöhte Vorsicht geboten – vor allem beim App-Download und Surfen.

Weitere Hersteller wie Xiaomi oder Motorola werden ihre Updates in den komm Wochen ausspielen. Doch die fragmentierte Android-Landschaft bleibt ein Sicherheitsrisiko. Die aktuelle Zero-Day-Welle unterstreicht: Updates sind kein Luxus, sondern essenziell.