Google Workspace knackt jetzt auch passwortgeschützte Office-Dateien

Google hebt eine zentrale Kompatibilitätshürde auf und ermöglicht die Bearbeitung geschützter Word-, Excel- und PowerPoint-Dokumente direkt in Workspace. Dies erleichtert die Zusammenarbeit in gemischten Softwareumgebungen.

Google schafft eine zentrale Hürde ab: Nutzer können passwortgeschützte Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien ab sofort direkt in Docs, Sheets und Slides bearbeiten. Das ist ein strategischer Schachzug im Kampf um die Vorherrschaft im Bürosoftware-Markt.

Die Neuerung betrifft alle Google Workspace-Kunden, Einzelabonnenten und Nutzer persönlicher Konten. Sie soll Millionen Anwendern, die in gemischten Microsoft- und Google-Umgebungen arbeiten, den Alltag erleichtern. Bislang war für die Bearbeitung geschützter Office-Dokumente ein umständlicher Umweg nötig.

So funktioniert die nahtlose Integration

Die Bedienung ist simpel: Versucht ein Nutzer in Google Drive, eine passwortgeschützte .docx-, .xlsx- oder .pptx-Datei zu öffnen, erscheint ein Dialogfeld. Es bietet die Wahl zwischen „Vorschau“ und „Bearbeiten“.

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  • „Vorschau“: Das Dokument öffnet sich im schreibgeschützten Modus. Das ursprüngliche Passwort bleibt erhalten.
  • „Bearbeiten“: Nach Eingabe des korrekten Passworts öffnet sich die Datei im entsprechenden Google Workspace-Programm mit vollen Bearbeitungsrechten.

Der entscheidende Punkt: Wählt man „Bearbeiten“, wird der Passwortschutz entfernt. Fortan gelten die standardmäßigen Freigabeberechtigungen von Google Drive. Das erleichtert die kollaborative Arbeit im Google-Ökosystem, da Empfänger nicht mehr das Original-Passwort kennen müssen.

Der Rollout für die Funktion begann am 13. Januar für Rapid-Release-Domains und soll bis zum 21. Januar für alle Scheduled-Release-Domains abgeschlossen sein. Administratoren können die Funktion nicht deaktivieren.

Ein lang erwarteter Schritt für mehr Kompatibilität

Der Wettbewerb zwischen Google Workspace und Microsoft 365 prägt den Softwaremarkt seit über einem Jahrzehnt. Die Interoperabilität verbessert sich nur langsam. Zwar unterstützt Google Office-Formate seit 2014, das direkte Bearbeiten ungeschützter Dateien kam 2019 dazu.

Die Blockade bei passwortgeschützten Dateien blieb jedoch ein Dorn im Auge. Bisher mussten Nutzer die Datei herunterladen, den Schutz mit Microsoft Office oder einem Drittanbietertool entfernen und die ungeschützte Version neu in Drive hochladen. Dieser Prozess war nicht nur ineffizient, sondern schuf durch mehrere ungeschützte Kopien auch Sicherheitslücken. Die neue Funktion behebt dieses Problem grundlegend.

Strategie im Plattform-Krieg

Die Aktualisierung ist Teil einer größeren Strategie: Google will Workspace zum zentralen Hub für alle Produktivitätsaufgaben machen – unabhängig vom Dateiformat. Indem die Hürden für die Nutzung von Microsoft-Dateien gesenkt werden, zielt Google auf Nutzer ab, die selbst vielleicht auf Google setzen, aber mit externen Partnern arbeiten müssen, die auf Office bestehen.

Branchenbeobachter deuten den Schritt als cleveren Schachzug. Er soll einen der größten Vorteile von Microsoft Office neutralisieren: seine tief verwurzelte Verbreitung und den De-facto-Standard seiner Dateiformate in der Geschäftswelt. In anhaltenden Hybrid-Arbeitsmodellen gewinnt Software an Bedeutung, die Dokumente aus verschiedensten Quellen nahtlos verarbeiten kann. Google positioniert Workspace damit gezielt als zentrale Plattform für Teams mit viel externer Zusammenarbeit.

Ausblick: Der Weg zur reibungslosen Zusammenarbeit

Mit diesem Update erfüllt Google eine lange gehegte Nutzerforderung. Der unmittelbare Effekt ist ein effizienterer und sicherer Umgang mit geschützten Dokumenten. Langfristig erhöht der Schritt den Druck auf Microsoft, die eigene Kompatibilität mit Google-Formaten weiter zu verbessern.

Das große Ziel bleibt eine nahtlose Zusammenarbeit, bei der Nutzer jedes Dokument in ihrer bevorzugten Anwendung bearbeiten können – ohne Kompatibilitätsprobleme. Der Markt ist noch nicht so weit, doch Updates wie dieses zeigen die Richtung. Für Google Workspace-Nutzer wird der Umgang mit einer der häufigsten Sicherheitsfunktionen im Geschäftsleben nun deutlich einfacher.

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