Google Workspace: Video-Feedback und Gastkonten ab August

Google erweitert Workspace um Video-Kommentare, Gastkonten und Automatisierung. Unternehmen profitieren von effizienteren Workflows und mehr Sicherheit.

Google rüstet seine Büro-Suite Workspace mit Video-Feedback, Gastkonten und cleveren Produktivitäts-Tools auf. Unternehmen profitieren von effizienteren Workflows und mehr Kontrolle über externe Mitarbeiter.

Video-Kommentare: Feedback direkt im Film

Google Drive unterstützt seit Anfang August 2026 zeitgestempelte Kommentare in Videodateien. Nutzer können direkt auf der Zeitachse Markierungen setzen – ein Klick auf den Kommentar springt zur exakten Stelle im Video. Die Funktion steht allen Workspace-Kunden, Individual-Abonnenten und Privatnutzern zur Verfügung. Erstellt werden die Kommentare in der Web-Version, sichtbar sind sie auch auf Mobilgeräten.

Damit positioniert sich Google als ernstzunehmender Konkurrent zu spezialisierten Video-Plattformen wie Frame.io oder Vimeo. Für Unternehmen bedeutet das: Feedback-Schleifen zu Videomaterial lassen sich künftig ohne zusätzliche Tools abwickeln.

Gastkonten: Externe sicher einbinden

Schon seit Ende März 2026 sind Workspace-Gastkonten allgemein verfügbar. Administratoren können externe Mitarbeiter mit einer verwalteten Identität ausstatten und so formal in die Unternehmensstruktur einbinden. Gäste erhalten Zugriff auf Chat, Drive-Dateien und Meet – nicht jedoch auf Gmail, Kalender, Gemini oder die Erstellung neuer Dateien.

Die Kostenfrage dürfte viele Unternehmen freuen: Für jede bezahlte Business- oder Enterprise-Lizenz gibt es fünf Gastkonten gratis. Gerade für Projektarbeit mit Agenturen oder Freelancern ist das ein deutlicher Vorteil gegenüber separaten Lizenzmodellen.

Anzeige

Wer die eigene Produktivität im digitalen Arbeitsalltag weiter steigern möchte, findet in diesem kostenlosen PDF-Report wertvolle Strategien zur Zeitersparnis. Erfahren Sie, wie Sie mit geteilten Kalendern Zeit und Nerven sparen

Clevere Tricks für Drive und Sheets

Speicherplatz sparen: Statt Dateien zu duplizieren, empfiehlt sich die Nutzung von Verknüpfungen. Wer direkt ein neues Dokument erstellen will, tippt schlicht doc.new, sheet.new oder slide.new in den Browser. Und wer Dateien teilt, ohne dass der Empfänger das Original verändert: Ein angehängtes /copy an die URL zwingt den Adressaten, eine eigene Kopie anzulegen.

Versionen verwalten: Bestehende Dateien lassen sich mit neuen Versionen überschreiben, ohne den Freigabe-Link zu ändern. Alle Beteiligten greifen so automatisch auf den aktuellsten Stand zu. Zusätzlich gibt es eine Dateisperre für den Nur-Lese-Modus sowie erweiterte Suchoperatoren wie type:, owner:, before: und after: für präzises Auffinden. Der Priority-Tab für zahlende Nutzer organisiert bis zu 25 häufig verwendete Dateien für den Schnellzugriff.

Automatisierung: Weniger Aufwand, mehr Qualität

Custom Functions in Google Sheets etablieren sich als Standard für komplexe Berichte. Per JavaScript in Apps Script lassen sich individuelle Formeln für API-Integrationen und Finanzmodelle erstellen. Eine von Forbes zitierte Studie beziffert das Einsparpotenzial auf bis zu 60 Prozent bei der Berichtserstellung. Damit die Funktionen auch bei wachsenden Tabellen performant bleiben, empfehlen sich Caching und Fehlerbehandlung.

Anzeige

Neben der Automatisierung von Berichten ist eine übersichtliche Terminplanung entscheidend für effiziente Workflows ohne Koordinationschaos. Kostenlosen Ratgeber für eine bessere Organisation jetzt herunterladen

Design-Konsistenz ist das zweite große Thema. Für Google Slides empfehlen Experten ein visuelles System mit maximal vier Farben und festen Typografie-Größen – typischerweise 36 Punkt für Überschriften, 16 bis 18 Punkt für Fließtext – auf einem 12-Spalten-Raster. Bei Google Docs setzen professionelle Nutzer zunehmend auf Master-Kopien in „Nur-Ansicht“-Ordnern, um versehentliche Änderungen an Vorlagen zu verhindern. Der Effekt ist beachtlich: Ein Unternehmen reduzierte die Angebotserstellung von 90 auf 15 Minuten.

Sicherheit: Schutz vor Ransomware

Google hat den Desktop-Schutz für Drive um ein KI-basiertes Modell zur Erkennung von Ransomware erweitert. Betroffene Dateien können bis zu 25 Tage lang wiederhergestellt werden. Ein Sicherheitsnetz, das gerade für Unternehmen mit sensiblen Daten zunehmend wichtiger wird.

Zusätzlich lässt sich Google Keep direkt in der Gmail-Seitenleiste nutzen – Notizen und E-Mail-Links lassen sich so erfassen, ohne den Tab zu wechseln. Ein kleines Feature mit großer Wirkung für den Arbeitsalltag.