Google hat bestätigt, dass der Großteil der Android-Apps dank einer speziellen Übersetzungsschicht effektiv auf neuen Googlebooks mit x86-Prozessoren lauffähig ist. Wie aus einem Bericht von Android Authority hervorgeht, funktionieren 96,6 Prozent der mehr als 10.000 meistgenutzten Android-Anwendungen fehlerfrei auf den Geräten mit Intel-Chips.
Hohe Erfolgsquote bei x86-Systemen
Nach Angaben von Google laufen über 300 Anwendungen derzeit nicht auf den Systemen. Die Ursache liege dabei meist in Inkompatibilitäten mit großen Bildschirmen, etwa wenn Programme zwingend ein Gyroskop voraussetzen.
Die x86-Modelle nutzen laut Google eine 64-Bit-Binary-Translation von arm64-v8a zu x86_64 und verzichten auf eine 32-Bit-x86-Emulation. Das Betriebssystem der Geräte basiert auf Android 17.
Intel widerspricht Googles Darstellung der technischen Umsetzung in Teilen. Laut dem Chiphersteller kommt bei den Notebooks die Intel Bridge Technology zum Einsatz. Dabei handele es sich um einen Post-Compiler, der die Performance von Android-Apps auf x86-Hardware verbessern soll. Die Lösung basiere auf ChromeOS-Technologie und arbeite ohne den Leistungsverlust einer herkömmlichen Virtualisierung.
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Leistungsunterschiede bei komplexen Anwendungen
Trotz der hohen Kompatibilitätsrate räumt Google ein, dass eine kleine Handvoll komplexer Apps und Spiele zusätzliche Anpassungen durch Entwickler erfordert, um auf Intel-Modellen optimal zu funktionieren. Das Unternehmen hat bisher keine Liste der betroffenen Anwendungen veröffentlicht.
Da die meisten Android-Apps ursprünglich für ARM-Chips kompiliert sind, muss auf den x86-Prozessoren ein Übersetzer arbeiten. Während in Java oder Kotlin geschriebene Anwendungen problemlos laufen, können native ARM64-Apps Entwickler-Tuning verlangen. Andernfalls drohen Ruckler, eine reduzierte Leistung oder ein höherer Akkuverbrauch.
Aus diesem Grund bieten die mit ARM-Chips ausgestatteten Modelle der Reihe laut Berichten eine noch breitere App-Kompatibilität ab Werk. Google betonte, man arbeite eng mit Entwicklern sowie Intel und Qualcomm zusammen, um Optimierungen voranzutreiben.
Marktstart mit Intel- und ARM-Hardware
Zum Start der neuen Gerätekategorie sind fünf Modelle auf dem Markt vertreten. Drei der Notebooks setzen auf x86-Prozessoren der Reihe Intel Core Ultra Series 3: das Acer Googlebook 14, das ASUS Googlebook 14 sowie das Lenovo Googlebook 15. Demgegenüber nutzen das Dell XPS Googlebook und das HP Googlebook 14 den Snapdragon X Elite auf ARM-Basis.
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Alle Googlebook-Modelle verfügen über mindestens 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 256 Gigabyte Speicherplatz und eine Akkulaufzeit von 14 Stunden. Die Geräte sind seit dem 4. Oktober in den USA sowie seit dem 5. Oktober unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Kanada, Australien, Frankreich und Irland erhältlich.
Preislich beginnen die Notebooks bei 899 US-Dollar für das Modell von Acer und reichen bis zu 1.299 US-Dollar für die Geräte von ASUS, Lenovo und HP. Das Dell XPS bewegt sich zwischen 999 und 1.199 US-Dollar. In Großbritannien starten die Preise ab 999 Pfund.

