GoPro kämpft mit sinkenden Umsätzen, will aber mit einem neuen Prozessor und einer Premium-Strategie zurück in die Gewinnzone. Die ersten Kameras mit der GP3-Chip-Technologie sollen im zweiten Quartal 2026 auf den Markt kommen.
Finanzen: Umsatzrückgang, aber Kostensenkung zeigt Wirkung
Das Jahr 2025 war für den Actioncam-Pionier finanziell schwierig. Der Gesamtumsatz brach um 19 Prozent auf 651,5 Millionen US-Dollar ein. Doch im vierten Quartal gelang eine Stabilisierung bei 201,7 Millionen Dollar. Entscheidend waren drastische Sparmaßnahmen: Die Betriebsausgaben sanken um 93 Millionen Dollar (26 Prozent). Dadurch erzielte das Unternehmen im Q4 ein leicht positives bereinigtes EBITDA von einer Million Dollar. Der Cashflow verbesserte sich deutlich um 104 Millionen Dollar.
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Ein Lichtblick: Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Kamera stieg um 8 Prozent auf 357 Dollar. Das zeigt den strategischen Fokus auf hochpreisigere Modelle. Rund 625.000 Kameras gingen im Weihnachtsquartal über den Ladentisch, 74 Prozent des Umsatzes generierte der Einzelhandel.
Technologie: GP3-Prozessor soll Gamechanger werden
Der Schlüssel zum Neustart ist der hauseigene GP3-Chip. Der auf 5-Nanometer-Fertigung basierende Prozessor wurde am 4. März 2026 vorgestellt und soll die doppelte Rechenleistung seines Vorgängers GP2 (seit 2021 im Einsatz) bieten. Das Herzstück ist eine dedizierte KI-Einheit (NPU), die speziell für bessere Bildqualität bei schwachem Licht und Videoverarbeitung entwickelt wurde. Schwaches Licht war lange eine Schwachstelle kompakter Actioncams im Vergleich zu Kameras mit größeren Sensoren.
Zudem verspricht das neue Design eine verbesserte Wärmeableitung und längere Akkulaufzeit – zwei häufige Kritikpunkte bei langen Aufnahmen in hoher Auflösung.
Strategie: Vom Hero4-Erbe zur Premium-Neuausrichtung
GoPro baut auf seine Legacy. Die Hero4-Serie von 2014 brachte 4K-Video in den Mainstream und gilt als Meilenstein. 2025 setzte das Unternehmen bewusst eine Pause ein: Es gab keine neue Herbst-Flaggschiff-Kamera, was seit der Lücke zwischen Hero4 und Hero5 Black nicht mehr vorgekommen war.
Stattdessen konzentrierte man sich auf Nischen wie die 360-Grad-Kamera Max 2 und das Einsteigermodell Lit Hero. Die Entwicklung der Hauptsportkameras wurde verschoben, um sie von Anfang an mit dem neuen GP3-Chip auszustatten. Dieser strategische Schritt erinnert an die Hero4-Ära, als man einem großen Technologiesprung den Vorrang vor jährlichen kleinen Updates gab.
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Markt: Harte Konkurrenz und der Weg nach vorn
Der Actioncam-Markt ist hart umkämpft. Konkurrenten setzen auf größere Sensoren und KI. GoPro hofft, mit der GP3-Technologie die Führung im Premium-Segment zurückzuerobern. Zielgruppe sind nicht nur Extremsportler, sondern auch professionelle Content-Creator und Vlogger.
Die wiederkehrenden Einnahmen aus Abos und Services blieben mit 106 Millionen Dollar stabil – ein Zeichen für starke Markenloyalität. Die Führung prognostiziert für 2026 ein bereinigtes EBITDA zwischen 10 und 20 Millionen Dollar. Ob diese Wende gelingt, hängt nun von der Marktakzeptanz der neuen Kameras ab. Sie müssen die versprochene „Cinema-grade“-Qualität liefern. Dann könnte GoPro sein Erbe nutzen, um im modernen Imaging-Markt wieder ganz vorne mitzuspielen.





