GPD Win Max 3: Gaming-Handheld kostet ab 1.750 Dollar

GPDs neuer Gaming-Handheld Win Max 3 mit AMD Strix-Halo kostet mindestens 1.750 US-Dollar. Der Hersteller begründet den hohen Einstiegspreis mit der aktuellen Speicherkrise.

Der chinesische Hersteller GPD hat den Win Max 3 vorgestellt, ein Gaming-Handheld mit AMD Strix-Halo-Chip, und beziffert den Einstiegspreis auf 1.750 US-Dollar. Damit liegt das Basismodell deutlich über dem, was Käufer von früheren GPD-Geräten gewohnt waren – der Hersteller macht dafür explizit die aktuelle Speicherkrise verantwortlich.

Drei Ausstattungsvarianten, deutliche Preisspanne

Die Basiskonfiguration des Win Max 3 ist mit einem Ryzen AI Max+ 388, 32 GB RAM und einer 1-TB-SSD ausgestattet und kostet 1.750 US-Dollar. Eine Mittelklasse-Version mit 64 GB Arbeitsspeicher und 2 TB Speicherplatz schlägt mit 2.246 US-Dollar zu Buche.

An der Spitze steht ein Topmodell mit dem leistungsstärkeren Ryzen AI Max+ 395 sowie 128 GB RAM und 2 TB SSD-Speicher, das mit 3.499 US-Dollar den bislang höchsten Preis in der GPD-Handheld-Reihe markiert.

Hersteller verweist auf Speicherpreise und fehlende Verhandlungsmacht

GPD begründet die gestiegenen Preise mit der angespannten Lage bei DRAM- und Speicherpreisen, die durch die Nachfrage aus Rechenzentren befeuert werde. Das Unternehmen räumt zudem ein, im Vergleich zu größeren Chipherstellern über wenig Verhandlungsmacht bei Komponentenpreisen zu verfügen.

In einem Statement erklärte GPD, der genannte Preis stelle die größtmögliche Aufrichtigkeit des Unternehmens dar und 1.750 US-Dollar sei der beste Preis, den man anbieten könne.

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Technische Ausstattung

Der Win Max 3 setzt auf ein 9,06-Zoll-AMOLED-Display mit 165 Hz Bildwiederholrate, HDR10-Unterstützung, einer Spitzenhelligkeit von 1.050 cd/m² und DCI-P3-Farbraumabdeckung. Für Ausdauer soll ein austauschbarer 97-Wh-Akku sorgen, ergänzt um zwei NVMe-Steckplätze für erweiterbaren Speicher sowie Hall-Effekt-Sensoren an den Steuerelementen.

Der verbaute Arbeitsspeicher basiert auf LPDDR5-Technik mit einer Datenrate von 8000 MT/s. Der Strix-Halo-SoC ist auf eine maximale TDP von 110 Watt ausgelegt, wofür ein eigenes Lüftermodul notwendig ist. Neben dem klassischen Handheld-Betrieb lässt sich das Gerät mit angeschlossener Tastatur auch als UMPC nutzen.

Vorbestellung über Indiegogo ab 2. September

GPD wird den Win Max 3 über eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo vertreiben, die am 2. September startet. Wer dort vorbestellt, erhält laut Hersteller ein kostenloses Kühlmodul sowie kostenlosen Versand.

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Einordnung im Wettbewerbsumfeld

Der Preis des Win Max 3 reiht sich in ein Marktumfeld ein, in dem auch Konkurrenzprodukte mit AMD-Strix-Halo-Chips zuletzt teurer geworden sind. Der OneXPlayer X2 Mini Pro von OneXPlayer, ausgestattet mit einem Ryzen AI Max+ 388, 48 GB RAM und 1 TB Speicher, kostet 2.499 US-Dollar.

Ayaneo bietet mit dem Next 2 ein Gerät mit Ryzen AI Max+ 385 und 32 GB RAM für 1.799 US-Dollar an. Damit positioniert sich GPDs Basismodell preislich unterhalb beider Wettbewerber, während das Topmodell mit 3.499 US-Dollar die bisherige Preisspanne im Segment der Strix-Halo-Handhelds nach oben erweitert.

Die gestiegenen Preise über mehrere Hersteller hinweg deuten darauf hin, dass die aktuelle Situation bei Speicherbauteilen die gesamte Kategorie leistungsstarker Gaming-Handhelds mit AMD-Strix-Halo-Plattform betrifft und nicht auf ein einzelnes Unternehmen beschränkt ist.