GPD WIN Max 3: Gaming-Handheld mit Strix Halo kostet 1.699 Euro

GPD bringt im August das WIN Max 3 mit AMD Strix Halo und OLED-Display für 1.699 Euro auf den Markt. Benchmarks zeigen hohe Gaming-Leistung.

Der chinesische Hersteller GPD positioniert sein neues Handheld-Gaming-Notebook WIN Max 3 im Luxussegment: Rund 1.699 Euro soll die Basisversion kosten, die mit AMDs neuer „Strix Halo“-Architektur ausgestattet ist. Damit tritt das Gerät gegen die Oberklasse der mobilen Gaming-PCs an – und verspricht Leistung auf Desktop-Niveau.

Preis und Marktpositionierung

Die Preisangabe bezieht sich auf das Modell mit Ryzen AI Max+ 388-Prozessor und 32 Gigabyte Arbeitsspeicher. Der offizielle Launch wird für August 2026 erwartet, der Handel soll das Gerät ab Oktober 2026 ausliefern. Damit bewegt sich GPD preislich auf Augenhöhe mit dem Konkurrenten OneXplayer 3, der zwischen 1.499 und 1.799 Euro kostet.

Der stolze Preis spiegelt die hochwertige Ausstattung wider: GPD will mit dem WIN Max 3 die Lücke zwischen mobiler Unterhaltung und stationärer Rechenleistung schließen. Ob sich das Konzept am Markt durchsetzt, dürfte auch davon abhängen, wie gut die versprochene Performance im Alltag ankommt.

Technische Ausstattung im Detail

Herzstück des Geräts ist ein 9,06-Zoll-OLED-Display mit 165 Hertz Bildwiederholrate und Full-HD-Auflösung. Die Helligkeit liegt standardmäßig bei 650 Nits und kann im High-Bandwidth-Memory-Modus (HBM) auf bis zu 1.050 Nits gesteigert werden – ein Wert, der selbst im Freien für klare Bilder sorgen dürfte.

Zur Wahl stehen zwei Prozessoren: der Ryzen AI Max+ 388 oder der stärkere Ryzen AI Max+ 395. Die Konfiguration erlaubt bis zu 128 GB RAM und 4 TB SSD-Speicher. Für die Grafik sorgt eine integrierte Radeon 8060S. Die Leistungsaufnahme lässt sich per TDP flexibel bis auf 75 Watt konfigurieren.

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Die Hardware-Entscheidungen passen zu einem Branchentrend: Erst Anfang der Woche, am 4. August 2026, stellten SK hynix und Sandisk einen neuen Standard für High Bandwidth Flash (HBF) vor, der hohe Transferraten mit großen Speicherkapazitäten über die UCIe-Schnittstelle kombinieren soll.

Benchmarks: Deutlicher Leistungssprung

Erste Testergebnisse zeigen beachtliche Fortschritte gegenüber früheren Generationen. Bei 1080p-Auflösung und hohen Grafikeinstellungen erreichte das Gerät mit einer TDP zwischen 55 und 75 Watt hohe Bildraten in anspruchsvollen Titeln:

  • Apex Legends: 190 fps
  • Forza Horizon 5: 98 fps
  • Cyberpunk 2077, Baldur’s Gate 3, Shadow of the Tomb Raider, Borderlands 3: jeweils mindestens 70 fps

Die Zahlen belegen: Die integrierte Grafik der Ryzen-AI-Max-Chips markiert einen großen Sprung nach vorn. In anderen Systemen übertraf der Ryzen AI Max Plus 395 in bestimmten Cinebench-R24-Tests sogar Apples M1 Ultra – ein klares Signal an die Konkurrenz.

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GPD erweitert Produktfamilie

Der WIN Max 3 ist nicht die einzige Neuheit aus dem Hause GPD. Bereits im Juni 2026 kündigte das Unternehmen eine überarbeitete Version des MicroPC 2 an. Dieses Gerät zielt jedoch nicht auf Gamer, sondern auf das Ultra-Mobile-Segment: Mit Intel Core 3 N350-Prozessor und 7-Zoll-Display kostet es rund 790 Euro in der 16-GB/512-GB-Variante.

Während der MicroPC 2 auf maximale Mobilität setzt, will der WIN Max 3 zeigen, dass Handhelds längst mehr können als gelegentliches Zocken unterwegs. Ob der hohe Preis gerechtfertigt ist, werden die ersten ausführlichen Tests zeigen.