Der Hardware-Hersteller ASUS hat eine Aktualisierung für sein Overclocking- und Monitoring-Tool GPU Tweak III veröffentlicht, die kritische Sicherheitsfunktionen für die neueste Generation von Grafikkarten einführt. Mit der Version v2.1.8.0, die am 17. August bereitgestellt wurde, implementiert das Unternehmen eine automatische Abschaltfunktion für Grafikkarten, die über das Überwachungssystem Power Detector+ verfügen.
Schutzmechanismen für ROG Astral- und Matrix-Modelle
Die neue Auto-Shutdown-Funktion ist speziell für die High-End-Modelle der Serien ROG Astral und Matrix konzipiert. Zu den unterstützten Grafikkarten gehören die ROG Astral RTX 5090, die Astral LC RTX 5090 sowie die Astral RTX 5080. Auch die Matrix RTX 4090 wird durch das Update abgedeckt.
Die Funktion zielt darauf ab, Hardware-Schäden durch Unregelmäßigkeiten in der Stromversorgung vorzubeugen, indem das System bei dauerhaft hohen Stromwerten kontrolliert heruntergefahren wird.
Das System Power Detector+ überwacht dabei insgesamt sechs Pins der Stromversorgung. Die Software löst Warnmeldungen aus oder leitet den Abschaltvorgang ein, sobald an einem der Pins eine Stromstärke von 0 Ampere oder ein Wert von mehr als 9,2 Ampere gemessen wird.
Das Unternehmen weist darauf hin, dass die Auto-Shutdown-Funktion nicht standardmäßig aktiv ist, sondern von den Anwendern manuell in den Einstellungen von GPU Tweak III aktiviert werden muss. Bisher beschränkten sich die Schutzmaßnahmen bei diesen Modellen auf die Anzeige von Warnungen und die Anwendung von Leistungslimits.
Hardwareseitige Temperaturüberwachung und Linux-Unterstützung
Ergänzend zu den Software-Sicherungen kommen bei den betroffenen Grafikkarten hardwareseitige Lösungen zum Einsatz. So halten spezielle Kabel der Serie ROG Equalizer die Kabeltemperatur bei maximal 73 Grad Celsius. Während ASUS die Schwellenwerte für die Stromstärke präzisiert hat, wurden weitere Details zu den spezifischen Zeitintervallen, die für das Auslösen des Auto-Shutdowns erforderlich sind, bisher nicht öffentlich spezifiziert.
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Für Nutzer des Betriebssystems Linux wurde bereits am 16. August eine Open-Source-Lösung zur Überwachung der neuen Hardware-Generation bekannt. Der Treiber „astral-hwmon“ ermöglicht die Überwachung der 12VHPWR-Anschlüsse bei ASUS ROG Astral-Grafikkarten.
Das Tool integriert die Messwerte für Strom und Spannung der sechs Pins in das Linux-Subsystem HWMON. Zusätzlich bietet das Modul „astral-guard“ Warnfunktionen, die auf den Daten des ASUS Power Detector+ basieren. Erste Tests dieser Treiberlösung wurden auf einer ROG Astral RTX 5090 OC durchgeführt.
NVIDIA behebt Systemabstürze mit Treiber-Update
Zeitgleich mit den herstellerspezifischen Sicherheitsfunktionen von ASUS hat auch NVIDIA auf technische Herausforderungen bei der neuen RTX 50-Serie reagiert. Am 18. August veröffentlichte der Chiphersteller den GeForce Game Ready Treiber in der Version 610.88 WHQL.
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Dieses Treiber-Update dient primär der Behebung von Systemabstürzen, die im Betrieb mit Grafikkarten der RTX 50-Serie gemeldet wurden. Weitere technische Details zu den Ursachen der Instabilitäten oder zusätzliche Optimierungen wurden in den begleitenden Dokumentationen zum Treiber-Release nicht detailliert ausgeführt. Experten raten Besitzern der entsprechenden Hardware zur zeitnahen Installation, um die Systemstabilität zu gewährleisten.

