Die Virtualisierung von Hochleistungs-Rechenressourcen für künstliche Intelligenz erreicht einen neuen technologischen Meilenstein. Wie am 28. August 2026 bekannt wurde, ist Mirantis mit seiner Lösung k0rdent AI dem NVIDIA-Certified Hypervisors Program beigetreten.
Die Plattform erhielt damit die offizielle Zertifizierung für die Virtualisierung von Grafikprozessoren (GPUs) in Hochleistungsumgebungen. Dieser Schritt soll Unternehmen dabei unterstützen, komplexe KI-Infrastrukturen effizienter zu verwalten und gleichzeitig die für rechenintensive Aufgaben notwendige Hardware-Performance nahezu verlustfrei bereitzustellen.
Hohe Leistungsdichte auf GB200- und HGX-Systemen
Ein zentraler Aspekt der Zertifizierung ist die nachgewiesene Effizienz der Software bei der Abstraktion von Hardware-Ressourcen. In Tests auf den Hardware-Tracks GB200 NVL72 und HGX konnte k0rdent AI eine Leistung erzielen, die innerhalb von 5% der sogenannten Bare-Metal-Performance liegt. In der Informationstechnik beschreibt Bare-Metal den Betrieb von Software direkt auf der physischen Hardware ohne zwischengeschaltete Virtualisierungsschicht.
Dass die Virtualisierungslösung von Mirantis diesen geringen Performance-Verlust erreicht, gilt in der Branche als wichtiger Indikator für die Handhabbarkeit großer KI-Modelle. Insbesondere auf spezialisierten Systemen wie dem GB200 NVL72 ist der Erhalt der Rechenleistung kritisch, da hier enorme Datenmengen parallel verarbeitet werden müssen.
Die Zertifizierung durch Nvidia bestätigt, dass die Software-Schicht die Kommunikation zwischen den virtuellen Instanzen und den physischen GPUs optimiert, ohne die Verarbeitungsgeschwindigkeit signifikant zu drosseln.
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Flexibles Management und Sicherheitsfunktionen
Neben der reinen Rechenleistung standen bei der Entwicklung von k0rdent AI administrative Flexibilität und Sicherheit im Fokus. Die Lösung unterstützt eine flexible GPU-Zuweisung, die es Administratoren ermöglicht, Rechenressourcen je nach aktuellem Bedarf dynamisch auf verschiedene Projekte oder Abteilungen zu verteilen.
Ein weiteres Merkmal ist die integrierte Mandanten-Isolation. Diese stellt sicher, dass verschiedene Nutzer oder Projekte auf derselben physischen Infrastruktur strikt voneinander getrennt arbeiten können, was insbesondere für Cloud-Provider und Unternehmen mit strengen Compliance-Vorgaben von Bedeutung ist.
Mirantis setzt zudem auf ein einheitliches Management-Konzept: Die Software erlaubt die gemeinsame Verwaltung von virtuellen Maschinen (VM) und Kubernetes-Umgebungen (K8s) über eine einzige Oberfläche. Dieser hybride Ansatz soll die Komplexität im Rechenzentrumsbetrieb reduzieren, da separate Management-Tools für unterschiedliche Workload-Typen entfallen.
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Strategische Bedeutung der vertikalen Integration
Die Validierung des Software-Layers gewinnt auch im breiteren Marktkontext an Bedeutung. In diesem Zusammenhang verwies Daniel Roberts, CEO von IREN, Ende August auf die steigende Relevanz einer vertikal integrierten KI-Infrastruktur. Nach Einschätzung von Roberts schaffe die Kombination aus Stromversorgung, physischen Rechenzentren, Rechenleistung und spezialisierter Software einen gesteigerten Gesamtwert für Betreiber.
Die Zertifizierung von k0rdent AI durch Nvidia dient hierbei als Validierung für den Software-Layer, den Unternehmen wie IREN in ihren Betrieb integrieren. Durch die Zertifizierung wird sichergestellt, dass die softwareseitige Steuerung der Hardware-Ressourcen den technischen Standards entspricht, die für den stabilen Betrieb moderner Rechenzentren erforderlich sind.
Experten sehen in solchen zertifizierten Hypervisoren einen notwendigen Baustein, um die Skalierbarkeit von KI-Anwendungen in industriellem Maßstab zu gewährleisten.

