Granola für macOS: KI-Diktat ab sofort in allen Tarifen kostenlos

Granola bietet die systemweite Spracheingabe seit dem 29. Oktober 2026 kostenlos in allen Tarifen für macOS an.

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Der Produktivitätssoftware-Anbieter Granola hat eine systemweite Diktierfunktion für macOS eingeführt, die gesprochenen Text direkt in aktiven Anwendungen platziert.

Als zentrales Unterscheidungsmerkmal setzt das System dabei auf bestehenden Meeting-Kontext: Nach Unternehmensangaben greift die Software auf Besprechungsinhalte zurück, um Kollegennamen, interne Projekttitel und spezifisches Fachvokabular zuverlässig zu identifizieren und korrekt zu verschriftlichen.

Textbereinigung und Integration in Arbeitsprogramme

Die Bedienung erfolgt über das Halten der Funktionstaste (Fn). Sobald der Nutzer spricht, verarbeitet das Programm das Gesprochene und fügt das Ergebnis in das jeweils aktive Eingabefeld ein. Die Lösung funktioniert anwendungsübergreifend unter anderem in Programmen für E-Mails, Slack, Google Docs, Notiz-Apps, Nachrichten sowie Eingabefeldern für KI-Eingabeaufforderungen.

Vor dem Einfügen durchläuft der Text eine automatische Aufbereitung. Am 29. Oktober 2026 wurde bekannt, dass die Software Füllwörter selbstständig entfernt. Zudem ergänzt das System Satzzeichen, setzt Absätze und nimmt Formatierungen vor, bevor der Text im Zielfenster erscheint.

Zur Veranschaulichung der Effizienz verweist der Anbieter auf eine Sprechgeschwindigkeit von 160 Wörtern pro Minute gegenüber einer durchschnittlichen Tippleistung von 40 Wörtern pro Minute, wobei dieser Vergleich keine gesicherte Beschleunigung der tatsächlichen Arbeitsfertigstellung belegt.

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Modellstruktur, Tarife und Datenschutz

Die Diktierfunktion ist laut Granola seit dem 29. Oktober 2026 in allen Tarifen ohne Wortbeschränkung kostenfrei freigeschaltet. Dies schließt sowohl den Basic-Plan als auch die Stufen Business und Enterprise ein. Technisch greift Granola für die Transkription auf spezialisierte Dienstleister zurück, namentlich Deepgram und Assembly.

Die Textverarbeitung und Sprachmodellierung übernehmen Systeme von OpenAI sowie Anthropic. Nach Unternehmensangaben werden die verarbeiteten Audiodaten im Anschluss an die Transkription gelöscht. Eine unabhängige Prüfung der Erkennungsgenauigkeit liegt bislang ebenso wenig vor wie eine offizielle Liste der unterstützten Sprachen.

Wettbewerb im Segment für Arbeitsplatztranskription

Das Marktsegment für die Verknüpfung von Meeting-Protokollen und Diktatfunktionen verzeichnet wachsenden Wettbewerb. Granola wird laut TechCrunch mit 1,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Der direkte Konkurrent Wispr, dessen Bewertung bei 2 Milliarden US-Dollar liegt, hatte sein Diktatangebot bereits im August 2026 um ein entsprechendes Werkzeug für Besprechungsnotizen auf dem Mac erweitert.

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Nach Angaben des Wispr-Supports kann es auf macOS zudem zu Überschneidungen kommen, bei denen Granolas Software das Tastaturkürzel der Wispr-Flow-Anwendung abfängt. Neben diesen beiden Akteuren bieten auch Dienste wie Fireflies, Speechify und Monologue kombinierte Lösungen aus Notizerfassung und Spracheingabe an.

Die Diktierfunktion von Granola steht vorerst ausschließlich für macOS zur Verfügung. Versionen für Windows sowie mobile Betriebssysteme wie iOS und Android stellt das Unternehmen ohne verbindliche Termine für die Zukunft in Aussicht.