Das von Elon Musk geführte Unternehmen xAI hat sein neues KI-Modell Grok 4.7 auf den Markt gebracht. Wie Medienberichte vom 21. September 2026 festhalten, folgte die Bereitstellung auf mindestens fünf Verzögerungen seit Ende Juli. Zehn Tage vor dem Erscheinen hatte Musk erklärt, das Modell benötige noch ein paar Tage mehr.
Das System umfasst 2,1 Billionen Parameter, was einem Zuwachs von 40 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell Grok 4.6 mit 1,5 Billionen Parametern entspricht. xAI hat Grok 4.7 schwerpunktmäßig für Programmieraufgaben, agentische Arbeitsabläufe und professionelle Wissensarbeit konzipiert.
Technische Ausstattung und Raumfahrtdaten im Training
Das Modell besitzt ein Kontextfenster von 500.000 Tokens bei einem Wissensstand bis Mai 2026. Es unterstützt Text- sowie Bildeingaben und gibt Text aus. Zur Funktionspalette zählen Werkzeuge für Funktionsaufrufe, Websuche, Suche auf der Plattform X sowie Codeausführung. Die Denk- und Argumentationsprozesse lassen sich über vier Reasoning-Stufen regeln, wobei die Stufe high als Standard eingerichtet ist.
Neben einem vergrößerten Basismodell und einem verlängerten Reinforcement-Learning auf mehrstündigen Aufgaben griff xAI beim Zusatztraining auf Daten von SpaceX zurück. Dazu gehören Starlink-Telemetriedaten, Fertigungsprotokolle und technische Fehleraufzeichnungen.
Nach Unternehmensangaben zeichnet sich Grok 4.7 durch eine verbesserte Selbstverifikation, ein optimiertes Management langer Kontexte, native Integration in Grok-Bot-Harnesses und die bisher bestkalibrierten Sicherheitsvorkehrungen des Entwicklers aus.
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Testergebnisse und Benchmarks im Spitzenfeld
In Leistungstests ordnet sich das Modell im oberen Branchenfeld ein. Bei CursorBench 4.0 erzielte Grok 4.7 einen Wert von 46,3 Prozent, während Grok 4.6 auf 40,4 Prozent und GPT-5.6 Sol Max auf 41,7 Prozent kamen; Claude Fable 5.1 führt den Test mit 51,8 Prozent an. Im Programmierbenchmark DeepSWE v1.1 erreichte das System 71,0 Prozent nach 65,2 Prozent beim Vorgänger.
Bei Terminal-Bench 4.0 kletterte das Ergebnis auf 38,0 Prozent gegenüber 20,3 Prozent bei Grok 4.6. The Decoder meldete unter Berufung auf Artificial Analysis abweichend 26 Prozent auf Terminal-Bench 4.0 und einen Wert von 46 im Artificial Analysis Intelligence Index, wobei Claude Fable 5.1 und GPT-6 jeweils 53 Punkte verbuchten; eine Gleichwertigkeit der Testkonfigurationen ist hierbei nicht belegt.
Im Benchmark EEBench belegte Grok 4.7 mit 64,0 Prozent den zweiten Platz hinter GPT-6 Astra. Im juristischen Test Harvey Legal Agent stieg die Quote auf 19,6 Prozent und bei HealthBench Professional auf 56,7 Prozent. Im Elo-Rating kam das Modell bei GDPval auf 1695 Punkte und bei AA-Briefcase auf 1657 Punkte.
Musk stufte Grok 4.7 als ungefähr auf Augenhöhe mit Claude Opus 5.0 ein, nicht jedoch mit Version Opus 5.1. Bei den Sicherheitsüberprüfungen passierten im HackerBench v0.3 lediglich 3,3 Prozent gefährlicher Dual-Use-Eingaben das System, während der Biosicherheits-Wert bei LatchBio bei 62,4 Prozent lag.
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Verfügbarkeit, Preise und Entwicklungsstufen
Grok 4.7 ist in der Grok-App, in Cursor, in Grok Build und über die xAI-API nutzbar. Zusätzliche Anbindungen bestehen über OpenRouter, Vercel, Cloudflare, Model-Router, Drittanbieter-Harnesses sowie in X und im Tesla-Dashboard.
Die Token-Preise bleiben gegenüber Grok 4.6 unverändert bei 2 US-Dollar pro 1 Million Input-Tokens und 6 US-Dollar pro 1 Million Output-Tokens. Bei Anfragen unter 200.000 Prompt-Tokens fallen 2 US-Dollar für reguläre Inputs, 0,50 US-Dollar für zwischengespeicherte Inputs und 6 US-Dollar für Outputs an.
Über der Schwelle von 200.000 Tokens liegen die Preise bei 4 US-Dollar, 1 US-Dollar sowie 12 US-Dollar. Für regionale Endpunkte in den USA berechnet xAI einen Aufpreis von 10 Prozent. Die Variante Grok 4.7 Fast verdoppelt Ausgabegeschwindigkeit und Token-Preis, ist aber exklusiv über Cursor und Grok Build verfügbar.
In der Produktplanung befindet sich Grok 4.8 im Training. Für ein folgendes Modell Grok 4.9 strebt xAI die Leistungsklasse von Astra und Fable an, während Grok 5 als künftiger Spitzenreiter ohne konkreten Zeitplan geführt wird. Termine für eine reguläre Verbraucher-App oder eine kostenlose Nutzungsstufe wurden nicht genannt.

