Grubhub testet ab nächster Woche erstmals in New Jersey die Essenszustellung per Drohne. Der Pilot mit Partner Dexa könnte Blaupause für den Nordosten der USA werden.
Ab 18. März können Kunden im Umkreis von vier Kilometern um den Food-Hall-Standort Wonder in Green Brook ihre Bestellung per autonomer Drohne erhalten. Der Clou: Es fallen keine Extrakosten an. Die Lieferung soll innerhalb von fünf bis acht Minuten nach Beladung erfolgen – bei einer Gesamtzeit von unter 30 Minuten.
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So funktioniert der Drohnen-Pilot
Das Pilotprogramm läuft drei Monate und testet die Alltagstauglichkeit. Kunden wählen die Option direkt in der Grubhub-App. Die Lieferung ist auf Bestellungen unter 1,8 Kilogramm beschränkt und täglich von 10:30 Uhr bis Sonnenuntergang verfügbar.
Die Drohne schwebt am Zielort und senkt das Essen per Seilzug herab. Wonder bietet als Multi-Restaurant-Küche ideale Testbedingungen: 15 verschiedene Restaurantkonzepte unter einem Dach erlauben Tests mit unterschiedlichen Speisen, Temperaturen und Verpackungen.
Die Technologie hinter dem Vorstoß
Grubhub setzt auf die DE-2020-Drohne des US-Herstellers Dexa. Das Unternehmen besitzt eine der wenigen FAA-Part-135-Lizenzen, die den Betrieb als Luftfahrtunternehmen erlaubt. Entscheidend: Dexa darf bereits außerhalb der Sichtweite in dicht besiedelten Gebieten fliegen.
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Vor jedem Start prüft geschultes Personal die sichere Verpackung. Die Flugrouten sind vorab genehmigt und sollen Lärm minimieren. „Die Integration in bestehende Apps und der Fokus auf Essenslieferungen unterscheidet diesen Pilot von anderen“, analysiert ein Marktbeobachter.
Warum der Nordosten das neue Testfeld ist
Bisher konzentrierten sich Drohnen-Tests in den USA auf Staaten wie Texas oder Arkansas – mit einfacherer Luftraumstruktur und besserem Wetter. Der dicht besiedelte Nordosten galt als zu komplex.
„Ein Erfolg in New Jersey wäre der Schlüssel für nationale Expansion“, erklärt ein Logistikexperte. Das Pilotprogramm sammelt Daten zu Wetterresilienz, Kundennachfrage und Effizienz in urbaner Umgebung. Grubhub will bei Erfolg den Service auf weitere Partner ausweiten.
Wettlauf um die autonome Zustellung
Der Markt für Drohnenlieferungen boomt. Zipline verkündete im Januar über zwei Millionen kommerzielle Lieferungen weltweit und erhielt 600 Millionen Euro für die Expansion. Wing, eine Alphabet-Tochter, will mit Walmart bis 2027 an über 270 Standorten liefern.
Grubhub setzt anders an: Statt Retail oder Supermärkten bedient der Dienst das hochfrequente Essensgeschäft, bei dem Geschwindigkeit und Temperatur entscheidend sind. Die Integration in die bestehende Plattform soll den Schritt vom Test zum Standard beschleunigen.
Bis Ende des Jahrzehnts, so Prognosen, könnte die Drohnenzustellung von Essen in US-Metroporen vom Nischenfeature zum Standard werden. Der Test in New Jersey zeigt, ob die Technologie alltagstauglich ist – und ob Kunden bereit sind, ihr Essen aus der Luft zu empfangen.





