Der chinesische Konzern Haier verfolgt eine klare Strategie: Statt isolierter Gadgets baut er ein komplett vernetztes Zuhause. Mit künstlicher Intelligenz (KI) und dem Internet der Dinge (IoT) will der weltgrößte Hausgerätehersteller Kühlschränke, Waschmaschinen und Klimaanlagen zu einem vorausschauenden Gesamtsystem verbinden. Dieser Ansatz könnte den hart umkämpften Smart-Home-Markt neu ordnen.
Vom Gerät zum intelligenten Ökosystem
Haier positioniert sich nicht als Hersteller einzelner smarter Lautsprecher, sondern als Anbieter einer durchgängigen Lebensumgebung. Unter dem Motto „Premium Intelligence, Forward Together“ treibt das Unternehmen die Integration voran. Die Geräte sollen nicht nur per App steuerbar sein, sondern durch Kommunikation untereinander und KI-gesteuerte Anpassung den Alltag erleichtern.
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Kern der Strategie ist die U+ Smart Life Platform, eine offene Plattform, die seit Jahren entwickelt wird. Sie dient als zentrale Schaltstelle, um verschiedenste vernetzte Produkte zu steuern – über die Apps hOn und HaiSmart. Nutzer können so ihre gesamte Haier-Gerätewelt vom Smartphone oder Fernseher aus managen.
KI als Treiber für Effizienz und Komfort
Die Intelligenz steckt im Detail: Neue Waschmaschinen erkennen automatisch Stoffart und Beladung, um das Programm zu optimieren. Kühlschränke mit „Smart Sense AI“ passen die Kühlung an Nutzungsgewohnheiten an und sparen Energie. Klimaanlagen lassen sich per Sprachbefehl steuern.
Eine Schlüsseltechnologie ist das „AI Eye“. Die aktuelle Version 2.0 verbessert die visuelle Erkennung von Geräten, damit sie ihre Umgebung und das Nutzerverhalten besser verstehen. Auf industrieller Ebene treibt Haier mit seiner Plattform COSMOPlat die digitale Fertigung voran. KI ermöglicht hier Massenindividualisierung, vorausschauende Wartung und höhere Effizienz in sogenannten Leuchtturmfabriken.
Globale Marktstrategie gegen die Fragmentierung
Während Tech-Giganten oft mit smarten Lautsprechern in den Markt drängen, setzt Haier auf seine starke Stellung im klassischen Hausgerätesektor. Zur Konzernfamilie gehören Marken wie GE Appliances und Fisher & Pykel. Dieses breite Portfolio bildet die Basis für ein geschlossenes Ökosystem.
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Das Ziel ist klar: Haier will das Problem der Zersplitterung lösen. Verbraucher müssen heute oft für jedes Gerät eine separate App nutzen. Haier bietet dagegen eine einheitliche Plattform für alle vernetzten Produkte – vom Kühlschrank bis zur Heizung. COSMOPlat erweitert diesen Ansatz, indem die Plattform auch anderen Unternehmen Digitalisierungslösungen bietet.
Die Zukunft: Ein vorausschauendes Zuhause
Die Richtung ist vorgegeben: Haier will den Anteil smarter Geräte in seinem Portfolio deutlich erhöhen. Neuheiten wie Kühlschränke mit magnetgesteuerter Frischetechnologie oder mehrtrommelige Waschmaschinen zeigen den Fokus auf hochwertige, intelligente Hardware.
Langfristig soll das Zuhause proaktiv und vorausschauend agieren. Die KI wird lernen, Bedürfnisse der Bewohner zu antizipieren – ohne explizite Befehle. Die Vernetzung mit Plattformen wie COSMOPlat bedeutet, dass die Intelligenz im Haus auch mit einer effizienteren Lieferkette verbunden ist. Haier baut nicht an einem Lautsprecher, sondern an einem Zuhause, das als eigenständige, lernende Einheit funktioniert.





