Handheld-Preise explodieren: AYANEO NEXT 2 kostet knapp 4.900 Euro

OneXPlayer und AYANEO setzen neue Maßstäbe bei Leistung und Preis. Günstigere Alternativen wie das Lenovo Legion Go S locken mit Rabatten.

Der Markt für portable Gaming-Hardware erlebt einen radikalen Wandel. Neue Handheld-PCs mit Spezialchips und innovativen Kühlsystemen katapultieren die Einstiegspreise weit über das Niveau klassischer Spielkonsolen.

OneXPlayer X2 Mini Pro: Flüssigkeitskühlung für die Hosentasche

Der OneXPlayer X2 Mini Pro ist ab sofort direkt bestellbar. Das Gerät setzt auf den AMD Ryzen AI Max+ 388 mit acht Kernen und Radeon 8060S Grafik – eine Abkehr von früheren Spekulationen, die auf die 16-Kern-Variante 395 hindeuteten.

Das Herzstück: ein 8,8 Zoll großes OLED-Display mit 1920×1200 Pixeln, 144 Hertz Bildwiederholrate und bis zu 1100 Nits Spitzenhelligkeit. Die Speicherausstattung beginnt bei 48 GB RAM und 1 TB SSD für umgerechnet rund 2.300 Euro. Die Spitzenkonfiguration mit 64 GB RAM und 2 TB SSD schlägt mit etwa 2.850 Euro zu Buhr – inklusive des optionalen Flüssigkeitskühlsystems „Frost Bay“, das Leistungsaufnahmen bis zu 120 Watt bewältigen soll. Die Auslieferung startet im August.

AYANEO NEXT 2: Neuer Rekord bei Handheld-Preisen

Noch einen drauf setzt der AYANEO NEXT 2: Die Flaggschiff-Konfiguration ist für umgerechnet knapp 4.900 Euro gelistet. Unter der Haube arbeitet der AMD Ryzen AI Max+ 395 mit Radeon 8060S Grafik und bis zu 128 GB LPDDR5X-8533 RAM.

Das Gerät bietet ein 8,4-Zoll-Display mit 120 Hertz und eine 2-TB-SSD. Branchenbeobachter führen die Verzögerungen in der Vorbestellungsphase auf die gestiegenen Kosten für Hochleistungsspeicher zurück.

Software-Optimierung: Nvidia und Entwickler ziehen nach

Doch nicht nur die Hardware treibt die Entwicklung. Nvidia veröffentlichte eine Vorschau seines ersten CUDA-Toolkits für RTX Spark – ein wichtiger Schritt für natives Windows-on-Arm-Gaming. Entwickler können damit Titel für ARM-basierte Systeme optimieren. SEGA hat bereits angekündigt, hochbudgetierte Spiele auf die RTX-Spark-Plattform zu bringen.

Auch die Software-Seite rüstet auf: Die Version 0.9.9.2 von Winhanced bringt ein neues Performance-Management für Handhelds. Highlights sind ein überarbeitetes HUD und ein „Endurance Gaming Mode“ für Intel-Geräte, der die Akkulaufzeit verbessert.

Benchmarks: ARM-Chips holen auf

Aktuelle Tests des Red Magic Astra 2 zeigen: Mobile ARM-Prozessoren werden zur ernstzunehmenden Konkurrenz. Mit Snapdragon 8 Elite Gen 5 und Adreno 840 GPU meistert das Tablet selbst anspruchsvolle x86-PC-Spiele per Emulation.

Im direkten Vergleich mit dem Ryzen Z2 Extreme-betriebenen ROG Ally X lieferten beide Geräte bei Grand Theft Auto V (720p, hohe Details) rund 70 Bilder pro Sekunde. Der Astra 2 benötigte dafür nur etwa 20 Watt – der Konkurrent das Doppelte. Allerdings: Unter Volllast überschritt das Tablet die 100-Grad-Marke.

Einstiegsklasse: Rabatte und günstige Alternativen

Während die Oberklasse neue Preisrekorde aufstellt, gibt es im Einstiegssegment Bewegung. Das Lenovo Legion Go S mit SteamOS und Ryzen Z2 Go Prozessor wurde auf umgerechnet rund 770 Euro reduziert – zuvor lag der Preis bei über 1.000 Euro.

Für Sparfüchse: GKD hat den 350H Ultra angekündigt. Das kompakte Gerät mit 3,5-Zoll-IPS-Display (1600×1440 Pixel) soll in China rund 100 Euro kosten. Und mit AMDs FSR 4.1 könnte die nächste Upscaling-Generation die Lebensdauer bestehender Handheld-Grafikchips verlängern – ein Upgrade-Paradox, das viele Spieler freuen dürfte.