Die Hardware-Branche bringt diese Woche eine Reihe neuer Gaming-Gehäuse und leistungsstarker Mini-Computer auf den Markt. Im Fokus stehen verbesserte Luftführungssysteme und Arbeitsspeicherkapazitäten, die speziell auf KI-Anwendungen zugeschnitten sind. MSI, GMKtec und Phanteks präsentieren Neuheiten, während Acer neue Workstations vorstellt und Hersteller Rabatte gewähren.
Innovative Gehäuse-Designs von MSI, Cooler Master und Phanteks
MSI hat am heutigen Samstag das MPG VIXTA 300 PZ auf den Markt gebracht. Das Gaming-Gehäuse besticht durch eine gebogene Glasfront und eine schwebende Bodenkonstruktion, die 75 Millimeter Platz für eine effiziente Luftzufuhr von unten schafft. Das Modell unterstützt ATX-, Micro-ATX- und Mini-ITX-Mainboards und nimmt Grafikkarten bis zu 420 Millimetern Länge auf. Die Preise beginnen bei 83 Euro für die schwarze Version ohne Lüfter und steigen auf 97 Euro für das weiße Modell mit drei vorinstallierten Lüftern.
Cooler Master erweiterte am Freitag seine High-Airflow-Serie um das HAF II 500. Das Gehäuse ist mit zwei 220-Millimeter-Einlasslüftern und einem 180-Millimeter-Auslasslüfter ausgestattet, die einen Luftdurchsatz von bis zu 203,8 CFM ermöglichen. In Nordamerika startet der Verkauf für umgerechnet rund 185 Euro. Europäische Kunden müssen sich bis September gedulden – der Preis liegt dann bei 184,99 Euro.
Phanteks präsentierte bereits am Donnerstag zwei servertaugliche Gehäuse für anspruchsvolle Profi-Bauten. Der Enthoo Pro 2 Server V2 unterstützt SSI-EEB-Mainboards und bis zu 15 Lüfter. Das Spitzenmodell Enthoo Elite Server bietet zwölf PCIe-Steckplätze und Platz für bis zu 29 Lüfter sowie zwei Netzteile. Die Preise liegen bei 199,99 Euro beziehungsweise 399,99 Euro. Für kompaktere Systeme brachte Cooler Master zudem das Zalman T6 MINI heraus – ein mATX-Gehäuse mit vorinstalliertem 80-Millimeter-Lüfter.
KI-Mini-PCs mit riesigem Arbeitsspeicher
GMKtec hat am Samstag eine neue Variante seines EVO-X2 Mini-PCs vorgestellt. Das Besondere: Stattliche 128 Gigabyte RAM und eine 1-Terabyte-SSD. Angetrieben wird das Gerät vom AMD Ryzen AI Max+ 395 mit integrierter Radeon-8060S-Grafik. Die Kombination zielt auf große Sprachmodelle (LLMs) und 3D-Rendering ab. Branchenkenner schätzen, dass das System spezielle MoE-Modelle mit etwa elf Tokens pro Sekunde verarbeiten kann. Die 128-GB-Version ist 150 Euro günstiger als das 2-TB-Modell, das aktuell bei 3.649 Euro liegt.
Acer kündigte am Freitag vier neue Veriton-Modelle an, darunter die Veriton RA110 AI Mini Workstation. Sie nutzt ebenfalls den Ryzen AI Max+ 395 und erreicht eine KI-Leistung von bis zu 126 TOPS. Der Arbeitsspeicher fasst 128 Gigabyte LPDDR5X. Die Serien Veriton Vero 6000 und 4000 setzen auf Intel Core Ultra Series 2 und unterstützen bis zu 64 Gigabyte DDR5-RAM.
Asus hat am Donnerstag den ExpertCenter PB64 auf den Markt gebracht. Der kompakte Mini-PC ist mit Prozessoren bis zum Intel Core Ultra 7 265 erhältlich. Die Konfigurationen starten bei umgerechnet rund 1.200 Euro für ein Modell mit Core Ultra 5 und 16 Gigabyte RAM und reichen bis zu etwa 1.480 Euro für die Ultra-7-Version.
Rabatte und Preistrends bei Komponenten
Mehrere Händler und Hersteller haben am Freitag die Preise für bestehende Kompaktsysteme gesenkt. Lenovo reduzierte den ThinkCentre Neo 50q Gen 6 mit Core Ultra 5 226V von 1.179 auf 949 Euro. Die Core-Ultra-7-Version kostet nun 1.279 Euro.
Der GEEKOM Air12 mit Intel N100 und 16 Gigabyte RAM ist bei Amazon für 299 Euro zu haben. GMKtec senkte den Preis des NucBox K8 Plus um 211 Euro auf 689 Euro.
Die aktuellen Marktbewegungen fallen in eine Phase steigender Komponentenpreise. Branchenbeobachter rechnen mit einem deutlichen Anstieg der Speicherkosten. Prognosen zufolge könnten die Preise für DDR5-RAM bis Jahresende um bis zu 130 Prozent steigen – eine Entwicklung, die auch deutsche Verbraucher und Systemintegratoren zu spüren bekommen dürften.

