Hark Pro: Neuer KI-Assistent erledigt Aufgaben eigenständig statt nur zu chatten

Harks neue KI-Software übernimmt digitale Alltagsaufgaben; eigene Geräte für Zuhause und Arbeitsplatz sind ab 2027 vorgesehen.

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Das von Brett Adcock gegründete Start-up Hark hat mit Hark Pro eine neue Software-Oberfläche für Künstliche Intelligenz veröffentlicht. Die Anwendung soll die herkömmliche Nutzung von Chatbots grundlegend verändern und agiert als proaktiver digitaler Assistent.

Das System ist plattformübergreifend im Web sowie für iOS und Android verfügbar. Neben einer kostenlosen Basisversion mit begrenztem Umfang bietet das Unternehmen zwei kostenpflichtige Abonnements an, die 20 US-Dollar pro Monat für eine zweifache Nutzung sowie 100 US-Dollar pro Monat für eine zehnfache Nutzung kosten.

Neues Bedienkonzept für automatisierte Aufgaben

Die Benutzeroberfläche von Hark Pro präsentiert sich im Vollbildformat mit einem zentralen Chatbereich und einem Eingabefeld. Auf der linken Seite informieren proaktive Karten über anstehende Genehmigungen, Belege, Zahlungen oder Flug-Check-ins. Ergänzt wird die Ansicht durch anpassbare Elemente, die als Mini-Dashboards und Widgets fungieren.

Der Assistent wartet nicht nur auf Befehle, sondern erkennt und erledigt alltägliche Aufgaben eigenständig. Dazu zählen das Bestellen von Mahlzeiten, das Begleichen von Rechnungen, die Reiseplanung, das Auflösen von Terminkonflikten, Buchungen von Fahrdiensten sowie die Suche nach passenden Zahnärzten auf Basis der jeweiligen Versicherung.

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Im Hintergrund greift das System auf einen Cloud-Computer namens Handoff zurück. Dieser kann bis zu 36 Browser zeitgleich betreiben, sich auf Millionen von Websites anmelden und persönliche Nutzerpräferenzen speichern. Die einzelnen Arbeitsschritte der Agenten werden im Chatprotokoll dokumentiert.

Hark setzt dabei auf ein Modell, das gezielt für die Steuerung und Nutzung von Computern trainiert wurde. Nutzer können den Zugriff auf E-Mails, Kalender, lokale Festplatten, Online-Konten sowie Kreditkarten individuell konfigurieren.

Datenschutz und langfristige Hardware-Pläne

Design-Lead Abidur Chowdhury, der zuvor unter anderem bei Apple tätig war, vergleicht Hark Pro mit der Einführung der grafischen Benutzeroberfläche des Macintosh für Personal Computer. Das Unternehmen betont dabei den Schutz der Privatsphäre.

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Hark versichert, keine Daten an Werbetreibende weiterzuleiten, und ermöglicht es Nutzern, hinterlegte Informationen jederzeit zu löschen. Um Vertrauen zu schaffen, lässt sich die Navigation des KI-Agenten in einem separaten kleinen Fenster nachvollziehen. Neben Chowdhury hat das Start-up weiteres Personal von Technologieunternehmen wie Apple und Tesla verpflichtet.

Gründer Brett Adcock, der zuvor die Unternehmen Archer Aviation und Figure aufbaute, strebt an, dass Hark künftig sämtliche Aufgaben auf einem Computer vollständig von Anfang bis Ende eigenständig abwickeln kann.

Über die Software hinaus bereitet das Start-up eine eigene Hardware-Reihe vor, die ab 2027 auf den Markt kommen soll. Geplant sind portable Geräte sowie Lösungen für das Zuhause und den Arbeitsplatz. Auf am Körper tragbare Geräte wie Kamerabrillen oder Ansteck-Clips verzichtet das Unternehmen dabei.

Die Mobilfunkanbindung soll der US-Telekomkonzern AT&T bereitstellen. Im Markt für agentenbasierte KI-Dienste trifft Hark unter anderem auf Meta Muse, das mit denselben Preisen arbeitet, sowie auf Dots von OpenAI. Zudem arbeitet OpenAI Medienberichten zufolge gemeinsam mit Jony Ive an einem 300 US-Dollar teuren Lautsprecher für das Jahr 2027.