Hark Pro: Neuer KI-Assistent überwacht E-Mails und Kalender selbstständig

Harks neuer Assistent verarbeitet Büro- und Alltagsaufgaben; im Online-Mind2Web-Test erzielt Handoff 97,7 Punkte.

•

Das von Figure-Gründer Brett Adcock ins Leben gerufene Startup Hark hat am 6. Oktober 2026 seinen proaktiven KI-Assistenten Hark Pro veröffentlicht. Die Software ist für das Web sowie für Mobilgeräte unter iOS und Android verfügbar. Das System analysiert E-Mails und Kalendereinträge selbstständig und unterbreitet Nutzerinnen und Nutzern konkrete Handlungsvorschläge, die lediglich über eine Freigabe per Ja oder Nein bestätigt werden müssen.

Proaktive Automatisierung von Alltags- und Büroaufgaben

Hark Pro bündelt die Interaktion in einem durchgehenden Chatverlauf mit persistentem Gedächtnis. Das Interface umfasst sogenannte Panels als Mini-Anwendungen sowie eine Projektfunktion für längerfristige Aufgabenstellungen und zeitlich terminierte Aufgaben. Für Transaktionen wie Bezahlvorgänge oder Kündigungen stehen Schaltflächen bereit, mit denen Freigaben mit einer einzigen Berührung erteilt werden können.

Funktionell übernimmt das Programm unter anderem die Bestellung von Lebensmitteln, das Begleichen von Rechnungen, die Buchung von Fahrten und Flügen sowie die Erstellung von Spesenabrechnungen neben der Verwaltung von E-Mails und Terminen. Die Plattform unterstützt direkte Anbindungen an Gmail, Slack, GitHub, LinkedIn, Notion, Amazon und PayPal. Reine Telefonanrufe sind nicht möglich, Sprache dient dem System ausschließlich als Eingabemethode.

Designchef Abidur Chowdhury, der zuvor bei Apple tätig war, setzt darauf, die Webnavigation des Agenten in einem kleinen Fenster sichtbar zu halten, um Transparenz und Vertrauen beim Nutzer aufzubauen. Hark positioniert sich dabei in Abgrenzung zu Wettbewerbern wie Meta und OpenAI und verspricht, auf Werbeeinblendungen sowie die kommerzielle Weitergabe von Daten zu verzichten.

Anzeige

Der Einsatz solch proaktiver KI-Systeme in Unternehmen erfordert eine genaue Kenntnis der rechtlichen Rahmenbedingungen und Fristen. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt für die EU-KI-Verordnung braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Dedizierter Cloud-Computer und Sicherheitsarchitektur

Für die Ausführung komplexer Arbeitsabläufe setzt das Unternehmen auf eine Funktion namens Handoff. Dabei handelt es sich um einen dedizierten virtuellen Rechner in der Cloud, der mit einem eigenen abgesicherten Browser, Dateisystem und Terminal arbeitet. Diese Umgebung kann bis zu sechs Browser zeitgleich steuern und sich nach Angaben von Hark auf Millionen Webseiten anmelden.

Im Benchmark-Test Online-Mind2Web erzielt Hark Handoff einen Wert von 97,7 Punkten und liegt damit vor Systemen wie GPT 5.4 mit 92,8 Punkten sowie Claude Opus 4.8 mit 84,1 Punkten. Die Behauptung von Gründer Brett Adcock, das System biete die weltbeste Computernutzung, liegt bislang allerdings ohne unabhängige Verifizierung vor.

Sicherheitsrelevante Informationen wie Kontodaten, Logins und Zahlungswege werden durchgängig Ende-zu-Ende verschlüsselt. Zugangsdaten und Kreditkarten werden in einem hauseigenen Datentresor hinterlegt. Nach Angaben des Unternehmens findet kein Verkauf persönlicher Daten statt.

Anzeige

Wo KI-Systeme sensible Daten und Risikoklassen berühren, stellt die EU-Gesetzgebung neue Regeln auf, die viele Verantwortliche noch nicht kennen. Dieser kostenlose Report klärt darüber auf, was Unternehmen beim Einsatz von KI jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum AI Act herunterladen

Finanzierung, Preisstruktur und Hardware-Pläne

Hark sicherte sich in einer Finanzierungsrunde 700 Millionen US-Dollar bei einer Gesamtbewertung von 6 Milliarden US-Dollar. Für Endanwender ist der Einstieg in den Dienst kostenlos möglich.

Die ersten 100.000 registrierten Personen erhalten den regulären Bezahlplan kostenfrei. Regulär verlangt das Startup für kostenpflichtige Abonnements 20 US-Dollar pro Monat für das zweifache Nutzungskontingent sowie 100 US-Dollar monatlich für das zehnfache Kontingent.

Über die reine Softwareanwendung hinaus plant Hark für das Jahr 2027 die Einführung einer eigenen KI-nativen Hardware, deren genaue Bauform das Unternehmen noch offenlässt. Die für die mobilen Funktionen benötigte Mobilfunkanbindung soll der US-Telekommunikationskonzern AT&T bereitstellen.