HarmonyOS 7: Huawei integriert KI-Agent Celia auf Systemebene

Huawei startet die HarmonyOS-7-Beta in China mit systemweiter Celia-KI, nativer Architektur und neuen Geräten wie dem Mate XT 2.

Huawei hat am 7. September 2026 die neueste Version seines Betriebssystems, HarmonyOS 7, präsentiert. Im Zentrum der technologischen Weiterentwicklung steht die tiefgreifende Integration des KI-Agenten Celia, der nun direkt auf Systemebene agiert. Gemeinsam mit dem neuen Betriebssystem stellte das Unternehmen Hardware-Neuheiten wie das Mate XT 2 vor, das als erstes Gerät mit dem neuen Kirin 9050 Pro Chipsatz ausgestattet ist.

KI-Integration durch Celia 2.0 und Agent Framework 2.0

Der System-KI-Agent Celia, auf dem chinesischen Markt unter dem Namen Xiaoyi bekannt, bildet das Herzstück von HarmonyOS 7. Durch die Einbindung in das Agent Framework 2.0 erhält die KI Zugriff auf über 2.100 Systemfunktionen, 500 spezialisierte Skills sowie mehr als 200 unterschiedliche Datentypen.

Huawei gibt an, dass Celia dadurch in der Lage sei, komplexe Aufgaben wie die automatische Anpassung von Lebensläufen oder die Durchführung von Interview-Simulationen zu übernehmen.

Technisch basiert der Assistent auf einem On-Device-Modell namens openPangu 2.0, einem Mixture-of-Experts-Modell (MoE) mit 30 Milliarden Parametern. Das System umfasst insgesamt rund 2.000 spezialisierte Agenten, wobei die Erfolgsquote beim Abschluss von Aufgaben laut Unternehmensangaben bei 90 Prozent liege.

Architekturwandel und Leistungsoptimierung

Mit HarmonyOS 7 vollzieht Huawei den endgültigen Schritt zu einer rein nativen Architektur. Das Betriebssystem basiert auf einem reinen Microkernel und verzichtet vollständig auf die Kompatibilität mit Android-Apps (APK).

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Zum Zeitpunkt der Vorstellung umfasst das Ökosystem rund 100.000 native Anwendungen bei einer Gesamtzahl von 400.000 Apps. Marktanalysen für das zweite Quartal 2026 beziffern den globalen Marktanteil von HarmonyOS auf 5 Prozent, während das System in China bereits einen Anteil von 24 Prozent erreicht habe.

Die Effizienz des Systems wird durch die sogenannte Ark Engine gesteigert. Diese soll die Gesamtleistung um 15 Prozent erhöhen und die Akkulaufzeit um durchschnittlich 36 Minuten verlängern.

Im Bereich der Speicherverwaltung führt Huawei den „Super Spatial Storage“ ein, der je nach Gerätekapazität zusätzlichen Speicherplatz freigibt: 22 Gigabyte bei 256-Gigabyte-Modellen, 51 Gigabyte bei 512-Gigabyte-Varianten und bis zu 109 Gigabyte bei der 1-Terabyte-Version.

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Zudem wird der Arbeitsspeicher virtuell um 3 Gigabyte RAM erweitert. Für den Gaming-Sektor verspricht der Hersteller eine um 40 Prozent gesteigerte Frame-Stabilität sowie eine 1,5-fache KI-basierte Super-Resolution.

Hardware-Innovationen und Kirin 9050 Pro

Die Veröffentlichung von HarmonyOS 7 erfolgt zeitgleich mit dem Marktstart neuer Hardware. Das Mate XT 2 nutzt den Kirin 9050 Pro, der erstmals die „Tao’s Law“ Logic-Folding-Technologie einsetzt. Diese Architektur ermögliche eine um 55 Prozent höhere Transistordichte bei gleichzeitigem Sinken des Stromverbrauchs der NPU um 66 Prozent.

In puncto Sicherheit führt Huawei das „Star Shield Security“-System ein, das einen dedizierten KI-Betrugsschutz beinhaltet. Preislich positioniert Huawei das Mate XT 2 ab 19.999 Yuan (circa 2.985 US-Dollar), während das Modell Pura X View ab 5.999 Yuan (circa 896 US-Dollar) angeboten wird.

Rollout und Verfügbarkeit

Huawei startete am 7. September 2026 eine öffentliche Beta-Phase für HarmonyOS 7. Diese umfasst zunächst über 50 Gerätetypen, darunter die Modellreihen Mate 70 und Mate 80, Pura 80 und Pura 90 sowie verschiedene Ausführungen der nova-Serie, der Mate-X-Faltphones und der MatePad-Tablets.

Insgesamt sind bereits 85 Millionen Geräte für das neue System registriert. Ein erweiterter Rollout für zusätzliche Geräte ist für Oktober vorgesehen, wobei die aktuelle Veröffentlichung auf den chinesischen Markt beschränkt bleibt.