Eine neue Welle unseriöser Haustürgeschäfte rollt durch den Bezirk Vöcklabruck. Die Polizei warnt aktuell vor aggressiven Vertretern, die mit überteuerten Dienstleistungen und irreführenden Verträgen Kunden überrumpeln wollen.
Besonders dreist zeigte sich eine Gruppe falscher Handwerker. Sie boten spontan Fassadenreinigungen an und verlangten für rund eine Stunde Arbeit 1.500 Euro. Die Polizei fahndet nach einem weißen Kleintransporter und einem 38-jährigen Hauptverdächtigen. Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
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Energie und Glasfaser: Die neuen Lockmittel der Drückerkolonnen
Neben Handwerkerleistungen haben sich zwei weitere Bereiche als lukrative Betrugsfelder etabliert: Energieverträge und Glasfaseranschlüsse. Die Vertreter geben sich oft als Mitarbeiter der örtlichen Stadtwerke aus. Sie behaupten, der alte Vertrag sei ungültig oder zu teuer.
Das Ziel: Sie wollen an Zählernummern und Bankdaten gelangen, um heimlich einen Anbieterwechsel einzuleiten. Häufig drängen sie Opfer, auf einem Tablet zu unterschreiben – angeblich nur für das Beratungsgespräch. In Wirklichkeit ist es ein neuer, langfristiger Vertrag.
So schützen Sie sich vor den psychologischen Tricks
Die Betrüger setzen auf Überrumpelung und Zeitdruck. Sie nutzen freundliches Auftreten, um Vertrauen zu erschleichen. Besonders ältere oder alleinlebende Menschen geraten ins Visier. Oft versuchen sie unter einem Vorwand, Zutritt zur Wohnung zu bekommen.
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Doch Verbraucher sind nicht schutzlos. Für Haustürgeschäfte gilt ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Dieser Widerruf ist formfrei möglich. Wurde nicht korrekt belehrt, kann sich die Frist sogar auf ein Jahr verlängern.
Prävention ist der beste Schutz: Diese Regeln gelten
Lassen Sie sich nie zu einer schnellen Entscheidung drängen. Unterschreiben Sie nichts unter Druck. Bitten Sie unangekündigte Besucher immer um einen Ausweis und prüfen Sie ihn. Seriöse Unternehmen kündigen Termine meist schriftlich an.
Führen Sie solche Gespräche nicht allein und lassen Sie keine Fremden in die Wohnung. Im Zweifel rufen Sie bei der angeblich vertretenen Firma an. Melden Sie verdächtige Vorfälle immer der Polizei – auch wenn kein direkter Schaden entstanden ist.




