Ein vierbeiniger Roboter namens HELIA soll ab sofort Ärzte und Pflegekräfte am Universitätsklinikum Würzburg entlasten. Das teilte das Klinikum am Donnerstag mit. In einem Pilotprojekt testet die Hautklinik, wie der Roboter-Hund durch Sprachbefehle Routineaufgaben übernehmen kann.
Sprachsteuerung für den Klinikalltag
Der Name HELIA steht für „Helfender Roboter im Klinikalltag“. Sein Einsatz ist Teil des Forschungsprojekts „Natural Language Integration of Robotics in Healthcare Facilities“ (NLP.bot). Ein Konsortium aus dem Uniklinikum Würzburg, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem FZI Forschungszentrum Informatik und dem Forschungszentrum Jülich entwickelt die Technologie. Das Bundesministerium für Forschung und Technologie fördert das Vorhaben mit 1,78 Millionen Euro.
Das Ziel ist ambitioniert: HELIA soll mündliche Anweisungen von autorisiertem Personal verstehen und ausführen. Langfristig könnte er Visiten begleiten und dabei die Dokumentation übernehmen – eine zeitraubende Aufgabe, die Ärzte heute noch selbst erledigen müssen.
Durch die Automatisierung dieser Routinetätigkeiten gewinnen Ärzte und Pflegekräfte mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung. Die intuitive Sprachsteuerung ist der Schlüssel, damit das Personal ohne technische Schulung mit HELIA interagieren kann.
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Pilotphase mit viel Neugier
Aktuell bewegt sich HELIA noch überwiegend per Fernsteuerung durch die Station H21/22 der Hautklinik. Die Entwickler trainieren das System intensiv auf die Abläufe und die räumliche Umgebung der Station. Trotz der mechanischen Bewegungen und der hörbaren Schritte auf dem Klinikboden stößt der rot-silberne Roboter auf große Neugier. Das Klinikum berichtet von einer positiven Aufnahme durch Mitarbeiter, Patienten und Besucher.
Die Pilotphase ist auf drei Jahre angelegt. In dieser Zeit wollen die Forscher Daten zur Leistung, Sicherheit und Praxistauglichkeit von HELIA in sensiblen klinischen Abläufen sammeln. Das Feedback der Ärzte und Pflegekräfte, die Seite an Seite mit dem Roboter arbeiten, ist für die Weiterentwicklung entscheidend.
Roboter gegen den Personalmangel
Der Einsatz in Würzburg ist Teil eines europäischen Trends. Kliniken setzen zunehmend auf Technologie, um dem chronischen Personalmangel und der wachsenden Bürokratie zu begegnen. Während fahrerlose Transportsysteme bereits verbreitet sind, markieren „soziale“ Roboter mit Sprachinteraktion wie HELIA einen technologischen Sprung.
Die Beteiligung großer Forschungseinrichtungen deutet darauf hin, dass ein skalierbares Modell entwickelt werden soll. Könnte HELIA also zum Vorbild für viele Kliniken werden?
Der Weg zur Autonomie
In den kommenden Monaten soll HELIA von der Fernsteuerung zu einem semi-autonomen Betrieb übergehen. Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, ob der Roboter komplexe medizinische Terminologie und Anweisungen in der lauten Klinikumgebung zuverlässig versteht.
Sollte der dreijährige Pilotversuch erfolgreich verlaufen, könnten die entwickelten Technologien als Blaupause für eine neue Generation von Assistenzrobotern dienen. Denkbar wäre ein Einsatz dann auch auf Intensivstationen oder in Notaufnahmen, wo Effizienz besonders zählt.
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