Hero Links in OneDrive: Microsoft bündelt Freigaben in einem Hauptlink

Microsoft ergänzt OneDrive um KI-Analysen, vereinheitlichte Freigabelinks, Browser-Editoren und Synchronisierung für bis zu eine Million Elemente.

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Auf seiner vierten jährlichen Veranstaltung rund um OneDrive und Copilot hat Microsoft umfangreiche Neuerungen für seinen Cloud-Speicherdienst angekündigt.

Die Aktualisierungen umfassen erweiterte Analysefähigkeiten durch künstliche Intelligenz, ein grundlegend überarbeitetes Freigabesystem namens Hero Links, die Synchronisierung von bis zu 1 Mio. Elementen sowie integrierte Bearbeitungswerkzeuge für HTML- und Markdown-Dateien. Während ausgewählte Funktionen unmittelbar bereitstehen, erfolgt der weitere Rollout schrittweise über die kommenden Monate.

Erweiterte Datenanalyse und Suche mit Copilot

Im Zentrum der Neuerungen steht der Ausbau von Microsoft Copilot innerhalb der Webversion von OneDrive for Business. Der KI-Assistent kann künftig mehrere Tabellenblätter parallel analysieren, Trends identifizieren, Diagramme erstellen und Projektordner strukturieren. Zudem lassen sich Dokumente automatisiert in interaktive HTML-Berichte überführen.

Nutzer können individuelle Copilot-Fähigkeiten als Markdown-Dateien sichern und auf eine neue Prompt-Galerie zugreifen. Die Nutzung setzt eine Lizenz für Microsoft 365 Copilot voraus und berücksichtigt die bestehenden Zugriffsrechte. Laut einer Mitteilung an Administratoren startete die öffentliche Testphase im Spätsommer, die allgemeine Verfügbarkeit ist für Ende Dezember 2026 vorgesehen.

Ergänzend dazu führt Microsoft Copilot Search ein, das ab Oktober 2026 in einer Vorschau für das Web bereitsteht und ab Januar 2027 breiter verteilt werden soll. Für Mobilgeräte unter iOS ist bis Ende Oktober 2026 eine Funktion vorgesehen, mit der sich Copilot gezielt zu PDF-Inhalten befragen lässt.

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Ab Mitte November 2026 können zudem neue Agenten über den Copilot Agent Builder erstellt werden, während das bisherige Format mit der Endung .agent im April 2027 ausläuft.

Parallel passt Microsoft die Benutzeroberfläche an: Zwischen Mitte November und Anfang Dezember 2026 werden spezifische Copilot-Schaltflächen aus dem Kontextmenü des Windows-Dateiexplorers entfernt. Die Funktionen bleiben stattdessen über einen zentralen Aufruf, die Explorer-Startseite sowie das Aktivitätscenter erreichbar.

Hero Links reformieren die Dateifreigabe

Mit den sogenannten Hero Links führt Microsoft die nach eigenen Angaben dritte Generation der Linkfreigabe ein. Es handle sich um die größte Überarbeitung dieser Funktion seit der Einführung des Link-Sharings in SharePoint Online im Jahr 2014. Anstelle verschiedener Adressen generiert das System künftig einen einheitlichen Hauptlink pro Datei oder Ordner – unabhängig davon, ob dieser über das Freigabemenü, per E-Mail oder aus der Adresszeile des Browsers kopiert wird.

Rechte lassen sich nachträglich anpassen, ohne dass ein neuer Link erzeugt werden muss. Standardmäßig ist der Zugriff auf Personen beschränkt, die der Datei bereits hinzugefügt wurden; Administratoren können die Standardzielgruppen jedoch vorgeben. Ältere Verknüpfungen bleiben in einem separaten Bereich weiterhin gültig. Der Rollout von Hero Links läuft bis November 2026 und erfordert keine manuellen Eingriffe.

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Integrierte Editoren und Systemoptimierungen

Für Text- und Webformate bringt das Update direkte Bearbeitungsoptionen im Browser: HTML-Dateien können nun unmittelbar in der gerenderten Ansicht bearbeitet werden, unterstützt durch eine geteilte Bildschirmansicht mit Quelltext sowie einen Präsentationsmodus.

Markdown-Dateien erhalten einen visuellen Editor mit Formatierungsleiste, standortbezogenen Kommentaren und Unterstützung für die gleichzeitige Bearbeitung durch mehrere Personen in Echtzeit.

Um Fehler durch zu lange Dateipfade zu reduzieren, erhalten Administratoren die Möglichkeit, OneDrive-Ordnernamen zu verkürzen. Verknüpfungen wandern künftig standardmäßig in einen designierten Shortcuts-Ordner, der plattformübergreifend synchronisiert wird.

Für IT-Verwalter stellt Microsoft zudem ein neues Befehlszeilenwerkzeug namens OneDrive Sync CLI in einer Vorschau bereit, das detaillierte System- und Backupprüfungen mit strukturierter Datenausgabe ermöglicht. Abgerundet wird das Maßnahmenpaket durch neue Fotofunktionen wie eine Suche in natürlicher Sprache, kartenbasierte Übersichten und automatisierte KI-Präsentationen.