Honor Robot Phone: Smartphone mit mechanischem Gimbal ab August

Honor, Insta360 und DJI präsentieren innovative Kamera-Gadgets. Auch Samsung und Apple zeigen neue Smartphone-Features für Videoaufnahmen.

Der Markt für mobile Videografie erlebt einen beispiellosen Innovationsschub. Gleich mehrere Hersteller haben in dieser Woche neue Geräte vorgestellt, die mit integrierten mechanischen Stabilisierungssystemen und hochauflösender Optik die Grenzen des Machbaren verschieben. Besonders spannend: Der Wettbewerb zwischen etablierten Größen wie DJI und aufstrebenden Herausforderern wie Honor und Insta360 verschärft sich rasant.

Honor Robot Phone: Smartphone mit eingebautem Kardangelenk

Am 24. Juli 2026 präsentierte Honor das Robot Phone – ein Gerät, das mit einem mechanischen Gimbal mit vier Freiheitsgraden aufwartet. Das aus Titanlegierung gefertigte System ist nach Angaben des Herstellers 70 Prozent kleiner als herkömmliche externe Stabilisierungseinheiten. Angetrieben wird das Smartphone vom Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 und läuft auf dem AgenticOS, einem multimodalen KI-Betriebssystem.

Die Kameraausstattung liest sich beeindruckend: Ein 200-Megapixel-Hauptsensor und ein ebenfalls 200-Megapixel-Periskopobjektiv sorgen für gestochen scharfe Aufnahmen. In Zusammenarbeit mit ARRI entstand der Master Cinema Mode, der filmisches 25fps-Recording ermöglicht. Besonders praktisch: Schärfentiefe und Fokus lassen sich noch nach der Aufnahme anpassen. Nach einer offiziellen Launch-Veranstaltung am 28. Juli soll das Robot Phone ab August zu einem Preis von rund 2.100 Euro in den Handel kommen.

Insta360 vs. DJI: Duell der Gimbal-Kameras

Einen Tag später, am 25. Juli 2026, betrat Insta360 mit der Luna Ultra die Bühne. Die kompakte Gimbal-Kamera tritt direkt gegen die etablierte DJI Osmo Pocket-Serie an. Ihr Herzstück: ein 8K-Sensor und eine in Zusammenarbeit mit Leica entwickelte Dual-Kamera. Der optische 3-fach-Zoom lässt sich per In-Sensor-Technologie auf bis zu 12-fache Vergrößerung erweitern.

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal des rund 740 Euro teuren Geräts ist der abnehmbare OLED-Touchscreen, der sich kabellos als Fernbedienung nutzen lässt – auf eine Entfernung von bis zu 18 Metern.

Doch DJI lässt sich nicht lumpen. Der Osmo Pocket 4 setzt auf Hochgeschwindigkeitsaufnahmen und professionelle Farbworkflows. Ein 1-Zoll-CMOS-Sensor ermöglicht 4K-Video mit 240 Bildern pro Sekunde für butterweiche Zeitlupen. Mit 107 Gigabyte internem Speicher und 10-Bit-D-Log für hohe Dynamikbereiche richtet sich das Gerät an ambitionierte Videografen. Der Basispreis liegt bei rund 460 Euro, das Creator Combo inklusive DJI Mic 3 bei 585 Euro. Und DJI hat bereits einen leistungsstärkeren Osmo Pocket 4P angedeutet – die offizielle Vorstellung ist für den 30. Juli 2026 geplant.

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Samsung und Apple: Großsensoren und Kinofeeling

Auch die Smartphone-Giganten mischen kräftig mit. Auf einem Galaxy Unpacked-Event in London am 24. Juli enthüllte Samsung das Galaxy Z Fold 8 und das Z Fold 8 Ultra. Das Ultra-Modell für rund 2.000 Euro bietet eine 200-Megapixel-Hauptkamera und 8K-Video. Beide Falt-Handys nutzen den Snapdragon 8 Elite Gen 5 und eine My Fan Cam-Funktion für verbesserte Videoaufnahmen. Der Verkaufsstart ist für den 7. August terminiert.

Apple setzt derweil auf kreative Partnerschaften, um die Profi-Tauglichkeit des iPhone 17 Pro zu demonstrieren. Der Kurzfilm „Nido de Villanas“, produziert mit Televisa, wurde komplett auf dem iPhone 17 Pro Max gedreht. Die 14 vertikalen Episoden zeigen, was die 4K-ProRes-Videoaufnahme und die Stabilisierung des Geräts leisten. Die Triple-Kamera mit drei 48-Megapixel-Sensoren und einem neuen 4-fach-Teleobjektiv untermauert Apples Anspruch im Videobereich.

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KI als Treiber der nächsten Stabilisierungs-Generation

Der Trend zu immer ausgefeilteren Stabilisierungssystemen geht Hand in Hand mit der Integration künstlicher Intelligenz. Bereits auf der WAIC 2026 Anfang Juli zeigten chinesische Hersteller wie Honor, Nubia und StepFun Smartphones mit integrierten KI-Agenten, die komplexe Aufgaben – darunter auch die Kamerasteuerung – übernehmen.

Branchenberichten zufolge haben Apple, Huawei, Xiaomi und Samsung bereits regulatorische Unterlagen für KI-Implementierungen auf dem Gerät eingereicht. Diese Systeme sollen künftig mit den neuen Gimbal-Hardwaren zusammenarbeiten, um die Objektverfolgung zu verbessern und automatisierte Kameraführung zu ermöglichen. Die Zukunft der mobilen Videografie verspricht nicht nur stabilere, sondern auch intelligentere Bilder.