Ein chinesischer Nutzer namens Zhang hat Vorwürfe gegen den Smartphone-Hersteller Honor zurückgenommen, wonach eine Softwarefunktion namens „Magic Pictorial“ während eines Notfalls die Notrufabsetzung verhindert haben soll. Nach einem persönlichen Gespräch mit Vertretern des Unternehmens stellte Zhang klar, dass sein Vater, der an einem Hirninfarkt leidet, das Honor-Telefon in der fraglichen Nacht normal nutzen konnte, um Hilfe zu rufen.
Ursprung des Vorwurfs
Zhang hatte zuvor öffentlich behauptet, sein Vater habe wegen der Funktion „Magic Pictorial“ keinen Notruf über die Nummer 120 absetzen können. Die Aussage sorgte für Aufsehen und belastete das Markenimage von Honor.
Nach eigenen Angaben hatte Zhang aus emotionaler Überforderung gehandelt, ausgelöst durch den familiären Schicksalsschlag rund um die Erkrankung seines Vaters. Er räumte ein, das Telefon in diesem Zustand fälschlich verantwortlich gemacht zu haben, und erklärte, seine ursprüngliche Veröffentlichung entspreche nicht den Tatsachen.
Klarstellung nach persönlichem Gespräch
Wie mehrere chinesische Medien berichteten, suchten Honor-Mitarbeiter Zhang persönlich auf, um den Vorfall zu klären. Im Beisein Dritter bestätigte Zhang anschließend, dass sein Vater am Vorfalltag durchgehend in der Lage war, mit dem Honor-Gerät Notrufe abzusetzen.
Konkret gab er an, sein Vater habe in der Nacht gegen 4 Uhr mit einem Honor X70 erfolgreich einen Notruf abgesetzt, ohne durch die Funktion „Magic Pictorial“ beeinträchtigt worden zu sein. Der eigentliche Rettungsablauf habe demnach nichts mit der Telefonfunktion zu tun gehabt.
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Honor-Mitarbeiter suchten Zhang nach eigenen Angaben nachmittags auf und ließen vor Ort eine schriftliche Klarstellungserklärung ausdrucken, die Zhang anerkannte. In seiner öffentlichen Stellungnahme entschuldigte sich Zhang sowohl für die unwahren Inhalte seiner ursprünglichen Behauptung als auch für die Auswirkungen, die der Vorfall auf das Markenimage von Honor gehabt habe.
Reaktion des Unternehmens
Honor erklärte im Anschluss an die Klärung, der Vorfall habe dem eigenen Markenimage zwar geschadet, das Unternehmen verzichte jedoch aus humanitären Gründen auf die Geltendmachung weiterer Ansprüche wegen Markenschädigung.
Diese Haltung wurde in mehreren Berichten übereinstimmend wiedergegeben und als Verzicht auf rechtliche Schritte gegenüber Zhang eingeordnet, dessen familiäre Situation durch die Erkrankung seines Vaters als belastend beschrieben wurde.
Einordnung
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Der Fall zeigt, wie schnell sich Vorwürfe gegen technische Produkte im Zusammenhang mit Notfällen verbreiten können, bevor eine Klärung erfolgt ist. Für Honor bedeutete die ursprüngliche Behauptung eine potenzielle Belastung des Markenimages, insbesondere weil es um eine sicherheitsrelevante Funktion in einer akuten Notsituation ging.
Die nachträgliche Richtigstellung durch den Betroffenen selbst, verbunden mit einer öffentlichen Entschuldigung, dürfte zur Entlastung des Unternehmens beigetragen haben. Honor selbst verzichtete trotz des entstandenen Schadens für das eigene Image auf juristische Konsequenzen und begründete dies mit der schwierigen persönlichen Lage der betroffenen Familie.

