HP DeskJet 2920: Der Drucker im Schatten des KI-Booms

Der HP DeskJet 2920 zeigt als preiswerter Multifunktionsdrucker die stabile Nachfrage nach Standard-Hardware trotz KI-Boom und steigender Speicherchipkosten.

Während NVIDIA, AMD und Apple mit Rekordumsätzen und KI-Chips die Schlagzeilen dominieren, bleibt ein Gerätetyp im Alltag unverzichtbar: der günstige Multifunktionsdrucker. Der HP DeskJet 2920 steht stellvertretend für ein Marktsegment, das scheinbar unspektakulär, aber für Millionen Haushalte und kleine Büros essenziell ist. Die globale Halbleiterindustrie wird 2026 laut Gartner voraussichtlich die Marke von 1,3 Billionen Euro überschreiten – ein Plus von 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In diesem rasant wachsenden Ökosystem liefern selbst einfache Peripheriegeräte einen wichtigen Maßstab für die Breite der Hardware-Ökonomie.

Technische Daten: Solide Basis für den Alltag

Der HP DeskJet 2920 ist als preisgünstige Lösung für gelegentliches Drucken, Scannen und Kopieren konzipiert. Die empfohlene monatliche Auslastung liegt bei rund 100 Seiten, die maximale Belastungsgrenze bei bis zu 1.000 Seiten pro Monat. Die Druckgeschwindigkeit beträgt bis zu 7,5 Seiten pro Minute in Schwarzweiß und 5,5 Seiten in Farbe. Die erste Schwarzweiß-Seite erscheint nach etwa 16 Sekunden.

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In europäischen Märkten wie der Schweiz und Belgien ist das Gerät derzeit für Preise zwischen 49 Euro und 59 Schweizer Franken erhältlich. Zur Ausstattung gehören integriertes WLAN sowie die Möglichkeit zum mobilen Drucken über verschiedene Apps. Bis zu drei Nutzer können gleichzeitig darauf zugreifen – ideal für Wohngemeinschaften oder kleine Arbeitsbereiche.

Patronen und Sicherheitsfeatures im Fokus

Der DeskJet 2920 verwendet Tintenpatronen der HP-308-Serie. Die Optionen im Überblick:

  • HP 308e Black: Reichweite von etwa 320 Seiten
  • HP 308 Black: Standardkapazität mit rund 160 Seiten
  • HP 308 Three-Color: Rund 120 Seiten für Farbdokumente
  • Mehrfachpackungen: Kombinierte Schwarz- und Farbpatronen erhältlich

Das Gerät verfügt über dynamische Sicherheitsmaßnahmen, die den Einsatz von Original-HP-Patronen sicherstellen sollen. Patronen mit nicht autorisierten Chips oder modifizierter Elektronik werden blockiert. Diese Schutzmechanismen werden regelmäßig durch Firmware-Updates aktualisiert. Zudem unterstützt der Drucker den Abo-Dienst HP Instant Ink, der Tinte automatisch nach Verbrauch nachliefert.

Der große Kontrast: KI-Hardware vs. Büroalltag

Während der DeskJet 2920 preislich stabil bleibt, zeichnet sich bei Speicherbausteinen eine drastische Entwicklung ab. Branchenprognosen zufolge könnten die Preise für DRAM um 125 Prozent und für NAND-Flash um 234 Prozent im Laufe des Jahres 2026 steigen – mit direkten Auswirkungen auf die Produktionskosten aller elektronischen Geräte.

Im High-End-Segment vermeldete Apple für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 111,2 Milliarden Euro. Treiber war unter anderem die M5-Chip-Serie, die KI-Aufgaben bis zu 9,5-mal schneller verarbeitet als der ursprüngliche M1. Parallel dazu senkten große Händler wie Amazon die Preise für M5-MacBook-Pro-Modelle auf Rekordtiefs – Rabatte von bis zu 270 Euro gegenüber den Einführungspreisen.

Auf der gamescom latam in São Paulo präsentierte NVIDIA Ende April die RTX 5090 Founders Edition mit fortschrittlichem Path Tracing und dem neuen DLSS 4. Der Kontrast zwischen dieser High-End-Welt und dem bescheidenen DeskJet 2920 zeigt die zunehmende Spaltung der Tech-Branche: spezialisierte KI-Hardware wächst rasant, während Standard-Elektronik für den Massenmarkt ihren festen, aber unspektakulären Platz behauptet.

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AMD auf Rekordkurs

Auch AMD meldet Erfolge: Die Aktie erreichte am 1. Mai mit über 330 Euro ein Allzeithoch. Das Unternehmen hält neun der zehn Spitzenplätze in den aktuellen CPU-Verkaufscharts. Besonders gefragt ist die X3D-Serie mit 3D-V-Cache-Technologie. Der Ryzen 9 9950X3D2 kostet rund 820 Euro und bietet spezielle Leistungsvorteile für Simulationen und kompetitives Gaming – allerdings nur in CPU-limitierten Szenarien.

Während Verbraucherdrucker wie der DeskJet 2920 den Massenmarkt bedienen, kämpft die Unternehmensbranche mit langen Lieferzeiten für Spezialhardware. Die Beschaffungszeiten für High-End-GPUs liegen derzeit zwischen 12 und 20 Wochen, da Rechenzentrumsbetreiber große Teile der verfügbaren Kapazitäten vertraglich gebunden haben. Diese Angebotsverknappung ist ein wesentlicher Treiber des prognostizierten Umsatzsprungs in der Halbleiterindustrie.

Ausblick: Was bringt die zweite Jahreshälfte?

AMD hat die Ryzen-AI-Halo-Mini-PCs, darunter das Modell Halo Box, für Juni 2026 angekündigt. Sie sollen mit dem Ryzen AI Max+ 395 Prozessor ausgestattet sein, der 16 Zen-5-Kerne mit leistungsstarker integrierter Grafik kombiniert – ein direkter Angriff auf den aufkommenden Markt der KI-PCs.

Für das Drucker- und Peripheriesegment dürfte die Bewältigung steigender Kosten für Speicher- und Logikchips im Vordergrund stehen. Während Modelle wie der HP DeskJet 2920 derzeit ein stabiles technisches Profil bieten, könnten die steigenden NAND- und DRAM-Preise künftige Versionen von Heimbüro-Hardware verteuern. Analysten beobachten zudem Apples angekündigten Übergang zu 2nm-M6-Chips und OLED-Displays für Notebooks, der für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet wird. Die Balance zwischen margenstarker KI-Hardware und volumenstarken Verbrauchergeräten wird die strategischen Entscheidungen der großen Technologiekonzerne auch im weiteren Jahresverlauf prägen.