HP setzt auf lokale KI: Neue PCs mit 85 TOPS Rechenleistung

HP präsentiert leistungsstarke KI-PCs und die HP IQ-Softwareplattform für lokale, datenschutzkonforme Anwendungen im Unternehmen.

Mit der neuen HP IQ-Softwareplattform und einer Gerätegeneration, die bis zu 85 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) auf einem einzigen neuronalen Prozessor leistet, will das Unternehmen die Art und Weise verändern, wie Unternehmen KI nutzen. Der Fokus liegt dabei auf Datenschutz und Offline-Fähigkeit – ein entscheidender Vorteil für deutsche Unternehmen mit strengen Compliance-Vorgaben.

Revolution im Taschenformat: Der erste KI-PC in einer Tastatur

Die Leistungssprünge sind beachtlich. Während frühere Modelle mit 40 bis 60 TOPS arbeiteten, setzt die neue EliteBook X G2 Serie auf den Snapdragon X2 Elite-Chip und knackt die 85-TOPS-Marke. Das ermöglicht mehrere KI-Anwendungen gleichzeitig, ohne den Hauptprozessor zu belasten.

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Besonders innovativ: das EliteBoard G1a. HP beschreibt es als den weltweit ersten vollwertigen KI-PC, der komplett in eine Tastatur integriert ist. Das Gerät richtet sich an Führungskräfte, die in beengten Umgebungen oder auf Reisen auf leistungsstarke lokale KI angewiesen sind.

Auf der Verbraucherseite hat HP die OmniBook-Reihe überarbeitet. Das OmniBook Ultra 14 besteht aus geschmiedetem Aluminium und hat 20 militärische Haltbarkeitstests bestanden. Das OmniBook 3 16 mit Snapdragon X-Architektur erreicht eine Akkulaufzeit von bis zu 45 Stunden – ein neuer Rekord für OLED-Laptops.

HP IQ: Die Software, die alles orchestriert

Die eigentliche Neuerung ist jedoch die Software. Die im März vorgestellte HP IQ-Plattform basiert auf einem lokalen Modell mit 20 Milliarden Parametern. Sie fungiert als zentrale Steuerungseinheit für PCs, Drucker und Kollaborationsgeräte.

Drei Funktionen stehen im Mittelpunkt:
Dokumentenanalyse: Zusammenfassungen und Inhaltserstellung, ohne dass Daten das Gerät verlassen
Notizorganisation: Automatische Strukturierung und Verknüpfung von Informationen
Meeting-Support: Intelligente Unterstützung während Videokonferenzen

Die Funktion „Ask IQ“ erlaubt die Interaktion per Text oder Sprache. IT-Abteilungen behalten über die Workforce Experience Platform (WXP) die Kontrolle über unternehmenseigene Daten.

Mit NearSense hat HP zudem ein räumliches Intelligenzsystem entwickelt – in Zusammenarbeit mit Google. Es ermöglicht nahtlosen Dateiaustausch und proximity-basierte Verbindungen. Ein Beispiel: Der PC erkennt automatisch eine nahegelegene Poly-Studio-Videobar, und der Nutzer tritt per Klick einer Konferenz bei.

Workstations für Höchstleistungen

Für Entwickler und Datenwissenschaftler hat HP die Z8 Fury Workstation aufgerüstet. Sie unterstützt bis zu vier NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell-GPUs – ideal für lokales KI-Training und komplexe Simulationen.

Auch im Gaming-Bereich unter der Marke HyperX gibt es Neues. Der OMEN MAX 16 Laptop mit Intel Core Ultra 200HX und NVIDIA GeForce RTX 5090 nutzt OMEN AI zur Echtzeit-Optimization von Temperatur und Spieleinstellungen. Das „Tempest“-Kühlsystem mit Flüssigmetall-Wärmeleitpaste und einer Drei-Lüfter-Dampfkammer bewältigt die 300 Watt Leistungsaufnahme der High-End-Komponenten.

Überraschend: HP bringt generative KI auch in Drucker. Neue LaserJet Pro und Enterprise-Geräte integrieren Microsoft 365 Copilot. Sie fassen Dokumente automatisch zusammen und übersetzen sie direkt am Gerät. Zudem bieten sie laut HP die erste quantenresistente Sicherheit im Mittelstandsmarkt – ein wichtiger Schritt angesichts wachsender Cyberbedrohungen.

Marktentwicklung: KI-PCs auf dem Vormarsch

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Im ersten Geschäftsquartal (Ende Januar) erzielte HP einen Umsatz von 14,4 Milliarden Euro – ein Plus von 6,9 Prozent im Jahresvergleich. Das Personal-Systems-Segment mit den KI-PCs wuchs um 11 Prozent. Haupttreiber: der Windows-11-Erneuerungszyklus und die steigende Nachfrage nach lokaler KI.

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Bereits 35 Prozent aller ausgelieferten HP-Geräte sind KI-fähig – vor einem halben Jahr waren es erst 25 Prozent. Unternehmen rüsten offenbar gezielt auf, bevor der Support für ältere Betriebssysteme ausläuft.

Doch die Profitabilität leidet. Steigende Speicherkosten und handelspolitische Unsicherheiten belasten die Margen. Zwar steigen die Durchschnittsverkaufspreise dank der Premium-KI-Geräte, doch die teuren Komponenten – insbesondere der für lokale Modelle benötigte Arbeitsspeicher – drücken auf die Ergebnisse. HP hat daher die Jahresprognose am unteren Ende der Erwartungen angesetzt.

Ausblick: Was 2026 noch kommt

Die Auslieferung der neuen Gerätegeneration wird sich bis in die zweite Jahreshälfte 2026 ziehen. Erste Nutzer haben bereits im Frühjahr Zugang zur HP IQ-Plattform erhalten; der breite Rollout ist für den Sommer geplant. Neue Modelle wie das EliteBook 6 G2q und weitere EliteBook X G2-Konfigurationen sollen zwischen Juli und Herbst 2026 auf den Markt kommen.

HP investiert zudem in das AI Studio und das GenAI Lab – entwickelt gemeinsam mit NVIDIA. Das Ziel: nicht nur Hardware zu liefern, sondern eine Plattform für lokale KI-Entwicklung bereitzustellen. Ob diese Strategie aufgeht, wird davon abhängen, ob HP die hohen Komponentenkosten mit den Produktivitätsgewinnen der lokalen Intelligenz in Einklang bringen kann.