HP ZGX Fury G1n: Workstation führt KI-Modelle mit bis zu 1 Billion Parametern aus

Die neue HP-Workstation verarbeitet KI-Modelle lokal und soll sensible Unternehmensdaten ohne externe Cloud-Dienste schützen.

•

HP Japan hat eine neue Desktop-Workstation für Entwickler von künstlicher Intelligenz angekündigt. Die unter dem Namen HP ZGX Fury G1n AI Station vorgestellte Tower-Einheit setzt auf den GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip von Nvidia sowie 748GB coherent memory.

Der Verkaufsstart ist für den 27. Oktober angesetzt, wobei der Einstiegspreis bei 28.490.000 Yen inklusive Steuern liegt. Das System ist darauf ausgelegt, anspruchsvolle Entwicklungs- und Trainingsschritte direkt am Arbeitsplatz auszuführen.

Technische Basis für große Sprachmodelle

Das Herzstück der Workstation bildet Nvidias GB300-Superchip, welcher eine Blackwell Ultra GPU mit einer 72-Kern Grace CPU auf Basis von Arm Neoverse V2 zusammenführt.

Der gemeinsame Speicherbereich von 748GB unterteilt sich in 496GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher für den Prozessor und 252GB schnellen HBM3e-Speicher für den Grafikprozessor.

Durch diese Speicherkapazität ermöglicht das System lokale Inferenzen für Modelle mit einem Umfang von bis zu 1 Billion Parametern. Zudem erlaubt die Plattform das Fine-Tuning von Modellen mit mehr als 100 Mrd. Parametern. Die Hardware ist laut Hersteller so dimensioniert, dass auch mehrere Entwickler parallel auf der Workstation arbeiten können.

Lokale Verarbeitung für sensible Unternehmensdaten

Mit dem Gerät zielt HP Japan darauf ab, den vollständigen Zyklus aus Entwicklung, Validierung und Bereitstellung auf einem einzelnen System zu ermöglichen, ohne auf externe Cloud-Dienste oder große Rechenzentren angewiesen zu sein. Dadurch sollen sensible Daten vollständig im internen Umfeld verbleiben. Als primäre Einsatzfelder nennt das Unternehmen unter anderem Forschungseinrichtungen, das Medizinwesen, die Finanzbranche sowie Fertigungsbetriebe.

Anzeige

Wer sich mit der Entwicklung und Nutzung von KI-Systemen befasst, muss heute auch die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen der EU kennen. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche Pflichten und Risikoklassen die neue KI-Verordnung für Unternehmen konkret bereithält. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Für Projekte mit wachsendem Leistungsbedarf lässt sich das System im Scale-out-Verfahren erweitern. Mehrere Einheiten können in Clustern von zwei, vier, acht oder mehr Systemen zusammengeschlossen werden. Zur Anbindung bietet der Hersteller optional eine Netzwerkkarte vom Typ Nvidia ConnectX-8 SuperNIC mit Übertragungsraten von bis zu 800Gbps an. Zudem steht optional eine RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q mit 96GB GDDR7-Speicher zur Verfügung.

Softwarepaket und Betriebsbedingungen

Ausgeliefert wird die Workstation mit dem vorinstallierten Betriebssystem Ubuntu 24.04 LTS und einer Auswahl an Nvidia-Entwicklungswerkzeugen. Ein Support für Windows ist ab Dezember 2026 vorgesehen. Ergänzt wird die Softwareausstattung durch das kostenlose HP ZGX Toolkit sowie Nvidia OpenShell, das als isolierte Sandbox für KI-Agenten dient.

Anzeige

Da professionelle Workstations wie diese standardmäßig auf Ubuntu setzen, wird ein sicherer Umgang mit dem Betriebssystem für IT-Verantwortliche immer wichtiger. Entdecken Sie im kostenlosen Startpaket inklusive Vollversion, wie Sie die Vorteile von Linux sofort für Ihre Projekte testen. Kostenloses Linux-Startpaket mit Ubuntu sichern

Das Gehäuse ist für den Einsatz am Schreibtisch sowie für den Einbau in 5U-Rackumgebungen konzipiert und mit einer Wasserkühlung versehen. Die Stromversorgung übernimmt ein Netzteil mit einer maximalen Leistung von 1600W, wobei bei einem 100-Volt-Anschluss maximal 1300W und bei 200 Volt bis zu 1600W bereitgestellt werden.

HP Japan gewährt eine dreijährige Vor-Ort-Garantie mit Reparaturabwicklung im Inland. Das Unternehmen rechnet mit einem monatlichen Absatzvolumen von einigen Dutzend Einheiten; die Lieferzeit beträgt rund 1 bis 1,5 Monate.