Huawei hat mit seinen Tri-Fold-Smartphones eine wichtige Absatzmarke erreicht: Die Auslieferungen der ausklappbaren Geräte des Herstellers haben laut einer Ankündigung von Huaweis Konzernmanager Yu Chengdong auf einer Produktveranstaltung die Marke von 1 Million Einheiten überschritten. Damit ist Huawei nach eigenen Angaben die einzige chinesische Marke, die im Tri-Fold-Segment über diese Schwelle gekommen ist. Die genannte Zahl bezieht sich auf die ersten beiden Generationen der Tri-Fold-Baureihe des Unternehmens.
Neue Generation mit verändertem Klappmechanismus
Anfang September stellte Huawei in Guangzhou den Nachfolger Mate XT 2 非凡大师 vor. Erstmals kommt darin der Kirin 9050 Pro zum Einsatz, den Huawei als weltweit ersten Hochleistungschip mit „logischer Faltarchitektur“ bezeichnet.
Laut Herstellerangaben steigert der Chip die Single-Core-Spitzenleistung der Lingxi-CPU um 24 Prozent und die Multi-Core-Parallelleistung um 52 Prozent; die verbaute Mali-GPU soll 50 Millionen Raytracing-Linien verarbeiten und eine um 142 Prozent höhere Rendering-Leistung erreichen. Yu Chengdong bewarb das Gerät auf der Bühne mit den Worten, es sei „super fast, super intelligent, super cool“.
Anders als beim Vorgänger, der eine Kombination aus Innen- und Außenfaltung nutzte, setzt das Mate XT 2 auf ein Doppelscharnier mit vollständiger Innenfaltung: Der flexible Hauptbildschirm liegt im gefalteten Zustand im Gehäuseinneren, ähnlich der Konstruktion des Samsung Galaxy Z TriFold.
Das Gerät ist in den Farben 玄黑, 皓白 und 锦紫 erhältlich, wahlweise mit 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB beziehungsweise 1 TB Speicherplatz, und läuft mit vorinstalliertem HarmonyOS 7. Neu ist zudem ein dunkelvioletter Grundton sowie erstmals das 非凡大师-Logo auf dem Gehäuse; die Kunstlederrückseite des Vorgängers wich leichteren Materialien.
Zu den technischen Neuerungen zählt laut Huawei ein weltweit erstmals verbauter hardwarebasierter 灵盾-Sichtschutzbildschirm mit unabhängigem Doppelpixel-Design. Das aufgeklappte Innendisplay misst 10,2 Zoll mit 3K-Auflösung, das Gehäuse ist nach IP58/59 gegen Staub und Wasser geschützt. Das verwendete 玄武昆仑-Außenglas soll eine 30-fach höhere Fallfestigkeit und 16-fach höhere Kratzfestigkeit als frühere Materialien bieten, das Innendisplay eine um 200 Prozent höhere Schlagfestigkeit.
Verkaufsstart und Marktkontext
Der Erstverkauf des Mate XT 2 非凡大师 startete um 10:08 Uhr zum Preis ab 19999 Yuan, ausgestattet mit dem Kirin 9050 Pro. Nach Herstellerangaben liegt die Gesamtleistung 42 Prozent über der des Mate XT, die Multi-Core-Parallelleistung 52 Prozent höher.
Huawei hat mit seinen Tri-Fold-Geräten die Marke von einer Million Einheiten überschritten, und der neue Kirin 9050 Pro legt laut Hersteller bei der Multi-Core-Leistung um 52 Prozent zu. Ob sich der Umstieg für Sie lohnt, hängt aber weniger am Datenblatt als an Alltagstauglichkeit und Preis. Unser kostenloser Leitfaden ordnet Tri-Fold gegen klassisches Foldable ein und zeigt, worauf Sie vor dem Kauf achten sollten. Kostenlosen Tri-Fold-Leitfaden anfordern
Das Gerät verfügt über einen Akku mit Kapazitäten von 5600 mAh beziehungsweise laut anderer Quellenangabe 7000 mAh, unterstützt 66-Watt-Kabelladen und 50-Watt-kabelloses Laden, wiegt 201 Gramm und ist 6,68 Millimeter dünn.
Der Vorverkauf lief über den Huawei-eigenen Shop sowie über JD.com. Berichten zufolge war das Modell nach Verkaufsstart sofort ausverkauft, auf Zweitmarktplattformen trieben Scalper den Preis auf bis zu 100.000 Yuan.
Huawei und Xiaomi brachten am 7. September neue Flaggschiff-Faltgeräte auf den Markt und verschärften damit den Wettbewerb im chinesischen Premium-Segment – früher als die Produktvorstellung von Apple später in derselben Woche, wie asahi.com berichtete. Am 9. September kam zudem das Huawei Pura X View mit Kirin-9030S-Chip ab 5999 Yuan in den Verkauf.
Der chinesische Faltdisplay-Markt insgesamt wuchs zuletzt spürbar: Laut IDC stiegen die Auslieferungen von rund 7 Millionen Einheiten im Jahr 2023 über rund 9,17 Millionen im Jahr 2024 auf rund 10,01 Millionen im Jahr 2025. Huaweis Anteil am chinesischen Faltdisplay-Markt lag laut IDC im ersten Quartal bei rund 60 Prozent, Xiaomi kam auf 4 Prozent.
Ab 19999 Yuan war das neue Tri-Fold zum Verkaufsstart sofort ausverkauft, auf Zweitmarktplattformen trieben Scalper den Preis Berichten zufolge auf bis zu 100.000 Yuan. Wer nicht zum Höchstpreis kaufen will, braucht einen klaren Plan statt Impulskauf. Der kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Preisentwicklung, Marktanteile und echte Leistungswerte einordnen, bevor Sie zugreifen. Leitfaden gegen Scalper-Preise sichern
Weltweit machten Faltdisplay-Geräte laut Counterpoint 2025 mit rund 18,2 bis 20,6 Millionen ausgelieferten Einheiten weniger als 2 Prozent der insgesamt 1,2 Milliarden Smartphone-Auslieferungen aus.
Huaweis Smartphone-Auslieferungen in Festlandchina beliefen sich 2025 auf 46,7 Millionen Einheiten. Für 2026 prognostiziert Counterpoint ein weltweites Wachstum der Faltdisplay-Auslieferungen von 21 Prozent, wobei Apple im ersten Jahr seines Einstiegs einen Marktanteil von bis zu 25 Prozent erreichen könnte.

