Huawei Tau-Skalierungsregel: Eigene Chips bis 1,4-Nanometer bis 2031

Huawei präsentiert neue Flaggschiffe, eine eigene Chip-Roadmap bis 2031 und stärkt sein App-Ökosystem unabhängig von westlichen Partnern.

Im Mai 2026 zeigt sich das Unternehmen mit neuer Hardware, einer eigenen Chip-Strategie und einem wachsenden App-Ökosystem.

Neue Flaggschiffe mit Kamera-Power

An der Spitze der aktuellen Smartphone-Reihe stehen das Mate 80 Pro und das Pura 80 Ultra. Letzteres hat in aktuellen Tests besonders mit seiner Kamera überzeugt. Das Gerät setzt auf einen Ein-Zoll-Sony-IMX989-Hauptsensor. Messungen Ende Mai 2026 ergaben einen theoretischen Lichtdurchsatz von 134,7 Lux·s – das sind 18,3 Prozent mehr als beim Vorgänger.

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Auch bei schlechten Lichtverhältnissen liefert die Kamera solide Ergebnisse. Bei einer Helligkeit von nur 15 Lux lag das Rauschen bei 8,32 Prozent, die Farbgenauigkeit erreichte einen ΔE2000-Wert von 6,8. Werte, die sich im oberen Mittelfeld der aktuellen Flaggschiff-Klasse bewegen.

Günstigere Alternative und Jubiläums-Edition

Huaweis plant zudem den Launch eines erschwinglicheren Pura-Modells. Das 6,4-Zoll-Gerät mit einem 16:10-Breitbildformat und gleichmäßig schmalen Rändern soll im vierten Quartal 2026 auf den Markt kommen. Der Preis? Unter 5.000 Yuan (etwa 640 Euro). Damit positioniert sich das Smartphone als Budget-Alternative zum faltbaren Pura X.

Zeitgleich feiert die Mittelklasse-Serie Nova ihr zehnjähriges Jubiläum. Eine limitierte 10th Anniversary Edition kommt mit speziellem Zubehör – darunter eine Handyhülle, die an den Markenbotschafter der Nova-16-Serie erinnert.

Die Tau-Skalierungsregel: Huaweis Chip-Plan bis 2031

Am 25. Mai 2026 präsentierte Huawei-Präsident He Tingbo die sogenannte Tau-Skalierungsregel. Dahinter steckt eine strategische Neuausrichtung der Halbleiterentwicklung. Kernstück ist die LogicFolding-Technologie, die den Chip-Entwicklungsprozess beschleunigen soll.

Das ambitionierte Ziel: Bis 2031 eine Transistordichte erreichen, die einem 1,4-Nanometer-Prozess entspricht. In den vergangenen sechs Jahren hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge bereits 381 Chips entwickelt. Die Botschaft ist klar: Huawei will sich von internationalen Handelsbeschränkungen nicht ausbremsen lassen.

Wearables mit Spezialfunktionen

Auch bei den Smartwatches legt Huawei nach. Die Geräte laufen auf HarmonyOS 6. Das Watch Ultimate 2 Green Edition kostet 7.999 Yuan (rund 1.020 Euro) und richtet sich an Golfer. Es bietet einen speziellen Trainingsmodus mit Echtzeit-Feedback zu Schlägerwahl und Schwung. Das LTPO-2.0-Display und die Abdeckung von 17.000 Golfplätzen machen es zum Spezialisten für den Platz.

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Für Outdoor-Fans kommt die Watch Fit 5 Pro auf den Markt. Sie ist mit Saphirglas, einem Titan-Gehäuse und einem „Sunflower“-Positionierungssystem ausgestattet. Die Akkulaufzeit: bis zu zehn Tage im Normalbetrieb, 24 Stunden bei durchgehendem Outdoor-Tracking. Perfekt für Trailrunning oder ausgedehnte Radtouren.

AppGallery bleibt das Herzstück

Alle neuen Geräte – ob Smartphone oder Wearable – sind fest in Huaweis eigenem Ökosystem verankert. Der AppGallery kommt dabei die Schlüsselrolle zu. Sie bleibt die zentrale Plattform für die Verteilung von Anwendungen. Ein klares Signal: Huawei setzt weiter auf den eigenen Weg – unabhängig von Google und westlichen Technologiepartnern.