Huawei und Honor: TikTok per Einstellung auf WLAN beschränken

EMUI- und HarmonyOS-Nutzer können Apps auf WLAN beschränken und Hintergrundverbrauch sowie automatische Updates kontrollieren.

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Nutzer von Huawei- und Honor-Geräten mit den Betriebssystemen EMUI oder HarmonyOS können den mobilen Datenverbrauch einzelner Anwendungen gezielt unterbinden. Über integrierte Systemeinstellungen lässt sich festlegen, dass datenintensive Apps ausschließlich über WLAN kommunizieren dürfen, um das monatliche Inklusivvolumen vor unbemerktem Verbrauch zu schützen.

Pfad zur Beschränkung auf reine WLAN-Nutzung

Um eine Anwendung auf drahtlose Netzwerke zu beschränken, navigieren Nutzer in den Einstellungen über die Menüpunkte für Mobilfunknetze zur Datennutzung und rufen dort die Netzwerkzugriffsverwaltung auf. Bei der jeweiligen Ziel-App – beispielsweise Videoplattformen wie Douyin oder TikTok – wird die Berechtigung für mobile Daten entzogen, während das Häkchen für WLAN aktiv bleibt.

Sollte der Menüpunkt nicht auf Anhieb auffindbar sein, lässt sich die Funktion direkt über die Suchleiste der Geräteeinstellungen mit Begriffen wie Netzwerkzugriff oder Datennutzung ansteuern. Diese Vorgehensweise gilt für die meisten älteren Modelle von Huawei und Honor, auf denen EMUI oder HarmonyOS installiert ist.

Ein alternativer Pfad führt über den Bereich für Drahtlos- und Netzwerkoptionen zur Datenverwaltung und der monatlichen Datenverbrauchsrangliste, wo sich nach Auswahl der gewünschten Anwendung der Schalter für mobile Daten deaktivieren lässt.

Netzwerkbeschleunigung als mögliche Fehlerquelle

Für eine verlässliche Trennung vom Mobilfunknetz ist ein weiterer Schritt erforderlich. In den Einstellungen muss die Netzwerkbeschleunigung – teils als LinkTurbo bezeichnet – ausgeschaltet werden. Bleibt diese Funktion aktiv, wechselt das Smartphone bei einer schwachen oder instabilen WLAN-Verbindung automatisch auf mobile Daten zurück, was den beabsichtigten Spareffekt zunichtemachen kann.

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Ursachen für Datenverbrauch im Ruhezustand

Hintergrundprozesse belasten das Datenvolumen oft auch bei gesperrtem Bildschirm. Zu den wesentlichen Ursachen gehören automatische Hintergrund-Aktualisierungen von Apps, Systemupdates, Cloud-Synchronisierungen, Werbebenachrichtigungen und standortbasierte Netzdienste.

Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt sich das Deaktivieren von Hintergrund-Aktualisierungen und mobilen Zugriffsrechten für verzichtbare Anwendungen wie Kurzvideo-, Shopping- oder Nachrichten-Apps.

Kommunikationsdienste wie WeChat, QQ und E-Mail-Programme sollten ihren Hintergrundzugriff hingegen behalten, wobei sich dort automatische Videowiedergaben und interne Push-Dienste abschalten lassen.

Zur weiteren Eindämmung können automatische Zeitzonen-Kalibrierungen, Wetter-Aktualisierungen, Cloud-Synchronisierungen für Galerie und Kontakte sowie das automatische Scannen nach Bluetooth- und WLAN-Verbindungen deaktiviert werden.

Während Basisnetz-Sonden mit weniger als 1 KB pro Vorgang kaum ins Gewicht fallen, kann eine einzelne Cloud-Synchronisierung mehrere Dutzend Megabyte beanspruchen. Zur besseren Kontrolle wird zudem die Nutzung eines Datensparmodus sowie das Festlegen eines täglichen Limits angeraten.

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Neben der manuellen Kontrolle des Datenverbrauchs ist das Schließen von Sicherheitslücken durch korrekte Einstellungen entscheidend für ein stabiles System. Ein aktueller Report erklärt verständlich, wie Sie Ihr Smartphone durch die richtigen Updates und Konfigurationen dauerhaft absichern. Kostenlosen Android-Sicherheits-Report herunterladen

Automatische System- und App-Updates regulieren

Große Datenmengen entstehen zudem durch automatische Aktualisierungen. Diese sind in getrennten Menüs für das Betriebssystem und den App-Market geregelt. Für Systemupdates lässt sich über die Suche nach Software-Updates und die Geräteeinstellungen im oberen Auswahlmenü der automatische Download im WLAN sowie die Nachtinstallation ausschalten.

Letztere greift regulär nur zwischen 2 und 4 Uhr bei gesperrtem Bildschirm und ausreichendem Ladestand. In den Entwickleroptionen – erreichbar durch siebenmaliges Antippen der Versionsnummer – lässt sich das automatische Systemupdate zusätzlich abschalten. Für Parameter-Versionen kann das automatische Herunterladen auf der entsprechenden Detailseite beendet werden.

Ab HarmonyOS 5 unterbinden diese Einstellungen lediglich den Download und die Installation; Update-Benachrichtigungen bleiben laut Huawei bestehen und lassen sich offiziell nicht vollständig unterdrücken.

Im App-Market kann das automatische Aktualisieren über die Profileinstellungen gänzlich deaktiviert werden. Werden Systemaktualisierungen ausgesetzt, verlängert sich der Zyklus für Sicherheitspatches, weshalb eine manuelle Überprüfung einmal pro Monat empfohlen wird.

Sollten Update-Menüs in den Einstellungen fehlen, hilft eine gezielte Suche bei bestehender Verbindung oder das Löschen des Caches der Update-Anwendung. Je nach Softwarestand betrifft dies die App „Systemupdate“ (unter EMUI 8.X) oder „Software-Update“ (unter EMUI 9.X bis 11.X sowie Magic UI 2.X und 3.X).

Lässt sich weiterhin kein Update finden, boten frühere Versionen bis EMUI 9.0.1 beziehungsweise Magic UI 2.0.1 den Download eines vollständigen Pakets über das Funktionsmenü an. Bei anhaltenden Fehlern wird das Anlegen einer Datensicherung und der Besuch eines Kundendienstzentrums empfohlen.