Huawei Watch D3: Smartwatch mit zertifizierter Blutdruckmessung

Huawei bringt eine zertifizierte Blutdruck-Smartwatch für 449 Euro heraus, während Apple neue Watch-Software mit EU-Einschränkungen verteilt.

In der Wearable-Branche stehen bedeutende Neuerungen sowohl im Hardware- als auch im Software-Bereich an. Während Huawei mit der Watch D3 ein neues Modell mit medizinischem Fokus auf den Markt bringt, hat Apple den Rollout seiner neuesten Betriebssystem-Generation für die Apple Watch sowie für das iPhone gestartet.

Huawei setzt auf zertifizierte Blutdruckmessung

Huawei erweitert sein Portfolio an Gesundheits-Wearables um die Watch D3. Das zentrale Merkmal des Geräts ist die integrierte Blutdruckmessung, die über eine aufblasbare Manschette mit einer Mini-Pumpe realisiert wird. Das Unternehmen setzt hierbei auf ein oszillometrisches Verfahren. Die Smartwatch verfügt über eine CE-MDR-Zertifizierung, was ihre Einstufung als Medizinprodukt unterstreicht.

Trotz der komplexen Technik in der Manschette ist das Gehäuse 11,3 mm dünn gestaltet. Zu den weiteren Gesundheitsfunktionen gehören ein EKG sowie ein kontinuierliches 24-Stunden-Blutdruckmonitoring (ABPM). Die Akkulaufzeit wird mit bis zu 6 Tagen angegeben. Das Gerät ist sowohl mit Android- als auch mit iOS-Smartphones kompatibel.

Der Preis für die Watch D3 liegt bei 449 Euro. Im Rahmen einer Einführungsaktion bis zum 30.09.2026 bietet der Hersteller das Gerät im eigenen Store für 429 Euro an und legt wahlweise die Körperfettwaage Scale 3 oder die Kopfhörer FreeBuds SE 4 als Zugabe bei. Während der Verkauf in Europa anläuft, bemüht sich das Unternehmen derzeit um die behördliche Zulassung durch die Anvisa in Brasilien.

Ein PR-Direktor für die Region Lateinamerika betonte, dass man aktiv an dieser Genehmigung arbeite, wobei ein konkreter Termin für den Verkaufsstart in Südamerika noch ausstehe. Fachleute weisen darauf hin, dass die Messwerte der Uhr der Information dienen und eine ärztliche Diagnose nicht ersetzen.

Apple rollt watchOS 27 und iOS 27 aus

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Parallel zur Hardware-Neuheit von Huawei hat Apple die Verteilung von watchOS 27 gestartet. Die Softwareaktualisierung wird für die Apple Watch Series 9 bis 12, die Ultra-Modelle der Generationen 2 bis 4 sowie für die SE 3 bereitgestellt.

Voraussetzung für die Nutzung ist ein iPhone 11 oder neuer beziehungsweise ein iPhone SE der zweiten Generation, auf dem bereits iOS 27 installiert ist.

Zu den funktionalen Neuerungen in watchOS 27 zählen ein überarbeitetes App-Raster, die Funktion „Workout Buddy“ sowie der sogenannte Smart Stack. Nutzer einer Apple Watch Series 12 oder einer Ultra 4 erhalten zudem exklusiven Zugriff auf ein höherfrequentes Tracking der Herzfrequenzvariabilität (HRV) im Fünf-Minuten-Takt sowie auf eine Messung der Herzfrequenz alle 5 Sekunden.

Einschränkungen bei KI-Funktionen in der EU

Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Betriebssysteme ist die Einführung von Siri-KI. Hierbei gibt es jedoch regionale Unterschiede aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen wie dem Digital Markets Act (DMA).

In Deutschland und anderen EU-Ländern steht die Siri-KI vorerst nicht auf dem iPhone, dem iPad oder der Apple Watch zur Verfügung. Auf dem Mac ist die Funktion hingegen auch innerhalb der EU nutzbar, wird jedoch zunächst nur in englischer Sprache angeboten.

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In Österreich wird die Verteilung der Softwareupdates in den Abendstunden erwartet. Für die Nutzung der weiterführenden KI-Funktionen, die unter dem Begriff Apple Intelligence zusammengefasst werden, ist Hardware ab dem iPhone 15 Pro beziehungsweise der iPhone-16-Serie erforderlich.

Performance-Optimierungen und Installation

Neben funktionalen Ergänzungen verspricht Apple deutliche Leistungssteigerungen durch die neuen Systemversionen. Demnach sollen App-Starts um bis zu 30 Prozent schneller erfolgen. Die Anzeige neuer Fotos in der Mediathek beschleunige sich um bis zu 70 Prozent, während Datenübertragungen via AirDrop um bis zu 80 Prozent schneller abgewickelt werden sollen.

Für das Update auf iOS 27 sollten Nutzer unter normalen Bedingungen etwa 30 bis 60 Minuten für den gesamten Vorgang einplanen. Aufgrund der hohen Nachfrage am Veröffentlichungstag kann es zu längeren Wartezeiten beim Download kommen.

Experten raten dazu, vor der Installation grundsätzlich ein Backup des Geräts durchzuführen. Bestimmte Sicherheitsfeatures, wie eine Warnung bei unsicheren Passwörtern, sollen erst mit einem späteren Update nachgereicht werden.

Mehr zum Thema bei n-tv: „Blutdruckmessen war nie so einfach? Huawei bringt neue Watch D3 auf den Markt – n“