Die Huawei Watch GT Runner 2 erweitert ihr Funktionsspektrum im Bereich der digitalen Gesundheitsüberwachung. Die Sportuhr verfügt nun über Funktionen zur Erstellung von Elektrokardiogrammen (EKG) sowie über ein Tracking der Herzfrequenzvariabilität (HRV).
Wie das Fachportal notebookcheck.com in einem Bericht vom 21. September 2026 darlegte, rücken damit tiefergehende kardiologische Vitaldaten noch stärker in den Mittelpunkt des Wearable-Segments.
Die Integration von EKG und HRV-Messungen zielt darauf ab, Nutzern präzisere Einblicke in die kardiovaskuläre Verfassung und den individuellen Erholungsstatus zu bieten.
Während die EKG-Aufzeichnung vor allem der Erkennung möglicher Unregelmäßigkeiten des Herzrhythmus dient, liefert die Analyse der Herzfrequenzvariabilität kontinuierliche Anhaltspunkte über das vegetative Nervensystem, das Stressniveau und die Regenerationsfähigkeit nach sportlichen Belastungen.
Marktkontext: Smart-Ringe im Praxistest
Parallel zu den Fortschritten bei klassischen Sportuhren wächst auch das Angebot an alternativen Formfaktoren für die Erfassung von Vitalwerten. Neben Modellen wie der Sportuhr von Huawei stehen zunehmend Smart-Ringe im Fokus von Praxistests. So liegen erste Testergebnisse für den Ultrahuman Ring Pro vor, wie notebookcheck.com am 21. September 2026 ebenfalls meldete.
Der Ultrahuman Ring Pro wird zu einem Preis von 499 Euro angeboten und setzt auf ein Titangehäuse. Bei den Abmessungen weist der Ring eine Dicke von 2,65 Millimetern und ein Gewicht zwischen 3,3 und 4,8 Gramm auf, womit er klobiger ausfällt als das Schwestermodell Ring Air, das für 379 Euro erhältlich ist.
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Hinsichtlich der Energieversorgung wirbt der Hersteller mit einer Akkulaufzeit von bis zu 15 Tagen. In den Tests hielt das Gerät diese Vorgaben teils ein: Im sogenannten Chill Mode wies der Akku nach knapp 9 Tagen noch einen Ladestand von 53 Prozent auf, während die Laufzeit im Turbo Mode hochgerechnet bei mehr als 12 Tagen lag.
Schwächen bei der Aktivitätserkennung und Kostenmodelle
Trotz der soliden Batterielaufzeit zeigten sich bei den Gesundheits- und Fitnessdaten des Ultrahuman Ring Pro im Test deutliche Schwachstellen. Die Fitness-Erfassung erwies sich als mangelhaft: Spaziergänge wurden vom System teilweise überhaupt nicht erkannt, zudem wurden absolvierte Aktivitäten auf 5-Minuten-Blöcke gerundet.
Hinsichtlich des Geschäftsmodells verzichtet der Hersteller beim Ultrahuman Ring Pro zwar auf ein verpflichtendes Abonnement für die Grundfunktionen. Allerdings fallen für die Nutzung des KI-Assistenten Jade Pro sowie für sogenannte PowerPlugs zusätzliche Gebühren an.
Ein Ring mit 15 Tagen Akkulaufzeit klingt stark — im Praxistest wurden Spaziergänge teils gar nicht erkannt und Aktivitäten auf 5-Minuten-Blöcke gerundet. Bevor Sie zwischen Sportuhr und Smart-Ring entscheiden, prüfen Sie mit der Kaufcheckliste Messqualität, Folgekosten und Akkuwerte. Kaufcheckliste jetzt herunterladen
Im direkten Umfeld der vernetzten Ringe existieren zudem andere Akkulaufzeitwerte bei Konkurrenzprodukten. Ein über zwei Monate durchgeführter Test des Portals Wareable ergab für den Oura Ring 5 eine Laufzeit von rund 6 Tagen bei aktiviertem SpO₂-Tracking.
Die Entwicklungen verdeutlichen, dass Hersteller sowohl bei Uhren wie der Huawei Watch GT Runner 2 als auch bei smartem Fingerschmuck verstärkt darum ringen, präzise Sensorik, Batterielaufzeit und Tragbarkeit miteinander zu vereinbaren.

