Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi hat am 14. August 2026 den offiziellen Startschuss für das Beta-Programm seiner neuesten Systemoberfläche HyperOS 4 in China gegeben.
Die Veröffentlichung folgt unmittelbar auf die Ankündigung der Software am Vortag, die erstmals auf der Betriebssystem-Version Android 17 aufbaut. Das Programm ist auf insgesamt 26 verschiedene Endgeräte ausgelegt, die in mehreren zeitlich versetzten Wellen bedient werden sollen.
Gestaffelter Rollout für 26 Endgeräte
Der Rollout der Beta-Version erfolgt laut Unternehmensangaben in drei Phasen. Die erste Welle, die am 14. August begann, umfasst acht ausgewählte Modelle.
Dazu gehören die Flaggschiffe der Xiaomi 17-Serie, namentlich das Xiaomi 17 Ultra (einschließlich der Leica-Edition), das 17 Pro Max, das 17 Pro sowie das Standardmodell 17. Parallel dazu erhalten das Redmi K90 Pro Max in der Champion-Edition, das K90 sowie die Tablets Pad 8 Pro und Pad 8 Zugriff auf die Vorabversion.
Für die zweite Phase am 27. August ist die Unterstützung von zehn weiteren Geräten vorgesehen, darunter das Xiaomi 17 Max, das 17T, die ältere 15-Serie sowie das Redmi K90 Max und das K Pad 2. Bezüglich der dritten Welle liegen leicht abweichende Informationen vor: Während einzelne Berichte den 17. September als Starttermin für Geräte wie das K100, K80, Mix Flip 2 und das Pad 7 nennen, datieren andere Quellen den Rollout für Modelle wie das Pad 7S Pro und das Pad 17 Ultra bereits auf den 9. September 2026. Nutzer können sich für die Teilnahme am Beta-Programm über die Xiaomi Community App registrieren.
Neue Design-Sprache und Hardware-Anforderungen
Ein zentrales Merkmal von HyperOS 4 ist die neu eingeführte „Soft Light Glass“-Benutzeroberfläche. Diese bietet erweiterte Anpassungsmöglichkeiten für Benachrichtigungen, Uhrendesigns, Ordnerstrukturen und Widgets. Die Nutzung dieser speziellen grafischen Oberfläche ist jedoch an leistungsstarke Hardware gebunden.
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Berichten zufolge wird die neue Glas-Optik nur auf Geräten unterstützt, die mit einem Snapdragon 8 Elite, einem Dimensity 9500 oder einem Xring O1 Chipsatz ausgestattet sind. Im Rahmen der UI-Präsentation fanden Beobachter zudem Hinweise auf ein zukünftiges Foldable-Modell mit besonders breitem Formfaktor.
Signifikante Leistungssteigerungen durch HyperCore-Optimierungen
Xiaomi setzt bei der neuen Systemgeneration auf sogenannte HyperCore-Optimierungen, die unter anderem eine intelligente Lastberechnung und ein effizientes Speicher-Preloading beinhalten. Diese technischen Anpassungen sollen zu spürbaren Performance-Gewinnen im Alltag führen. Die Systemantwortzeit soll sich um 17,5 % verbessert haben, während die Anzahl der Frame Drops um 28,9 % reduziert werden konnte.
Besonders bei längerer Nutzung verspricht der Hersteller eine höhere Stabilität: Nach neun Stunden Betrieb sollen App-Ladezeiten um 18 % schneller ausfallen als bei der Vorgängerversion. Auch die Darstellung von Medieninhalten wurde beschleunigt; so werden Vorschaubilder in der Galerie laut Herstellerangaben um bis zu 90 % schneller geladen.
Im Bereich der Fotografie verkürzen sich die Verarbeitungszeiten ebenfalls. Die HDR-Verarbeitung beansprucht nun 240 ms statt der bisherigen 310 ms, und die Kamera-App startet insgesamt um 200 ms schneller.
Integration von künstlicher Intelligenz und globaler Ausblick
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Ein weiterer Schwerpunkt von HyperOS 4 liegt auf der Integration von künstlicher Intelligenz. Mit Super XiaoAi 2.0 wird ein neuer KI-Assistent eingeführt, der auf dem MiMo Large Language Model (LLM) basiert. Dieser soll tiefer in das System integriert sein und komplexere Aufgaben übernehmen können.
Während der aktuelle Beta-Test auf den chinesischen Markt konzentriert ist, wird mit einer globalen Beta-Version in etwa zwei bis drei Wochen gerechnet. Ein verbindlicher Zeitplan für den internationalen Rollout der finalen Version steht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch aus.

