HyperOS 4: Xiaomi startet Beta mit Soft Light Glass-Effekt

Xiaomi beginnt mit der Beta-Phase von HyperOS 4 in China. Der neue Soft Light Glass-Effekt ist zunächst High-End-Geräten vorbehalten, ältere Modelle folgen später.

Xiaomi hat am 19. August 2026 den Start der Beta-Phase für die vierte Generation seines Betriebssystems HyperOS in China bekannt gegeben. Die neue Software-Iteration führt mit dem sogenannten Soft Light Glass-Effekt ein visuelles Kernmerkmal ein, das jedoch spezifische Anforderungen an die verbaute Hardware stellt und zunächst einer Auswahl von Flaggschiff-Modellen vorbehalten bleibt.

Technologische Neuerungen und Performance-Optimierungen

Das Update auf HyperOS 4 umfasst tiefgreifende Änderungen an der Systemarchitektur, darunter einen neu entwickelten Kernel sowie die Integration der künstlichen Intelligenz MiMo V2. Laut Angaben aus Entwicklerkreisen führen diese Optimierungen zu einer Steigerung der App-Startgeschwindigkeit um 18 Prozent.

Die Beta-Version beinhaltet zudem den Sicherheitspatch von Juni 2026 und konzentriert sich auf die Verbesserung der Systemstabilität in Gaming-Szenarien.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktualisierung liegt auf der Konnektivität mit iPhone-Geräten sowie der Behebung spezifischer Benutzeroberflächen-Fehler bei den Modellen Xiaomi 17 und 17 Ultra. Branchenbeobachter bewerten die allgemeine Beta-Strategie jedoch als riskant und kritisieren die Design-Sprache als derivativ. Insbesondere der neue Soft Light Glass-Effekt wird in Fachkreisen als deutliche Anlehnung an Apples Liquid Glass diskutiert.

Hardware-Anforderungen und Rollout-Planung

Die Einführung des neuen Design-Effekts ist eng an die Leistungsfähigkeit der Prozessoren gekoppelt. Für die Darstellung von Soft Light Glass wird ein Snapdragon 8 Elite, ein Dimensity 9500 oder ein Xring O1 vorausgesetzt. In der aktuellen Beta-Phase steht die Funktion primär für High-End-Geräte wie das Xiaomi 17 und das Redmi K90 zur Verfügung.

Besitzer älterer Modellreihen, darunter das Xiaomi 13, 14 und 15 sowie die MIX-Fold-Serie (Generationen 2 bis 4) und das MIX Flip, sollen die Unterstützung zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

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Auch für diverse Redmi-Modelle wie die K100-, K90-, K80- und K70-Serie (mit Ausnahme des K70E) sowie die Turbo-Reihe ist eine spätere Integration vorgesehen. Während die Beta vorerst auf den chinesischen Markt begrenzt ist, wird der globale Rollout für das Xiaomi 17 und 17 Ultra in wenigen Wochen erwartet.

Herausforderungen in der Hardware-Sparte und Langzeitwerte

Parallel zur Software-Entwicklung deuten Berichte auf einen erhöhten Kostendruck bei der Hardware-Produktion hin. Für das für den 27. August 2026 angekündigte Redmi Note 17 Pro Max wird der Einsatz eines Snapdragon 6 Gen 5 erwartet. Dies stellt ein Downgrade gegenüber dem Snapdragon 7s Gen 4 des Vorgängermodells dar, was Experten auf die anhaltende Chip-Krise und notwendige Kosteneinsparungen zurückführen.

Gleichzeitig geben Langzeituntersuchungen Einblick in die Performance älterer Flaggschiffe unter realen Bedingungen. Eine Auswertung von 327 Nutzern des Xiaomi 15 Pro über einen Zeitraum von sechs Monaten zeigt technische Degradationserscheinungen.

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Die Hauptkamera verzeichnete demnach einen Verlust des Dynamikumfangs um 0,8EV sowie einen Anstieg des Bildrauschens bei Nachtaufnahmen um 12 Prozent (bei ISO-Werten über 3200). Zudem wurde ein Anstieg des Basis-RAM-Verbrauchs um 1,2 GB beobachtet, was die Anzahl der gleichzeitig im Hintergrund aktiven Anwendungen von 12 auf 8 reduzierte.

Zusätzliche Anpassungen betreffen die Systemstabilität bei der Tochtermarke POCO. In der Version 3.1 des POCO Launchers wurde die Funktion für gestapelte App-Ansichten entfernt. Xiaomi begründet diesen Schritt mit der Priorisierung der Systemstabilität gegenüber individuellen Anpassungsmöglichkeiten. Ein zuvor genutzter Systembefehl zur Reaktivierung des Layouts wurde in diesem Zuge deaktiviert.