Apple World Today hat Empfehlungen zum Schutz von Finanzdaten auf Apple-Geräten veröffentlicht. Zu den zentralen Ratschlägen zählen starke Passwörter, regelmäßige Software-Updates, die Prüfung von App-Berechtigungen, die Nutzung offizieller App-Stores sowie das Vermeiden öffentlicher WLAN-Netze.
Ähnliche Sicherheitshinweise für Mobilgeräte gegen Datenlecks und Cyber-Bedrohungen wurden auch von anderer Seite verbreitet, mit weitgehend deckungsgleichen Empfehlungen: starke Passwörter, Updates, Kontrolle von App-Berechtigungen, offizielle Stores und Verzicht auf öffentliche Hotspots.
Die Häufung solcher Hinweise fällt in eine Phase, in der mehrere unabhängige Sicherheitsbefunde rund um Apple-Geräte und -Dienste bekannt wurden.
Schwachstellen bei iCloud Private Relay entdeckt
Sicherheitsforscher fanden drei Wege, über die sich Apples Datenschutzfunktion iCloud Private Relay durch WebKit-Funktionen umgehen lässt: DNS-Prefetching, WebAuthn und WebTransport. Über diese Mechanismen kann die tatsächliche IP-Adresse eines Nutzers offengelegt werden.
Betroffen sind demnach die Betriebssystemversionen iOS 26.0 und 26.4. Die Forscher empfehlen Nutzern, die auf vollständigen Schutz ihrer IP-Adresse angewiesen sind, zusätzlich ein VPN einzusetzen, da Private Relay allein in diesen Fällen keinen ausreichenden Schutz mehr biete.
Angesichts der aktuellen Sicherheitsrisiken bei mobilen Geräten ist es wichtiger denn je, die installierten Betriebssysteme und deren Einstellungen genau zu kennen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Aktualisierungen sicher durchführen und Ihre Daten wirksam schützen. So installieren Sie iOS-Updates sicher und stressfrei
Warnung vor Mercenary Spyware
Apple hatte zuvor iPhone-Nutzer in über 110 Ländern vor sogenannter Mercenary Spyware gewarnt, also gezielt gegen Einzelpersonen eingesetzter Überwachungssoftware. Betroffenen wurde geraten, den Lockdown Mode zu aktivieren und Benachrichtigungen sorgfältig zu verifizieren. Als technische Antwort kündigte Apple einen Speicherschutz-Mechanismus (MIE) in den A19-Chips an, der gezielt gegen solche Spyware-Angriffe wirken soll.
Neue Wallet-Funktion und Apple Pay-Expansion
Parallel zu den Sicherheitswarnungen treibt Apple den Ausbau seiner Finanzdienste voran. In der iOS-27-Beta 2 wurde die Funktion „Insights“ in der Wallet-App eingeführt, die Ausgabenmuster, wiederkehrende Transaktionen und Kontostände anzeigt. Nach Angaben Apples werden die zugrunde liegenden Daten nicht auf Apple-Servern verarbeitet, sondern durch eine Tochtergesellschaft.
Zudem startete Apple Pay auf den Philippinen. Unterstützt wird der Dienst dort von Chinabank, GoTyme Bank, Metrobank und UnionBank, nutzbar unter anderem bei Rustan’s, Jollibee, Shopee und foodpanda. Die Sicherheit basiere auf Tokenisierung in Kombination mit Face ID oder Touch ID.
Im App-Store-Umfeld musste die Plattform DefiLlama ihren geplanten App-Start verschieben, nachdem Phishing-Apps im App Store aufgetaucht waren. Apple entfernte die betreffende Fake-App, nachdem ein Fall von Wallet-Diebstahl dokumentiert worden war.
Wer sich mit dem Schutz seiner digitalen Konten und dem Thema Passkeys befasst, sollte die Hintergründe dieser neuen Technologie genau verstehen. In diesem kostenlosen Report erfahren Sie, wie Sie die neue Methode bei Diensten wie WhatsApp oder Amazon sicher einrichten. Kostenlosen Report zu Passkeys jetzt herunterladen
Forschung warnt vor Passkey-Missbrauch
Eine auf dem USENIX Security Symposium vorgestellte Studie der Cornell University zeigt zudem ein grundsätzliches Risiko bei Passkeys auf: Diese könnten von Missbrauchern als Hintertür genutzt werden und einen Passwort-Reset überdauern. Untersucht wurden 31 Teilnehmer sowie 100 Dienste; laut der Studie erwiesen sich 67,2 Prozent der geprüften Sicherheitsschnittstellen als anfällig für Spoofing-Angriffe.
Sieben Jahre Apple Card
Ergänzend fällt in diesen Zeitraum das siebenjährige Bestehen der Apple Card, das Anlass für einen Rückblick auf ihre Rolle in der Fintech-Branche bot.
Insgesamt zeigt sich damit ein Bild widersprüchlicher Signale: Während Apple seine Finanzdienste und Datenschutzfunktionen ausbaut, verweisen mehrere Sicherheitsbefunde auf Lücken, die Nutzer zusätzliche Vorsicht abverlangen – von der Wahl starker Passwörter bis zum Einsatz ergänzender Schutzmaßnahmen wie VPN-Diensten.

