Ab sofort benötigen Nutzer digitaler Ausweise auf dem Smartphone die ID Austria mit Vollfunktion. Die bisherigen Zugangsmöglichkeiten über einfachere Sicherheitsstufen werden mit dem Jahreswechsel 2026 eingeschränkt. Dieser Schritt bereitet das System auf die EU-weite digitale Brieftasche vor.
Sicherheits-Update erzwingt „Vollfunktion“
Der 1. Jänner 2026 markiert einen Wendepunkt. Eine neue Sicherheitsrichtlinie regelt den Zugriff auf sensible Identitätsdaten in der App „e-Ausweise“ neu. Für das Vorzeigen von Führerschein oder Zulassungsschein am Handy ist nun ausnahmslos die höchste Sicherheitsstufe erforderlich.
Experten sehen diesen Schritt als notwendig an, um die Interoperabilität mit der kommenden europäischen Digital Identity Wallet zu gewährleisten. Die Vollfunktion verknüpft die digitale Identität zweifelsfrei mit einem behördlich registrierten Lichtbildausweis.
Bald werden Sie Ihre Ausweisdaten am Smartphone nutzen – das macht Ihr Gerät automatisch zur Zielscheibe für Angreifer. Viele Nutzer wissen nicht, welche Einstellungen Biometrie, Gerätesperre und Updates wirklich sichern; ohne diese Vorkehrungen droht Identitätsmissbrauch. Das kostenlose E‑Book „Cyber Security Awareness Trends“ erklärt praxisnah, welche Schutzmaßnahmen (Biometrie, Update-Management, Phishing-Abwehr) Sie jetzt sofort aktivieren sollten – inklusive einer praktischen Checkliste. Gratis Cyber-Security-Guide herunterladen
- Für die rund 4,8 Millionen Nutzer mit bereits aktivierter Vollfunktion besteht kein Handlungsbedarf.
- Nutzer der reinen Basisfunktion müssen einen Behördengang absolvieren, um ihre digitalen Ausweise weiter mobil nutzen zu können.
Vorbereitung auf den digitalen Studentenausweis
Ein wesentlicher Treiber für die Stichtagsregelung ist die technische Vorbereitung auf den digitalen Studierendenausweis. Dessen flächendeckende Einführung ist für das Sommersemester 2026 geplant.
Staatssekretär Alexander Pröll hatte bereits betont, dass Studierende für die Nutzung die ID Austria mit Vollfunktion benötigen werden. Die heutige Umstellung legt das technische Fundament, damit hunderttausende Studierende bald ihre Plastikkarten durch das Smartphone ersetzen können.
Biometrie wird Pflicht
Mit der neuen Regelung rücken biometrische Sicherheitsmerkmale stärker in den Fokus. Der Zugriff auf digitale Ausweise muss zwingend durch Fingerabdruck oder Gesichtserkennung am Gerät abgesichert sein. Einfache PIN-Codes reichen für die Freigabe sensibler Ausweisdaten nicht mehr aus.
Datenschützer begrüßen diesen Schritt grundsätzlich, da er die Hürden für Identitätsdiebstahl bei verlorenen Smartphones erhöht. Die Daten liegen weiterhin dezentral und verschlüsselt auf dem Gerät des Nutzers.
Österreich als EU-Vorreiter
Die Maßnahme ist im größeren Kontext der europäischen „eIDAS 2.0“-Verordnung zu sehen. Bis Ende 2026 sind alle EU-Staaten verpflichtet, ihren Bürgern eine grenzüberschreitend funktionierende digitale Brieftasche anzubieten.
Österreich nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Während andere Länder wie Deutschland noch an Pilotprojekten feilen, hat Österreich mit der ID Austria bereits ein funktionierendes Ökosystem. Die heutige Verschärfung macht dieses System „EU-ready“. Ziel ist, dass der österreichische digitale Führerschein bald problemlos bei einer Kontrolle in Spanien oder Italien ausgelesen werden kann.
Für Bürger, die noch die alte Handy-Signatur oder eine nicht aufgewertete ID Austria nutzen, bedeutet der heutige Tag einen Aufruf zum Handeln. Die Registrierungsstellen erwarten in den ersten Jännerwochen einen erhöhten Andrang.
PS: Die Umstellung auf die ID Austria mit Vollfunktion bringt zwar Komfort, verlangt aber auch erhöhte Sicherheit. Wer sein Smartphone nicht korrekt konfiguriert, riskiert, dass Führerschein oder Zulassungsschein missbraucht werden. Dieses kostenlose E‑Book zeigt Schritt für Schritt, welche Einstellungen (Biometrie, Update-Management, Anti-Phishing-Maßnahmen) Sie sofort aktivieren sollten, und liefert eine Checkliste speziell für Studierende und Vielnutzer. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Guide sichern





