Lenovo hat auf der IFA 2026 die neue Laptop-Serie IdeaPad Vibe vorgestellt und positioniert sie explizit als Konkurrenz zu Apples MacBook Neo. Die Geräte kommen in 14 und 15 Zoll sowie in sieben Pantone-Farben und richten sich an Käufer, die ein farbenfrohes, dünnes Notebook abseits von Apples Designsprache suchen.
Preise, Gewicht und Ausstattung
Das IdeaPad Vibe startet laut Lenovo bei 699,99 US-Dollar, in Europa liegt der Einstiegspreis bei 799 Euro. Mit einer Dicke von 14,9 Millimetern und einem Gewicht ab 1,3 Kilogramm beziehungsweise 2,87 Pfund positioniert sich das Gerät als leichter Begleiter im Alltag.
Käufer können zwischen einem AMD Ryzen AI 400 mit bis zu 32 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und einem Snapdragon X mit bis zu 24 GB RAM wählen, jeweils kombiniert mit bis zu 1 TB SSD-Speicher.
Bei den Displays setzt Lenovo auf 120-Hz-Panels, wahlweise als IPS oder OLED mit bis zu 600 Nits Helligkeit und 100 Prozent DCI-P3-Farbraumabdeckung. In puncto Anschlüsse bietet das IdeaPad Vibe mit zwei USB-A-, zwei USB-C-Ports, HDMI und microSD-Kartenleser mehr Optionen, als Apples MacBook Neo derzeit mitbringt.
Die AMD-Varianten sollen ab Oktober 2026 in den Handel kommen, Snapdragon-X-Modelle folgen ab November 2026. Intel-basierte Ausführungen sind für einen späteren Zeitpunkt angekündigt.
Parallel zur Notebook-Serie präsentierte Lenovo mit dem IdeaCentre AIO i auch einen All-in-One-Desktop-PC in 23,8 und 27 Zoll mit Intel-Core-Prozessoren, der ab November erhältlich sein soll und bei 999 Euro startet.
Weitere Konkurrenz für das MacBook Neo
Lenovo ist nicht der einzige Hersteller, der sich am MacBook Neo orientiert. Samsung hat mit dem Galaxy Book6 ein 14-Zoll-Modell ab 799 US-Dollar vorgestellt, das auf Intels Wildcat-Lake-Chips setzt, bis zu 16 GB RAM und 1 TB SSD bietet und laut Hersteller 25 Stunden Akkulaufzeit bei einer 61,2-Wh-Batterie erreicht.
Das Display löst mit 1920×1200 Pixeln bei 350 Nits auf – im Vergleich dazu kommt das MacBook Neo auf 16 Stunden Akkulaufzeit und ein helleres 2408×1506-Panel mit 500 Nits.
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Auch Dell zeigte auf der IFA 2026 mit dem Dell 14S ein Konkurrenzmodell in vier Farben, das in der Basisausstattung mit 8 GB RAM und 256 GB SSD startet und wahlweise mit Intel Core 5 320 oder Core 7 350 bis zu 16 GB RAM und 1 TB SSD bietet.
Der Hersteller gibt eine Akkulaufzeit von 23 Stunden bei Netflix-Wiedergabe an; ein konkreter Preis steht noch aus, dürfte sich laut Berichten aber am XPS 13 mit rund 700 US-Dollar orientieren.
Apples eigene Pläne für die Laptop-Zukunft
Während die Konkurrenz aufholt, arbeitet Apple offenbar an einer Neuausrichtung seiner Notebook-Strategie. Laut Marktforscher Omdia hat Apple Pläne für ein faltbares MacBook Pro mit durchgehendem Display (16,1 bis 18 Zoll) sowie für größere OLED-MacBooks im Bereich 14,4 bis 16,1 Zoll gestrichen.
Stattdessen soll für 2029 ein neues 13,8-Zoll-OLED-MacBook zwischen Air und Pro geplant sein, das mit einem Single-Stack-Hybrid-OLED-Panel, einer LTPO+-Backplane und einer Kamera unter dem Display ausgestattet wäre.
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Kurzfristig erwartet Omdia ein OLED-MacBook-Pro mit 14,3 und 16,3 Zoll für die zweite Jahreshälfte 2026 oder Anfang 2027. Mini-LED-Modelle sollen mindestens bis 2028 im Programm bleiben, während das MacBook Air laut Omdia bis 2030 bei LCD-Technologie verharrt.
Für das Late-2026-Modell des OLED-MacBook-Pro bringt Omdia sogar einen M5-Ultra-Chip mit 36-Core-CPU, 80-Core-GPU und bis zu 512 GB Arbeitsspeicher ins Spiel – allerdings hat Apple bislang keine Ultra-Chips in Notebooks verbaut, weshalb Branchenexperten wegen der Kühlungsanforderungen skeptisch bleiben.
Für 2027 berichten Bloomberg und der Analyst Tim Culpan zudem von einem MacBook Neo 2 mit A19-Pro-Chip, der eine 10 bis 15 Prozent schnellere CPU und eine bis zu 40 Prozent schnellere GPU bieten soll, kombiniert mit 12 GB statt bisher 8 GB Arbeitsspeicher, neuen KI-Funktionen und zusätzlichen Farboptionen.
Der Erfolg der aktuellen Mac-Familie gibt Apple derweil Rückenwind: Im dritten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Mac-Umsatz von 10,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 29 Prozent im Jahresvergleich, bei einem Gesamtumsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar (+16 Prozent). Das MacBook Neo trug maßgeblich zu diesem Rekordergebnis bei.

