Auf der diesjährigen IFA in Berlin hat TCL CSOT die zweite Generation seiner im Inkjet-Verfahren hergestellten OLED-Panels (IJP-OLED) vorgestellt. Im Zentrum der Präsentation steht ein 27-Zoll-4K-Display, das mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz und deutlich gesteigerten Helligkeitswerten die technologische Weiterentwicklung dieser Fertigungsmethode unterstreicht.
Fortschritte bei Helligkeit und Langlebigkeit
Das neu vorgestellte Panel der zweiten Generation erreicht eine SDR-Helligkeit von 500 Nits sowie eine Spitzenhelligkeit von rund 1.200 Nits. Damit übertrifft es die erste Generation der IJP-OLED-Technologie deutlich, die bei 300 Nits im SDR-Betrieb und 1.000 Nits in der Spitze lag.
Die Vorgängergeneration findet unter anderem im MSI PRO MAX Verwendung. Auch Lenovo setzt bei Modellen wie dem ThinkVision P27UL-40 bereits auf IJP-OLED-Panels von TCL CSOT.
Neben der reinen Leuchtkraft adressiert der Hersteller auch die Haltbarkeit der organischen Leuchtdioden. Die neue „Auto-OLED-Care“-Technologie nutzt einen integrierten Kompensations-Chip. Dieser soll den herkömmlichen Pixel-Refresh überflüssig machen, indem er potenzielle Abnutzungserscheinungen intern ausgleicht. Ergänzend dazu zeigte das Unternehmen ein weiteres 27-Zoll-4K-Panel, das mittels einer Oxide-Backplane eine Bildwiederholrate von 240 Hz erzielt.
Faltbare Konzepte und spezialisierte Display-Lösungen
Ein technologisches Highlight am Messestand stellt der weltweit erste Tri-Fold-Monitor auf IJP-OLED-Basis dar. Das Display verfügt über eine Diagonale von 28 Zoll und lässt sich auf eine Größe von 16 Zoll zusammenfalten. Mit einer Dicke von 4,48 mm und einem Biegeradius von R1,8 mm demonstriert TCL CSOT die Flexibilität der Druck-OLED-Verfahren. Angaben zu einer kommerziellen Verfügbarkeit oder Preisen machte das Unternehmen bislang nicht.
Das Portfolio für spezialisierte Anwendungen umfasst zudem ein 14-Zoll-2K-Panel für Laptops, das den DCI-P3-Farbraum zu 99 % abdecken soll, sowie ein 32-Zoll-Holografik-Panel.
Für den E-Reader-Markt wurde ein 28,5-Zoll-E-Paper auf IGZO-Basis präsentiert. Im Fernsehsegment zeigte die Gruppe einen 65-Zoll-8K-Bildschirm, der 3D-Inhalte in 4K-Auflösung wiedergeben kann.
Die IFA 2026 zeigt: Faltbare OLED-Monitore sind keine Zukunftsmusik mehr. TCL CSOT präsentiert den ersten Tri-Fold-Monitor – und die neue Auto-OLED-Care-Technologie verspricht, lästige Einbrenneffekte zu reduzieren. Jetzt kostenlosen Monitor-Guide anfordern: Die besten OLED-Monitore 2026 Jetzt Guide sichern
Erweiterung des Produktökosystems und Mobilfunk-Neuheiten
Unter der Kernmarke TCL wurde die Monitor-Reihe um das Modell OLED+ 32X3A ergänzt, das eine Dual-Modus-Funktionalität mit 4K bei 240 Hz oder Full-HD bei 480 Hz bietet. Das Gerät ist 6,4 mm dünn und mit einem Soundsystem von Bang & Olufsen ausgestattet.
Im Bereich der mobilen Endgeräte präsentierte das Unternehmen das P80 Ultra. Es handelt sich um das erste Smartphone mit einem NXTPAPER-AMOLED-Display, das eine besonders hohe PWM-Frequenz von über 3.000 Hz aufweist, um die Augenbelastung zu minimieren.
Technisch ist das P80 Ultra mit einem Dimensity-5G-Chipsatz, 24 GB Arbeitsspeicher und bis zu 512 GB internem Speicher ausgestattet. Das Kamerasystem umfasst eine 50-MP-Hauptkamera sowie ein 50-MP-Periskop-Objektiv mit dreifach optischem Zoom.
Das Gerät soll mit Android 16 ausgeliefert werden, wobei der Hersteller vier Betriebssystem-Updates und sieben Jahre Sicherheitsaktualisierungen zusagt.
Strategische Partnerschaften und Messepräsenz
OLED-Monitore mit hoher Bildwiederholrate sind oft teuer – doch die neuesten Modelle bieten mehr Leistung fürs Geld. Erfahren Sie, welche 4K-Monitore mit 240 Hz oder sogar 480 Hz aktuell überzeugen und wie Sie Einbrenneffekte vermeiden. Jetzt kostenlosen Vergleich der Top-OLED-Monitore 2026 anfordern Vergleich anfordern
Flankierend zu den Hardware-Vorstellungen gab TCL eine Partnerschaft mit dem FIBA Women’s Basketball World Cup 2026 bekannt. Im Rahmen des „Inspiration Habitat“ zeigte das Unternehmen zudem Fortschritte in seinem NXTHOME-Ökosystem, darunter den KI-Roboter AiMe und neue Lösungen im Bereich der Klimatechnik und Haushaltsgeräte.
Die IFA 2026 in Berlin verdeutlicht die wachsende Dominanz chinesischer Unternehmen in der Unterhaltungselektronik. Von den insgesamt 1.900 Ausstellern stammen 932 aus China. Während Xiaomi erstmals mit einer großflächigen Präsenz von 380 Produkten vertreten ist, verzichtete Samsung in diesem Jahr erstmals seit 1991 auf eine Präsenz direkt auf dem Messegelände und wich auf eine eigene Veranstaltung aus.

