Betrüger nutzen eine angebliche Frist vom 17. Januar, um mit gefälschten SMS an persönliche Daten zu gelangen. Die Behörden des US-Bundesstaates Illinois warnen eindringlich vor einer massiven Phishing-Welle per SMS. Die Nachrichten geben vor, von der Führerscheinbehörde zu stammen und drängen mit einer angeblichen Sofortfrist zur Herausgabe sensibler Daten.
So funktioniert der SMS-Betrug
Die als Smishing bekannte Masche setzt auf Druck und täuschende Ähnlichkeit. Die Nachrichten behaupten oft, von einer nicht existierenden „Illinois State Department of Motor Vehicles“ zu stammen. Sie drohen mit der sofortigen Sperrung des Führerscheins oder der Fahrzeugzulassung, etwa wegen einer angeblichen unbezahlten Strafe. Ein enthalten Link führt auf täuschend echte, gefälschte Websites.
Dort werden die Opfer aufgefordert, persönliche Daten wie Führerscheinnummer, Sozialversicherungsnummer und Kreditkartendaten einzugeben. Diese Informationen gelangen direkt in die Hände der Kriminellen. Die Betrüger nutzen dabei eine klassische Social-Engineering-Taktik: Die künstlich erzeugte Dringlichkeit soll die Empfänger dazu bringen, impulsiv zu handeln, ohne die Nachricht zu überprüfen.
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So kommuniziert der Staat wirklich
Das Büro des Secretary of State, zuständig für Führerscheine, stellt klar: Echte Behörden kontaktieren Bürger niemals unaufgefordert per SMS, um Zahlungen zu fordern oder persönliche Daten abzufragen. Einzige legitime SMS sind Erinnerungen an selbst vereinbarte Termine.
„Jede SMS, die mit Strafen droht oder persönliche Informationen verlangt, um eine Sperre zu vermeiden, ist ein Betrug“, so die Behörde. Diese Kampagne ist Teil einer Serie, bei der Kriminelle auch andere Behörden wie das Verkehrs- oder Arbeitsministerium von Illinois nachahmen.
So schützen Sie sich
Die wichtigsten Verteidigungsmaßnahmen sind Skepsis und richtiges Handeln:
* Nicht antworten und nicht klicken: Selbst eine „STOP“-Antwort bestätigt Betrügern, dass Ihre Nummer aktiv ist.
* Nachricht löschen: Der sicherste Weg.
* Unabhängig prüfen: Bei Unsicherheiten die offizielle Website der Behörde direkt aufrufen oder eine verifizierte Nummer anrufen – niemals die aus der verdächtigen SMS.
* Betrug melden: Verdächtige SMS sollten beim Bundeshandelskommissariat (FTC) gemeldet werden, um Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung zu helfen.
Immer raffiniertere Methoden
Die aktuelle Kampagne mit der gefälschten Januar-Frist ist kein Einzelfall. Cyberkriminelle nutzen zunehmend die Namen vertrauenswürdiger Behörden aus. Die Kombination aus Dringlichkeit und Drohung hat sich als wirksames psychologisches Werkzeug erwiesen. In der Vergangenheit wurde bereits die Frist für den US-REAL-ID-Ausweis als Köder genutzt.
Angesichts immer raffinierterer Methoden bleibt Aufklärung die wichtigste Verteidigungslinie. Die Behörden raten, grundsätzlich von Betrug auszugehen, wenn unaufgeforderte SMS von Behörden Geld oder Daten fordern.



