iMac M6 im Test: 2-Nanometer-Chip bringt deutlichen Leistungssprung

Der M6 beschleunigt Benchmarks und Speicherzugriffe deutlich; Gehäuse, Display und Bedienkomfort bleiben zentrale Kritikpunkte.

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Erste Testberichte zum neuen iMac mit M6-Chip bescheinigen dem All-in-One-Rechner von Apple erhebliche Leistungssprünge bei unverändertem Äußeren. Fachredaktionen heben vor allem die Rechenkraft des in 2-Nanometer-Fertigung hergestellten Prozessors hervor, kritisieren jedoch das seit mehreren Jahren unveränderte Gehäusedesign und das Ausbleiben modernerer Bildschirmoptionen.

Signifikanter Leistungssprung durch 2-Nanometer-Fertigung

In synthetischen Benchmarks sowie Leistungstests übertrifft der M6-Chip seinen Vorgänger M4 deutlich. Im Geekbench-6-Test erreicht das neue Modell 4.553 Punkte im Single-Core- und 20.038 Punkte im Multi-Core-Bereich, verglichen mit 3.646 beziehungsweise 14.724 Punkten beim M4. Die Grafikleistung im Metal-Test von Geekbench 6 fällt mit 88.276 Punkten mehr als doppelt so hoch aus wie zuvor.

Auch bei Machine-Learning-Aufgaben im Geekbench AI ML legt das System mit 81.050 Punkten gegenüber den 50.704 Punkten des Vorgängers zu. Die Cinebench-2024-Werte bestätigen den Trend mit einem Plus von 38 Prozent bei der Grafikleistung, 25 Prozent im Single-Core und 40 Prozent im Multi-Core.

Herstellerseitig beziffert Apple den Vorsprung bei Alltagsaufgaben auf bis zu das 1,5-Fache, bei On-Device-KI-Aufgaben auf bis zu das Fünffache und bei reiner Grafiklast auf das Doppelte im Vergleich zum iMac M4. Der Chip bietet 170 GB/s Speicherbandbreite gegenüber 120 GB/s beim M4 und setzt in der 12-Core-Ausführung auf zwei Super-, vier Performance- und sechs Efficiency-Kerne.

Auch der Massenspeicher arbeitet schneller. Im BlackMagic-Festplattentest erreicht das Modell Leseraten von 6.594,6 MB/s und Schreibraten von 6.751,9 MB/s, während der M4 noch bei 2.895,2 MB/s beziehungsweise 3.045,6 MB/s lag. Eine Videotranskodierung von 4K zu 1080p mit Handbrake verkürzt sich auf 3:20 Minuten gegenüber 5:03 Minuten beim Vorgänger.

Im Spieletest mit Cyberpunk 2077 liefert das Gerät bei 1080p-Auflösung in Standardeinstellungen 50 Bilder pro Sekunde und 60 Bilder pro Sekunde bei reduzierten Details. Im praktischen Einsatz bewältigte das Gerät Multitasking mit über zehn Anwendungen ohne spürbare Verzögerungen, wobei der Lüfter praktisch unhörbar blieb.

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Lokale Sprachmodelle mit acht bis zwölf Milliarden Parametern ließen sich problemlos betreiben, während größere Modelle an RAM-Grenzen stießen. Tester stellten im Vergleich zum Mac mini zudem ein moderates thermisches Limit fest.

Unverändertes Design und bekannte Schwachpunkte

Trotz der Leistungsgewinne erfährt die Gehäusekonstruktion Kritik. Tester bemängeln das Ausbleiben eines physischen Redesigns: Die breiten weißen Displayränder, das markante Kinn unter dem Panel und der Mangel an Höhenverstellbarkeit bleiben bestehen. Face ID fehlt weiterhin, und die Magic Mouse muss nach wie vor über einen Anschluss an der Unterseite geladen werden.

Kyle Barr von Gizmodo merkte nach ersten Praxiseindrücken an, dass das Design unverändert geblieben sei, und zeigte sich enttäuscht über das Fehlen eines größeren OLED-Displays. David Price von Macworld beschrieb den neuen Prozessor als bedeutsames Upgrade für Nutzer älterer Rechner, sah abseits des Chips jedoch kaum Neuerungen.

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Beim Display setzt Apple unverändert auf ein 24-Zoll-4.5K-Retina-LCD mit 4.480 mal 2.520 Pixeln, 218 ppi, 500 Nits Spitzenhelligkeit, P3-Farbraum und einer Bildwiederholrate von 60 Hertz.

Eine Nano-Textur-Glasoption ist gegen 200 US-Dollar Aufpreis verfügbar. Zu den weiteren Merkmalen gehören Wi-Fi 7, Bluetooth 6, Thread-Unterstützung, der N1-Chip sowie eine 12-Megapixel-FaceTime-Kamera mit Center Stage und Desk View.

Gestiegene Preise und Konfigurationen

Trotz der Kritikpunkte am Gehäuse fallen die Testurteile überwiegend positiv aus: TechRadar vergibt 4,5 von 5 Sternen, PCMag vergibt 4,0 von 5 Sternen, und artiverse.ca vergibt 8,5 von 10 Punkten.

Die Preise wurden angehoben. Der iMac M6 beginnt bei 1.499 US-Dollar für das Basismodell mit 10-Core-CPU und -GPU, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte SSD-Speicher. Das bedeutet einen Aufpreis von 200 US-Dollar gegenüber dem Einstiegspreis des M4 von 1.299 US-Dollar vor zwei Jahren.

Den Preisanstieg begründet Apple mit einer Knappheit an Arbeitsspeicher durch die Nachfrage in KI-Rechenzentren. Die Ausführung mit 12 CPU-Kernen und vier Anschlüssen kostet 1.699 US-Dollar und umfasst Touch ID auf der Tastatur. Zum Vergleich: Der Mac mini mit M6 und 24 Gigabyte Arbeitsspeicher kostet 1.099 US-Dollar.

Das Netzteil integriert nun 2,5-Gigabit-Ethernet statt 1GbE. Beim Einstiegsmodell wird dafür in Deutschland ein Aufpreis von 30 Euro fällig, was den Gesamtpreis von 1.799 Euro auf 1.829 Euro erhöht, während der Anschluss im Vier-Port-Modell für 1.999 Euro inbegriffen ist. Zehn-Gigabit-Ethernet bleibt Adaptern überlassen; Thunderbolt 5 wird nicht unterstützt. Der iMac M6 ist ab Freitag erhältlich.