Während Apple den iMac weiterhin als Premium-Produkt positioniert, drängen neue Windows-Geräte mit aggressiver Preisgestaltung in den Markt. Die Frage ist, ob Apples Strategie aufgeht.
Apple iMac: Teurer denn je
Der aktuelle iMac mit 24-Zoll-Display und M4-Chip stammt vom Oktober 2024. Im Juni 2026 zog Apple die Preise an: Das Basismodell kostet nun 1.499 Euro. Zum Vergleich: Der Mac mini startet bei 799 Euro, das Mac Studio ab 2.499 Euro. Die Preisspanne innerhalb der eigenen Produktpalette ist beachtlich.
Branchenbeobachter rechnen noch 2026 mit einem neuen iMac-Modell. Konkrete Termine? Fehlanzeige. Dafür geistern seit Juli Spekulationen über ein High-End-Modell namens „iMac Ultra“ durch die Gerüchteküche. Ein solches Gerät könnte mit einem M8-Ultra-Chip, einem 32-Zoll-6K-mini-LED-Display und Thunderbolt 5 antreten – allerdings frühestens 2029. Das ist noch Zukunftsmusik.
Lenovo greift an: Lunar Lake als Trumpfkarte
Die eigentliche Neuigkeit kommt von der Konkurrenz. Lenovo hat im Juli 2026 den ThinkCentre Neo 50a Gen 6 vorgestellt – und positioniert ihn als direkten iMac-Rivalen. Das System setzt auf Intels neueste Lunar-Lake-Architektur, konkret auf die Chips Core Ultra 5 226V und Core Ultra 7 256V. Dazu gibt es 16 GB verlöteten Arbeitsspeicher.
Der entscheidende Unterschied? Der Preis. Die 24-Zoll-Version startet bei 1.058 Euro, das 27-Zoll-Modell bei 1.158 Euro. Das sind rund 30 Prozent weniger als der iMac-Einstiegspreis. Dafür gibt es FHD-IPS-Displays mit 100 Hertz und Touch-Funktion. Lenovo zielt klar auf preisbewusste Profis ab.
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Alte Intel-Macs: Ein letztes Lebenszeichen
Während Apple längst auf eigene Chips setzt, gibt es für Besitzer älterer Intel-Macs noch Hoffnung. Der OpenCore Legacy Patcher 2.4.1 ermöglicht seit Juli die Installation von macOS Sequoia auf nicht mehr unterstützten Intel-Rechnern. Allerdings: Für das kommende macOS 26 „Tahoe“ wird es diese Rettung nicht geben. Die Entwickler haben bereits klargestellt, dass die Unterstützung dort endet.
Die Chip-Zukunft: M6 gegen Nova Lake
Der Blick nach vorne zeigt einen sich zuspitzenden Wettbewerb. Apples M6-Chip soll noch 2026 debütieren – zunächst als Basismodell, ohne Pro- oder Max-Varianten. Technisch verspricht Apple eine überarbeitete GPU mit bis zu 12 Kernen und einer Speicherbandbreite von 200 GB/s.
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Intel kontert mit Nova Lake – den Core-Ultra-Series-4-Prozessoren. Der Start ist für Anfang 2027 geplant, zunächst mit 28-Kern-Varianten. Ein 52-Kern-Flaggschiff soll zwischen Mai und September 2027 folgen. Parallel dazu liefert Intels Foundry-Sparte bereits erste Panther-Lake-Prozessoren mit High-NA-EUV-Lithografie aus.
Die Botschaft ist klar: Der Kampf um die Leistungskrone wird härter. Und Apples Premium-Preispolitik gerät zunehmend unter Druck – nicht nur durch günstigere Windows-Alternativen, sondern auch durch aufholende Intel-Chips. Ob der iMac seine Spitzenposition halten kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

