Impress Remote: LibreOffice bringt mobile Präsentationssteuerung

Die Document Foundation präsentiert mit Impress Remote eine mobile Steuerung für Präsentationen. Die Erweiterung bietet Referentenansicht, Timer und über 100 Sprachen.

Die Document Foundation hat mit „Impress Remote“ eine neue Erweiterung für ihre Open-Source-Bürosuite LibreOffice vorgestellt. Die Anwendung zielt darauf ab, die Durchführung von Präsentationen flexibler zu gestalten, indem sie eine Steuerung über mobile Endgeräte oder direkt über den Webbrowser ermöglicht. Damit reagiert die Organisation auf den Bedarf an mobilen Lösungen im professionellen Umfeld und baut den Funktionsumfang ihres Präsentationsprogramms Impress weiter aus.

Funktionale Schwerpunkte und technische Kopplung

Im Zentrum der neuen Erweiterung steht die nahtlose Verbindung zwischen dem präsentierenden Computer und dem Steuerungsgerät. Die Kopplung erfolgt laut Angaben der Document Foundation unkompliziert über einen QR-Code, was den manuellen Einrichtungsaufwand für Nutzer minimieren soll. Einmal verbunden, bietet die Erweiterung eine dedizierte Referentenansicht. Diese umfasst neben der Foliensteuerung auch die Anzeige von hinterlegten Notizen sowie einen integrierten Timer, um den zeitlichen Rahmen des Vortrags im Blick zu behalten.

Für die technische Realisierung der Verbindung stehen verschiedene Modi zur Verfügung. Während der Betrieb über lokales IPv4 bereits erfolgreich getestet wurde, befinden sich andere Optionen noch in einem experimentellen Stadium. Dazu zählen die Unterstützung von IPv6 sowie die Nutzung von LocalTunnel. Für komplexere Netzwerkkonfigurationen bietet die Erweiterung zudem einen Relay-Server an, der auf Python basiert und sowohl unter Linux als auch unter Windows eingesetzt werden kann.

Entwicklung und internationale Verfügbarkeit

Die Entwicklung der Erweiterung geht auf Bora Yarkın zurück. Ein wesentliches Merkmal für den globalen Einsatz ist die umfassende Lokalisierung: Das Tool enthält bereits zum Start Übersetzungen für über 100 Sprachen. Damit unterstreicht die Document Foundation ihren Anspruch, LibreOffice als weltweit zugängliche Alternative zu proprietären Lösungen zu positionieren.

Anzeige

Wer die Vorteile von Open-Source-Lösungen wie der neuen Präsentations-Steuerung voll ausschöpfen möchte, findet in diesem Paket den idealen Einstieg. Sichern Sie sich wertvolle Tipps zur kostenlosen Office-Alternative und sparen Sie hunderte Euro im Jahr. Gratis LibreOffice Startpaket jetzt herunterladen

Interessierte Nutzer können die Erweiterung über das offizielle Portal für LibreOffice-Extensions oder über die Entwicklerplattform GitHub beziehen. Innerhalb der Programmoberfläche von LibreOffice ist der Zugriff auf die neuen Funktionen über den Tab „Extensions“ in der sogenannten Tabbed UI (Registerkarten-Benutzeroberfläche) vorgesehen.

Strategische Einordnung und Finanzierung

Die Veröffentlichung von Impress Remote erfolgt zu einem strategisch gewählten Zeitpunkt. Branchenbeobachter sehen darin einen Teil einer breiteren Strategie im Wettbewerb mit kommerziellen Anbietern. Insbesondere das bevorstehende Ende des Supports für Microsoft Office LTSC 2021 am 13. Oktober 2026 eröffnet für Open-Source-Alternativen neue Marktchancen. Durch die kontinuierliche Modernisierung des Funktionsumfangs versucht die Document Foundation, den Umstieg für Unternehmen und Behörden attraktiver zu gestalten.

Anzeige

Angesichts auslaufender Lizenzen suchen immer mehr Anwender nach einer leistungsstarken und kostenfreien Arbeitsumgebung für ihre Dokumente. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, wie Sie LibreOffice wie ein Profi einsetzen und Microsoft-Vorlagen problemlos weiternutzen. Hier kostenlosen Office-Guide sichern

Die Finanzierung der Stiftung und der Weiterentwicklung von LibreOffice basiert maßgeblich auf Spenden sowie der Unterstützung durch Unternehmen. In diesem Zusammenhang plant die Organisation die Einführung eines Spendenbanners im Start Center der Software. Dieses Element soll voraussichtlich mit der Version LibreOffice 26.8 sein Debüt feiern. Aktuelle Beobachtungen aus den sogenannten Master-Builds, also den frühen Entwicklungsversionen, deuten jedoch darauf hin, dass das Banner in seiner derzeitigen Form noch als übergroß und technisch unausgereift gilt. Bis zur finalen Veröffentlichung der Version 26.8 dürften hier noch Anpassungen vorgenommen werden, um die Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten und gleichzeitig die notwendigen Mittel für den Betrieb der Stiftung zu sichern.