Indiens globaler KI-Gipfel beginnt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und mit hochrangiger politischer Beteiligung. Die Veranstaltung soll das Land als KI-Vorreiter der Schwellenländer etablieren.
Der hochkarätig besetzte India AI Impact Summit 2026 starts today, Monday, exklusiv für geladene Gäste. Erst am Dienstag öffnet die begleitende Messe für die Öffentlichkeit. Der eingeschränkte Zugang am ersten Tag ist den Sicherheitsprotokollen für die offizielle Eröffnung durch Premierminister Narendra Modi am Abend geschuldet. Die fünftägige Konferenz im modernen Bharat Mandapam Komplex in Neu-Delhi erwartet über die Woche mehr als 250.000 Besucher.
Hochrangiges Treffen hinter verschlossenen Türen
Die Entscheidung für einen geschlossenen Auftakt unterstreicht den politischen Stellenwert des Gipfels. Fast 20 Staats- und Regierungschefs sowie Top-Manager führender Technologiekonzerne werden erwartet. Namen wie Sundar Pichai von Google und Sam Altman von OpenAI stehen auf der Gästeliste.
Ziel des Treffens ist es, weg von theoretischen Diskussionen hin zu konkreten Fahrplänen für eine inklusive und nachhaltige KI-Entwicklung zu kommen. Die Agenda der ersten Tage konzentriert sich auf KI-Governance, Ethik und skalierbare Anwendungen. Der exklusive Start soll einen seriösen Rahmen für diese hochpolitischen Gespräche schaffen.
Plattform für Indiens globale KI-Ambitionen
Der Gipfel ist ein zentraler Baustein der umfassenden IndiaAI Mission der Regierung. Die parallel laufende Expo mit über 300 Ausstellern – darunter mehr als 600 Startups – dient als globale Leistungsschau. Dreizehn internationale Pavillons, unter anderem aus Deutschland, Japan, Frankreich und Großbritannien, präsentieren sich.
Unter dem Motto „Menschen, Planet und Fortschritt“ will Indien seinen Wandel von einer datenreichen Nation zu einer KI-orientierten Wirtschaftsmacht demonstrieren. Der Fokus liegt auf praktischen, umsetzungsreifen Anwendungen für Schlüsselsektoren wie Gesundheit, Landwirtschaft und Verwaltung – besonders relevant für Entwicklungsländer. Internationale Partner wie die Weltbank werben für „Small AI“: bezahlbare Lösungen für Regionen mit begrenzter Infrastruktur.
Strategie: Innovation fördern, Regeln setzen
Der Gipfel findet in einer Phase beispielloser KI-Investitionen und Regulierung in Indien statt. Das Kabinett bewilligte 2024 ein milliardenschweres Förderprogramm für Recheninfrastruktur, Datenzugang und Talententwicklung. Ende 2025 veröffentlichte das Elektronikministerium umfassende Leitlinien für eine transparente und verantwortungsvolle KI-Nutzung.
Erst kürzlich traten Änderungen der IT-Regeln in Kraft, die eine Kennzeichnung KI-generierter Inhalte vorschreiben. Diese werden am letzten Gipfeltag, dem 20. Februar, wirksam.
Unternehmen und Entwickler, die KI-Systeme einsetzen oder anbieten, stehen längst vor neuen Pflichten – Kennzeichnung, Risikoklassifizierung und umfassende Dokumentation sind heute Pflicht. Ein kompakter Gratis-Leitfaden erklärt verständlich, welche Anforderungen die EU-KI-Verordnung stellt und welche Fristen jetzt gelten. Jetzt kostenlosen KI-Verordnungs-Leitfaden herunterladen
Parallel lockt Indien mit Großprojekten wie einer geplanten „Datenstadt“ in Visakhapatnam Milliardengelder globaler Tech-Konzerne an.
Vom Dialog zur messbare Wirkung
Ab Dienstag soll der Gipfel mit der öffentlichen Messe lebendiger werden. Die Organisatoren haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Mindestens 15 konkrete Ergebnisse und Partnerschaften für sichere, vertrauenswürdige KI sollen hervorgebracht werden.
Der langfristige Erfolg wird sich daran messen lassen, ob die in Neu-Delhi initiierten Kooperationen skalierbare Lösungen für reale Probleme liefern. Indien positioniert sich damit nicht nur als Gastgeber, sondern als gestaltende Kraft in der globalen KI-Revolution – besonders für die Länder des globalen Südens.





