Die ING hat die technischen Voraussetzungen für die Nutzung ihrer mobilen Banking-App kurzfristig verschärft. Entgegen der ursprünglichen Planung, die eine Umstellung erst für Mitte September vorsah, wurden die neuen Mindestanforderungen für die Betriebssysteme iOS und Android bereits mit sofortiger Wirkung vorgezogen. Nutzer älterer Endgeräte müssen nun auf alternative Verfahren ausweichen oder ihre Hardware aktualisieren, um weiterhin mobilen Zugriff auf ihre Konten zu haben.
Systemwechsel betrifft ältere iPhone-Modelle und Android-Versionen
Bisher war vorgesehen, dass die ING-App erst ab dem 15.09.2026 eine Aktualisierung der Betriebssysteme zwingend voraussetzt. Diese Frist wurde nun gestrichen. Ab sofort verlangt die Anwendung mindestens die Version iOS 16 für Apple-Geräte oder Android 11 für Smartphones anderer Hersteller.
Von dieser Anhebung der Systemanforderungen sind insbesondere Nutzer älterer Apple-Hardware betroffen. Da iOS 16 höhere Anforderungen an die Prozessorleistung und Architektur stellt, können Modelle wie das iPhone 7 sowie das iPhone SE der ersten Generation die neue Version nicht mehr ausführen. Für Besitzer dieser Geräte bedeutet dies, dass die ING-App in ihrer aktuellen Form nicht mehr unterstützt wird und keine Sicherheitsupdates oder Funktionserweiterungen mehr empfangen kann.
Hohe Abdeckungsrate im Android-Segment
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Bei den Nutzern von Android-Geräten stellt sich die Situation laut aktuellen Erhebungen weniger kritisch dar. Statistiken zeigen, dass bereits 83 % der aktiven Android-Geräte mit der Version 11 oder einer neueren Variante des Betriebssystems betrieben werden. Damit ist ein Großteil der Kundenbasis bereits technologisch für die neuen Anforderungen gerüstet.
Die Entscheidung, ältere Betriebssysteme von der Nutzung auszuschließen, wird in der Branche üblicherweise mit den steigenden Sicherheitsanforderungen im mobilen Zahlungsverkehr begründet. Ältere Softwareversionen erhalten von den Herstellern oft keine sicherheitsrelevanten Patches mehr, was das Risiko für Schwachstellen erhöht. Durch die Konzentration auf modernere Systemumgebungen können Finanzinstitute sicherstellen, dass Verschlüsselungsstandards und biometrische Identifikationsverfahren auf dem neuesten Stand bleiben.
PhotoTAN-Generator als Alternative für betroffene Kunden
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Die vorzeitige Umstellung unterstreicht den Trend in der Finanztechnologie, den Lebenszyklus unterstützter Softwareversionen zu verkürzen, um die Integrität der digitalen Infrastruktur zu gewährleisten. Betroffene Kunden werden durch die geänderten Rahmenbedingungen dazu angehalten, ihre digitale Ausstattung zeitnah zu überprüfen, um Unterbrechungen im täglichen Zahlungsverkehr zu vermeiden.

