Innok Robotics aus Regenstauf hat seine Produktfamilie INDUROS für autonome Transportroboter deutlich erweitert. Das Unternehmen reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach Automatisierungslösungen, die sowohl in Werkshallen als auch im Außenbereich funktionieren. Die Neuheiten sollen erstmals auf der Hannover Messe 2026 im April live gezeigt werden.
Vier Modelle für jede Transportaufgabe
Herzstück der Ankündigung ist ein abgestuftes Portfolio aus vier verschiedenen Autonomous Mobile Robots (AMRs). Sie decken Nutzlasten von leichten, agilen Aufgaben bis zu schweren Industrielasten ab. Bislang war das bayerische Unternehmen vor allem mit seinen Flaggschiff-Modellen bekannt.
An der Spitze steht der neue INDUROS 1300. Der Schwerlastroboter ist für das Ziehen von Lasten bis zu 1.300 Kilogramm ausgelegt. Sein robustes 1.500-Watt-Antriebssystem soll selbst Palettenwagen und Gitterboxen über unebenes Gelände bewegen können.
Für den mittleren Leistungsbereich stehen der INDUROS 700 und das 700s-Modell zur Verfügung. Beide haben eine Zugkapazität von 700 Kilogramm. Die „s“-Variante bietet dabei erweiterte Funktionen. Den Einstieg in die Familie bildet der kompakte INDUROS 350s. Er ist für leichtere und schnellere Transporte konzipiert, bei denen Wendigkeit im Vordergrund steht.
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Der Schlüssel: Nahtloser Übergang zwischen Halle und Hof
Was die INDUROS-Familie von vielen Wettbewerbern unterscheidet, ist ihre Multiterrain-Fähigkeit. Während Standard-AMRs für Lagerhäuser perfekt ebene und saubere Böden benötigen, sind die Roboter aus Regenstauf für den Einsatz drinnen und draußen gebaut.
Mit einer IP65-Schutzart und robusten Chassis-Designs können sie problemlos von der Montagelinie in der Halle auf asphaltierte Wege im Außenbereich wechseln. Die Roboter bewältigen Steigungen, Schwellen und auch widrige Wetterbedingungen. So soll der Materialfluss selbst dann aufrechterhalten werden, wenn Produktionsschritte durch Werkshöfe getrennt sind.
Die Navigation funktioniert ohne teure Infrastruktur. Das „Innok Hybrid Navigation“-System kommt ohne künstliche Orientierungshilfen wie Bodentransponder oder Magnetstreifen aus. Stattdessen navigieren die Roboter dynamisch mit einem ausgeklügelten Sensor-Set aus Laserscannern und Kameras. Das ermöglicht den Einsatz in bestehenden Fabriken, ohne aufwändige Umbauten.
Software als Gehirn der Flotte
Zur erweiterten Hardware präsentiert Innok Robotics auch Updates für seine Software-Ökosysteme. Die zentrale Steuerungsplattform Innok Cockpit ermöglicht die Planung und Verwaltung ganzer Roboterflotten. Routen können definiert und Arbeitsabläufe für mehrere Roboter gleichzeitig optimiert werden.
Für den täglichen Betrieb auf dem Shopfloor gibt es Innok BayControl. Diese Oberfläche ist für Mitarbeiter ohne spezielle Robotik-Kenntnisse konzipiert. Sie können damit intuitiv mit den Robotern interagieren, spontane Aufträge erteilen oder geplante Aufgaben verwalten. Die Roboter kuppeln Anhänger selbstständig an und ab und reduzieren so manuelle Arbeit in repetitiven Transportkreisläufen.
Markttrend: Automatisierung ohne Lücken
Der Launch kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Logistik-Robotermarkt hin zur „End-to-End“-Automatisierung entwickelt. Während die Automatisierung in Lagerhallen bereits ausgereift ist, gelten Werkshöfe und Übergangsbereiche nach wie vor als Engpässe.
Mit einer Plattform für beide Bereiche positioniert sich Innok gegen Wettbewerber wie Mobile Industrial Robots (MiR) oder OMRON, deren Stärken traditionell im reinen Innenbereich liegen. Das Unternehmen bedient mit seiner Fokussierung auf die hybride Indoor-Outdoor-Nische und dem „Tugger-Train“-Konzept eine spezifische Lücke, besonders für weitläufige Produktionsstandorte.
Marktberichte aus dem ersten Quartal 2026 deuten auf einen steigendenTrend zu Hybrid-Flotten hin. Unternehmen wollen die Präzision von gelenkten Fahrzeugen mit der Flexibilität autonomer Roboter kombinieren. Die Fähigkeit der INDUROS-Familie, ohne feste Infrastruktur auszukommen und Routen bei Layout-Änderungen anzupassen, passt genau zu diesem Bedarf.
Ausblick: Hannover Messe und internationale Expansion
Innok Robotics sieht 2026 als ein entscheidendes Jahr für sein internationales Wachstum. Nach der Präsentation auf der Hannover Messe plant das Unternehmen, seine jüngste Expansion zu nutzen, um in neue Märkte wie Nordamerika vorzudringen.
Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in Logistik und Produktion wird die Nachfrage nach robusten, autonomen Transportsystemen voraussichtlich weiter steigen. Die Fähigkeit der INDUROS-Familie, rund um die Uhr zu arbeiten – unterstützt durch induktives Laden –, macht sie zu einem zentralen Baustein für die „Smart Factory“ der Zukunft. In dieser soll der Materialfluss durchgängig, transparent und widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse sein.
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