Die effiziente Verwaltung mehrerer Computersysteme über eine einzige Eingabekonsole gewinnt in professionellen Arbeitsumgebungen zunehmend an Bedeutung. Mit der Open-Source-Lösung Input Leap steht ein Werkzeug zur Verfügung, das die Steuerung verschiedener Rechner mittels Tastatur und Maus über eine Netzwerkverbindung ermöglicht. Wie aus einem Bericht vom 18. September 2026 hervorgeht, setzt die Software auf ein Server-Client-Modell.
Funktionsweise und Konfiguration von Input Leap
Die Installation von Input Leap kann über gängige Paketmanager wie apt, dnf oder brew erfolgen. Die Kommunikation zwischen den beteiligten Systemen findet über den Port 24800 statt. Zur Einrichtung nutzt die Software spezifische Sektionen für Bildschirme und Verknüpfungen, um die relative Position der Monitore zueinander festzulegen.
In Bezug auf die Sicherheit bietet die Anwendung eine optionale SSL-Verschlüsselung an. Ein technischer Vorbehalt besteht derzeit bei der Nutzung unter Linux-Systemen mit dem Wayland-Protokoll: Hier wird die Synchronisation der Zwischenablage (Clipboard-Sync) aktuell nicht unterstützt.
Alternative Software-Lösungen: Barrier und Lan Mouse
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Neben Input Leap existieren weitere softwarebasierte KVM-Lösungen (Keyboard, Video, Mouse). Die Anwendung Barrier erlaubt laut Berichten vom 17. und 18. September 2026 das Teilen von Eingabegeräten zwischen Windows, macOS und Linux über das lokale Netzwerk (LAN).
Die Software wird als kostenlos und latenzarm beschrieben und unterstützt den Austausch der Zwischenablage sowie die Konfiguration von Hotkeys wie die Kombination aus Strg+Umschalt und den Pfeiltasten oder die Rollen-Taste (Scroll Lock).
Bei einer beispielhaften Installation verbindet Barrier ein System mit Windows 11 als Server und ein Gerät mit Ubuntu 22.04 LTS als Client. Dabei ist eine exakte Übereinstimmung der Bildschirmnamen erforderlich. Für den Betrieb muss der Port 24800 TCP in der Firewall freigegeben werden. Um die Latenz weiter zu verringern, besteht die Möglichkeit, die SSL-Verschlüsselung zu deaktivieren.
Ein technologisch anderer Ansatz wird mit Lan Mouse verfolgt. Die in der Programmiersprache Rust geschriebene Software nutzt für die Datenübertragung das UDP-Protokoll über Port 4242 und sichert die Verbindung mittels DTLS-Verschlüsselung ab.
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Laut Berichten vom 17. September 2026 bietet Lan Mouse eine zertifikatsbasierte Geräteauthentifizierung. Während das System unter Wayland (ab GNOME 45 oder KDE 6.1) voll einsatzfähig ist, wird X11 lediglich als Empfänger unterstützt. Die Konfiguration erfolgt über eine spezifische Datei im Nutzerverzeichnis.
Spezialisierte Tools und Hardware-Optionen
Für Nutzer des Betriebssystems macOS bietet das Werkzeug Karabiner-Elements erweiterte Möglichkeiten zur Filterung von Eingabegeräten. Einem Bericht vom 17. September 2026 zufolge können Geräte über ihre Hersteller- und Produkt-ID (vendor_id/product_id) identifiziert und über vier verschiedene Bedingungen gefiltert werden. Für den Betrieb sind umfassende Systemberechtigungen wie Input Monitoring und Accessibility erforderlich.
Ergänzend zu Software-Lösungen bleibt der Markt für physische KVM-Switches relevant. Branchenberichte führen für das Jahr 2026 verschiedene Modelle für Arbeitsplätze mit zwei Laptops auf:
- Hearvo S7232H: Unterstützt 4K bei 60Hz und bietet vier USB-3.0-Anschlüsse sowie EDID-Funktionalität.
- UGREEN: Eine Lösung für bis zu drei Monitore, die 8K bei 60Hz oder 4K bei 240Hz unterstützt und über DisplayPort 1.4 sowie HDMI 2.1 verfügt.
- KCEVE: Bietet neben 4K-Unterstützung eine Stromversorgung via Power Delivery (85W PD) für angeschlossene Geräte.
- AV Access: Fokus auf hohe Bildwiederholraten (2K bei 144Hz) und integriertes Gigabit-Ethernet.
Die Wahl zwischen softwarebasierten Lösungen wie Input Leap oder physischer Hardware hängt dabei maßgeblich von den Anforderungen an Latenz, Verschlüsselung und der vorhandenen Netzwerkinfrastruktur ab.

