Eine neue Welle von Cyberangriffen zielt auf Instagram-Nutzer ab. Betrügerische Apps versprechen mehr Follower, stehlen aber persönliche Daten und kapern Konten. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt aktuell vor dieser wachsenden Gefahr.
Die Angreifer nutzen den Wunsch nach Popularität und Social-Media-Einfluss schamlos aus. Ihre Methoden werden ständig raffinierter. Sie reichen von gefälschten Login-Seiten bis hin zu ausgeklügelten Social-Engineering-Taktiken.
Die Masche: Gefälschte Apps als Köder
Cyberkriminelle locken Nutzer mit Apps, die mehr Follower, Likes oder Einblicke in Profilbesucher versprechen. Diese Anwendungen werden oft außerhalb der offiziellen App-Stores beworben und fordern die Instagram-Zugangsdaten.
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- Sie tarnen sich als legitime Tools und imitieren das Instagram-Design täuschend echt.
- Nach der Eingabe der Daten erscheint oft eine gefälschte Fehlermeldung, um den Diebstahl zu verschleiern.
- Viele Apps fordern weitreichende Berechtigungen, um im Hintergrund Kontakte auszulesen, Nachrichten zu versenden oder weitere Schadsoftware zu installieren.
Die Nutzung solcher Drittanbieter-Apps verstößt gegen die Instagram-Nutzungsbedingungen und kann zur Kontosperrung führen.
Gekaperte Konten werden zu Betrugswerkzeugen
Eine besonders perfide Methode ist die Übernahme von Instagram-Konten für weitere kriminelle Machenschaften. Das BACS warnt vor zwei gängigen Szenarien:
- Krypto-Betrug: Opfer erhalten Nachrichten von einem gehackten Freundeskonto, das für eine angebliche Krypto-Investition mit hohen Gewinnen wirbt.
- Falsche Wettbewerbe: Nutzer werden gebeten, über einen Link für einen Freund abzustimmen. Dieser Link führt zu einer Phishing-Seite, die die Login-Daten abfängt.
Sind die Betrüger erst im Besitz des Kontos, ändern sie sofort Passwort, E-Mail-Adresse und aktivieren die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für sich selbst. Der rechtmäßige Besitzer ist ausgesperrt. Die gekaperten Profile nutzen sie dann, um den gesamten Freundeskreis mit betrügerischen Angeboten zu infiltrieren.
Adware: Die nervige und gefährliche Variante
Nicht alle betrügerischen Apps zielen auf die vollständige Kontenübernahme ab. Viele dienen primär der Verbreitung von aggressiver Adware.
Diese Apps sind oft als Spiele, Wallpaper- oder Musik-Apps getarnt und werden über soziale Medien beworben. Nach der Installation überfluten sie das Gerät mit Werbung – auch außerhalb der App. Zudem fordern sie häufig unnötige Berechtigungen an, die den Diebstahl sensibler persönlicher Informationen ermöglichen.
Wie können sich Nutzer schützen?
Angesichts dieser Bedrohungen empfehlen Sicherheitsexperten konsequente Schutzmaßnahmen:
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren: Ideal per Authenticator-App. Das ist die wichtigste Schutzbarriere.
- Anmeldedaten niemals an Dritte geben: Keine Apps oder Websites nutzen, die Follower-Versprechen machen.
- Misstrauen bei ungewöhnlichen Nachrichten: Seien Sie skeptisch bei Angeboten zu schnellem Geld oder Wettbewerben – auch von Freunden. Im Zweifel den Absender über einen anderen Kanal kontaktieren.
- Berechtigungen prüfen: App-Berechtigungen regelmäßig überwachen und einschränken.
- Passwort bei Verdacht ändern: Bei verdächtigen Aktivitäten sofort das Passwort ändern.
Die integrierten Schutzmechanismen der Betriebssysteme wie Google Play Protect sind gegen neue, raffinierte Phishing-Angriffe oft machtlos. Die größte Sicherheitslücke bleibt der Mensch – und sein Wunsch nach mehr Likes.
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