Intel Bartlett Lake: Reine Power-Kerne für letzte LGA-1700-Generation

Intels neue Prozessorserie verzichtet komplett auf Effizienz-Kerne und setzt auf reine Performance. Benchmarks zeigen, dass ein 10-Kern-Modell aktuelle i5-CPUs übertrifft.

Intel schickt mit „Bartlett Lake-S“ eine ungewöhnliche Prozessor-Serie ins Rennen. Die Chips verzichten komplett auf Effizienz-Kerne und setzen stattdessen ausschließlich auf leistungsstarke P-Cores – bis zu zwölf Stück in einem Modell. Benchmarks und Händlerlisten bestätigen die Spezifikationen.

Reine Performance: 10-Kern-Chip übertrumpft aktuelle i5-Modelle

Die ersten Leistungsdaten lieferten diese Woche der Intel Core 7 253PE in der PassMark-Datenbank. Der Prozessor verfügt über zehn Performance-Kerne und keine einzigen Effizienz-Kerne (E-Cores). Damit bricht er mit der hybriden Architektur aktueller Intel-Consumer-CPUs.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im Multi-Thread-Test erzielte der Chip 31.802 Punkte. Das sind etwa 26 Prozent mehr als der Consumer-Prozessor Core i5-14400. Sogar der Core i5-14500 mit insgesamt 14 Kernen (6 P-Cores + 8 E-Cores) wurde knapp überholt. Der Single-Thread-Score von 3.647 Punkten entspricht in etwa der „Raptor Lake“-Architektur, auf der Bartlett Lake basieren soll.

Das Flaggschiff: 12 P-Cores und bis zu 5,9 GHz Takt

Während der 10-Kerner das Konzept beweist, offenbarten Listungen beim britischen Elektronikhändler Mouser Electronics die wahren Schwergewichte der Serie. Drei 12-Kern-Modelle wurden gelistet, alle ausschließlich mit P-Cores. Bisher kamen LGA-1700-CPUs maximal auf acht Performance-Kerne.

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Das Top-Modell Core 9 273PQE soll mit bis zu 5,9 GHz takten und über 36 MB L3-Cache verfügen. Diese 12-Kern-CPU bietet damit 50 Prozent mehr Performance-Kerne als der aktuelle Desktop-König Core i9-14900K. Zwei weitere Varianten komplettieren das Angebot: der Core 9 273PE (5,7 GHz) und die stromoptimierte Version Core 9 273PTE (5,5 GHz). Die Kürzel deuten auf unterschiedliche Leistungs- und Thermikprofile hin.

Zielgruppe Edge-Computing – mit Nebenwirkung für Enthusiasten

Intel positioniert die Bartlett-Lake-S-Serie offiziell für Netzwerk- und Edge-Anwendungen. In diesem Umfeld sind konstante Latenzzeiten und hohe Single-Core-Leistung wichtiger als die Hintergrundaufgaben, für die E-Cores designed sind. Der Verzicht auf Effizienz-Kerne macht zudem komplexes Thread-Scheduling überflüssig.

Doch genau das weckt Begehrlichkeiten bei einer anderen Gruppe: PC-Enthusiasten und Overclocker. Die Chips nutzen den standardmäßigen LGA-1700-Sockel. Theoretisch könnten sie also in bestehenden Z690- und Z790-Mainboards funktionieren, sofern die Hersteller entsprechende BIOS-Updates bereitstellen. Viele Nutzer wünschen sich reine Performance-Silizium, um mögliche Scheduling-Probleme in Spielen oder speziellen Anwendungen zu umgehen.

Strategisches Upgrade für bestehende Plattformen

Der Zeitpunkt für Bartlett Lake-S ist strategisch. Intels Fokus liegt bereits auf dem neuen LGA-1851-Sockel und der „Arrow Lake“-Serie. Bartlett Lake-S ist somit ein kraftvoller Abschiedsgruß für die etablierte LGA-1700-Plattform. Sie bietet Nutzern einen einzigartigen Upgrade-Pfad, um ihre aktuellen Systeme maximal auszureizen, ohne auf eine teurere, neue Plattform wechseln zu müssen.

Die größte Frage bleibt die Verfügbarkeit. Die Listungen bei Mouser kennzeichnen die Chips als „OEM/Tray“-Produkte, nicht als klassische Retail-Boxed-Versionen. Das deutet darauf hin, dass Systemintegratoren und Industriekunden direkten Zugang erhalten, Endverbraucher die Prozessoren aber möglicherweise über Dritthändler beziehen müssen. Ein offizielles Retail-Startdatum hat Intel bislang nicht genannt. Das Auftauchen von Benchmarks und Händler-SKUs legt jedoch nahe, dass die Auslieferung in den kommenden Wochen beginnen könnte.

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