Intel GPU D-Series: Neuer KI-Beschleuniger erreicht 1,3 PFLOPS bei FP8

Die D270 bietet bis zu 1,3 PFLOPS FP8-Leistung; Preise und allgemeine Verfügbarkeit stehen noch aus.

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Auf dem OCP Global Summit hat Intel die Intel GPU D-Series vorgestellt, die vormals unter dem Codenamen Crescent Island entwickelt wurde. Angetrieben wird die neue Produktreihe vom Crescent-Island-Beschleuniger auf Basis der Xe3P-Architektur, der eine Spitzenleistung von 1,3 PFLOPS bei FP8-Berechnungen erreicht, wie aus Berichten vom 12. Oktober 2026 hervorgeht.

Mit dem ersten Modell der Reihe, der GPU D270, bringt das Unternehmen seine erste kommerzielle Rechenzentrums-Grafikkarte für künstliche Intelligenz seit dem Modell Ponte Vecchio aus dem Jahr 2021 auf den Weg. Zuvor geplante Projekte wie Rialto Bridge im Jahr 2023 und Falcon Shores im Jahr 2025 waren gestrichen worden.

Technische Spezifikationen und Speicherkonfiguration der GPU D270

Die GPU D270 basiert auf der Xe3P-Architektur und verfügt über 32 Xe-Cores sowie 256 XMX-Engines. Der Chiptakt liegt bei rund 2,5 GHz, ergänzt durch einen 32 MB großen L2-Cache und ECC-Fehlerkorrektur. Ausgelegt ist die Karte für eine Schnittstelle nach dem Standard PCIe Gen5 x16 mit einer thermischen Verlustleistung (TDP) von 350 W in einem luftgekühlten PCIe-CEM-Formfaktor.

Neben der Spitzenleistung von 1,3 PFLOPS im FP8-Format erreicht die Recheneinheit maximal 10,2 TFLOPS bei FP64-Berechnungen. Eigene Hardware für 3D-Grafik oder Raytracing ist nicht integriert; Intel setzt stattdessen auf eine gemeinsame Xe-Softwarebasis.

Beim Speicher setzt die Referenzkarte von Intel auf 160 GB LPDDR5X über 20 Module mit jeweils 8 GB. Partnerkarten von ODM-Herstellern können mit 24GB-Chips bis zu 480 GB LPDDR5X fassen. Über 20 Chips und 80 Kanäle mit einer Geschwindigkeit von rund 9375 MT/s wird eine Bandbreite von 1,5 TB/s erzielt.

Fokus auf Inferenz und Partnerschaften im Rechenzentrum

Intel richtet die D-Serie primär auf Rack-Server mit bis zu acht GPUs aus, die für Inferenz, Long-Context-Verarbeitung und parallele Inferenz ausgelegt sind. Nach Unternehmensangaben bewältigt eine einzelne Karte Modelle mit bis zu rund 300 Mrd. Parametern, während ein Verbund aus acht GPUs mehr als 1 Billion Parameter unterstützt.

Anil Nanduri, Vice President für KI-Produkte und Go-to-Market der Intel Data Center Group, hob hervor, dass sich Inferenz zum maßgeblichen Arbeitsaufwand für künstliche Intelligenz entwickle.

Zum Start bietet Intel Day-0-Unterstützung für Metas Modell Muse Glimmer mit 30 Mrd. Parametern. Zudem ist das KI-Werkzeugpaket AI for Enterprise Agent Toolkit auf Xeon verfügbar, wobei eine Erweiterung für GPUs geplant ist.

Das Ökosystem umfasst laut Berichten 53 Partnerlogos, darunter Dell, HPE, Lenovo, Supermicro, Red Hat, Canonical, vLLM und Hugging Face. Als offizielle Systempartner für die D-Serie treten ASUS, HPE, Dell und Supermicro auf.

Zudem verwies Intel auf 116 OCP-Beiträge seit 2011. Im Umfeld der Server-Infrastruktur zeigte Intel zudem Xeon 6+ Konfigurationen im Open-Rack-v3-Standard, die mit 160 Sockets und 288-Kern-Xeon-6+-Prozessoren auf über 46.000 Kerne pro Rack bei rund 834 W pro Socket und 133,45 kW Gesamtleistung skalieren.

Marktposition und Ausblick

Das Kunden-Sampling für die Hardware läuft bereits. Verbindliche Preise, ein konkreter Termin für die allgemeine Verfügbarkeit oder unabhängige Messergebnisse zum Token-Durchsatz liegen bislang nicht vor; mit dem Marktstart wird voraussichtlich 2027 gerechnet.

Im Marktumfeld trifft die GPU D270 auf Konkurrenzlösungen mit abweichenden Leistungsprofilen: Nvidias flüssiggekühlte Rubin NVL72 zielt auf 17,5 PFLOPS FP8 je GPU ab, während AMDs MI350P bei einer Leistungsaufnahme von 600 W eine dichte FP8-Leistung von 2,3 PFLOPS erreicht, was rund 40 Prozent über dem Spitzenwert der D270 liegt.

Intels eigener Gaudi-3-Beschleuniger nutzt wiederum 128 GB HBM2e-Speicher mit einer Bandbreite von 3,7 TB/s. An den Finanzmärkten verzeichnete die Intel-Aktie an der Nasdaq getrieben von der Nachfrage im CPU-Segment ein Plus von 183 Prozent seit Jahresbeginn sowie einen Zuwachs von rund 175 Prozent über zwölf Monate, während das Unternehmen dort im Wettbewerb mit AMD, Qualcomm sowie Arm-basierten Lösungen wie Nvidia Grace steht.

Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „Intel’s Crescent Island AI accelerator officially powers new GPU D-Series products — chip delivers 1.3 peak …“