Intel: Leistungsschub für Grafikkarten durch neuen Treiber

Intel verlängert mit einem neuen Treiber die Lebensdauer älterer Arc-Grafikkarten durch KI-gestützte Bildgenerierung. Der Markt spaltet sich zwischen diesem Wertangebot und NVIDIAs High-End-Dominanz.

Intel versetzt den Grafikkartenmarkt mit einer wichtigen Software-Aktualisierung in Aufruhr. Ein neuer Treiber bringt die leistungssteigernde KI-Technologie XeSS 3 jetzt auch auf ältere Arc-Modelle – ein klarer Schachzug im Kampf um Preis-Leistungs-Könige.

Der Intel Arc 32.0.101.8509 WHQL-Treiber stellt die KI-basierte Multi-Frame-Generation (MFG) für die gesamte „Alchemist“- und „Battlemage“-Serie bereit. Die Technologie generiert bis zu drei zusätzliche Bilder zwischen gerenderten Frames und kann so die Bildrate spürbar erhöhen. Bisher war dieses Feature nur für die neuesten Modelle offiziell freigegeben. Besitzer einer Arc A770 aus dem Jahr 2022 erhalten damit ein unerwartetes Performance-Update, das die Lebensdauer ihrer Hardware verlängert. Tests zeigen deutliche Verbesserungen, wobei die 16 GB VRAM der A770 Engpässe in modernen Spielen verhindern.

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Intel verlängert mit dem neuen Treiber die Lebensdauer älterer Arc‑Karten – doch viele Gamer stehen vor einem anderen Problem: Das System ist offiziell nicht für Windows 11 freigegeben, was Treiber‑ oder Kompatibilitätsfragen aufwerfen kann. Ein kostenloser PDF‑Report zeigt, wie Sie Windows 11 trotz offiziell inkompatibler Hardware legal und ohne Datenverlust installieren – ideal für Spieler, die ihre ältere Hardware weiter nutzen wollen. Gratis-PDF: Windows 11 trotz inkompatibler Hardware herunterladen
Noch besser skaliert die Technologie auf der neueren „Battlemage“-Architektur, etwa bei der Arc B580.

Der Kampf an der Performance-Spitze

Während Intel auf Software setzt, tobt an der absoluten High-End-Spitze ein anderer Kampf. Hier dominiert seit Anfang 2025 unangefochten NVIDIAs GeForce RTX-50-Serie („Blackwell“). Die Flaggschiffe RTX 5090 und RTX 5080 setzen in 4K mit Raytracing immer noch die Maßstäbe.

Das Gerüchtekochen um den nächsten Schritt des Marktführers ist in vollem Gange. Seit Anfang Februar 2026 kursieren Spekulationen über eine noch mächtigere GPU. Ein RTX 5090 Ti oder eine neue TITAN-Klasse könnte im dritten Quartal 2026 erscheinen – wohl als exklusive „Founders Edition“. Diese Gerüchte nährt eine enorme Nachfrage nach absoluter Top-Performance. Limitierte Modelle wie die 1300 Mal produzierte MSI RTX 5090 LIGHTNING Z erzielen auf Auktionsplattformen ein Vielfaches des UVP.

Intels Strategie: Wert und Langlebigkeit

Intels Ansatz ist klar: Das Unternehmen setzt auf Wert und langfristige Kundenbindung. Durch die Portierung modernster Software-Features auf ältere Hardware belohnt es bestehende Kunden und wirbt gleichzeitig um Käufer im Mainstream-Segment. Für Spieler ohne Budget für eine High-End-RTX 5070 Ti oder 5080 wird so eine Karte wie die Arc B580 oder A770 plötzlich deutlich attraktiver.

Dies steht im Kontrast zum Nischenmarkt für Elite-Performance, wo extreme Preise und Knappheit regieren. AMDs Radeon RX-8000-Serie (RDNA 4) konnte seit ihrem Start 2025 im oberen Leistungssegment bisher keine echte Herausforderung für die Blackwell-Karten aufbauen.

Ausblick: Die zwei Säulen des Fortschritts

Die Branche entwickelt sich auf zwei Wegen weiter: durch revolutionäre Software und immer leistungsfähigere Chips. Intels neuer Treiber zeigt, wie Software Hardware-Kapazitäten neu definieren kann. Für den Einstieg in den Markt für diskrete GPUs ist diese Strategie entscheidend. Die nächste große Hardware-Generation von Intel wird die „Celestial“-Architektur sein.

NVIDIA scheint derweil darauf fokussiert, seine Führung an der absoluten Spitze zu zementieren. Sollten sich die Gerüchte um eine 5090 Ti bewahrheiten, wird die Leistungsobergrenze für Gaming und KI später in diesem Jahr erneut angehoben. Allerdings könnten globale Speicherchip-Engpässe, befeuert durch den KI-Boom, Zeitpläne verzögern. Die Frage bleibt: Kann Intels Software- und Wert-Strategie gegen die rohe Rechenpower der etablierten Marktführer bestehen?