Intel LGA1700: Vier DDR4-Prozessoren mit bis zu 20 Kernen im Leak

Gigabyte stellt BIOS-Unterstützung für kommende LGA1700-Chips bereit; Intel hat Modelle, Preise und Starttermin bislang nicht bestätigt.

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Intel bereitet die Wiederveröffentlichung älterer Prozessor-Designs mit Unterstützung für DDR4-Arbeitsspeicher vor, um den anhaltend hohen Anschaffungskosten für aktuelle DDR5-Speichermodule zu begegnen. Nun sind unbestätigte Details zu vier möglichen Prozessormodellen für den bewährten Sockel LGA1700 an die Öffentlichkeit gelangt.

Leak nennt Einzelheiten zu vier neuen Modellvarianten

Ein Leak nennt konkrete Spezifikationen für vier künftige Prozessoren. An der Spitze der Reihe soll demnach ein Core 7 mit 20 Kernen (acht Performance- und zwölf Effizienzkerne) sowie einer Leistungsaufnahme von 65 Watt stehen.

Darunter rangieren zwei Modelle der Serie Core 5: eine Ausführung mit 16 Kernen (acht Performance- und acht Effizienzkerne) und 125 Watt sowie eine Variante mit zehn Kernen (sechs Performance- und vier Effizienzkerne), 65 Watt Leistungsaufnahme und 24 Megabyte L3-Cache. Für das Einsteigersegment wird ein Core 3 mit vier Performance-Kernen und 65 Watt gelistet.

Zudem deutet ein Leak auf einen möglichen Nachfolger des Core i5-14600K hin, der ebenfalls mit acht Performance- und acht Effizienzkernen ausgestattet sein könnte.

Ergänzende Gerüchte erwähnen Raptor-Lake-Modelle mit 16 Kernen bei 125 Watt sowie 20 Kernen bei 65 Watt. Eine nicht offiziell bestätigte Preisprognose beziffert die Spanne je nach Kernanzahl und Cache auf 85 bis 190 US-Dollar pro Prozessor.

Intel selbst hat diese Angaben, Kernkonfigurationen, Taktraten oder Preise bisher nicht bestätigt. Auch Produktbezeichnungen wie „Raptor Lake Next“ oder ein Übergang zum Core-200-Branding gelten als reine Spekulation und sind vom Hersteller nicht autorisiert.

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BIOS-Updates ebnen den Weg für Sockel LGA1700

Die Plattform für diese Neuauflage steht bereits bereit. Am 9. Oktober 2026 kündigte der Hardwarehersteller Gigabyte entsprechende BIOS-Aktualisierungen für kommende Intel-LGA1700-Prozessoren auf allen unternehmenseigenen B760- und H610-Mainboards an. Diese stehen sowohl für DDR4- als auch für DDR5-Varianten zur Verfügung.

Die zugehörigen Dateien sind bereits erhältlich; laut Gigabyte reichen das Aufspielen der Firmware und der Tausch des Prozessors aus, ein Wechsel der Hauptplatine sei nicht erforderlich. Der Verkaufsstart der neuen Chips wird laut Gigabyte für Anfang 2027 erwartet.

Für ältere oder höherwertige Chipsätze wie Z790, Z690 und B660 bestätigte Gigabyte die Unterstützung in der Ankündigung hingegen nicht. Bei H610-Platinen weist der Hersteller zudem darauf hin, dass schwächere Spannungsversorgungen sowie begrenzte Kühlung die Leistung anspruchsvoller Prozessoren einschränken können.

Zudem muss die installierte Firmware exakt zur jeweiligen Hardware-Revision passen. Da DDR4 und DDR5 auf einer Hauptplatine technisch nicht austauschbar sind, legt weiterhin das jeweilige Mainboard den Speicherstandard fest.

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Hohe Speicherkosten treiben die Wiederbelebung an

Der Sockel LGA1700 kam im Jahr 2021 auf den Markt und bietet je nach Mainboard-Modell Kompatibilität zu DDR4 oder DDR5. Die Weiterführung soll Nutzerinnen und Nutzern einen kostengünstigeren Upgradepfad eröffnen, da DDR5-Arbeitsspeicher weiterhin deutlich teurer bleibt.

Laut einem Bericht von PC Gamer vom 10. Oktober 2026 kostete ein 32-Gigabyte-Kit DDR4-3600 rund 210 US-Dollar, während ein DDR5-6000-Kit gleicher Kapazität bei rund 480 US-Dollar lag.

Bereits im August 2026 stellte Intel-Manager Robert Hallock in Aussicht, dass der Sockel LGA1700 sowie DDR4 weiterhin angeboten würden und sich das Preisniveau mit der Zeit normalisieren sollte.

Wie das Magazin The Verge am 10. Oktober 2026 berichtete, entwickeln sowohl Intel als auch AMD neue Prozessoren mit DDR4-Unterstützung, um PC-Aufrüstungen angesichts der hohen RAM-Preise bezahlbar zu halten. Konkrete Angaben zu Modellen, Preisen und Markteinführung stehen jedoch bei beiden Herstellern noch aus.